08.06.2026
Mewa ermittelt Kleidergröße per KI
Die Wahl der richtigen Größen für Persönliche Schutzausrüstung (PSA) und Arbeitskleidung von Mitarbeitern ist ein wichtiger Prozess im Textilservice. Mewa will den Vorgang mit Hilfe von KI beschleunigen. Sie kommt zunächst in Deutschland zum Einsatz und soll bis Jahresende auch den Niederlassungen im Ausland zur Verfügung stehen.
Zwei Ganzkörperbilder - frontal und seitlich - reichen dem System für die richtige Größenzuordnung. Für die Vermessung können die Mitarbeiter ihre normale Kleidung angezogen lassen. Musterkleidung wird so überflüssig. Der Vorgang benötigt laut Mewa lediglich 2 bis 4 Minuten pro Person statt 15 bis 20 beim bisherigen Verfahren. Die Aufnahmen werden nicht gespeichert, zeigen nur die Körperumrisse und tragen damit dem Datenschutz Rechnung.
„KI birgt großartige Chancen“
Erfreut zeigt sich Michael Kümpfel, Vorstand Marketing, Sales & Customer: „Unser wichtigstes Leistungskriterium ist die Zufriedenheit unserer Kunden mit unserem Service - und der beginnt mit professioneller Beratung, gefolgt von der Ausstattung mit der passenden Kleidung. KI birgt großartige Chancen, um unsere Serviceprozesse noch effizienter und kundenzentrierter zu gestalten. Hier entstehen fortlaufend neue Möglichkeiten.“
Der persönliche Kontakt zu den Kunden soll trotz fortschreitender KI aber erhalten bleiben. Bei der Größenwahl werden deshalb weiterhin Berater von Mewa an Beratungs- und Auswahlterminen teilnehmen. Aktuell hat Mewa laut eigener Ausgabe gut 40 unterschiedliche Kollektionen im Sortiment.
Entwickelt in Rumänien
Entwickelt wurde die Anwendung vom Esenca Digital Workwear, einem Start-up aus Rumänien. Mewa ist seit 2024 Mehrheitseigner des Betriebs. Zunächst kam das System für umfangreiche Tests zum Einsatz. Dabei ergab sich laut Mewa zum Abschluss eine 95-prozentige Erfolgsquote.
Kümpfels Arbeitsvertrag wurde im letzten Jahr bis Ende 2027 verlängert.Der WRP-Newsletter: Hier kostenlos anmelden