09.10.2026
Fristads: PFAS verschwinden aus dem Sortiment
PFAS - kurz für Per- und Polyfluoralkylsubstanzen - wurden bisher zum Schutz vor Wasser, Öl und Schmutz in vielen Stücken der Arbeitskleidung verwendet. Allerdings stehen die Mittel in Verdacht, der Gesundheit und Umwelt zu schaden. Fristads entfernt PFAS-Textilien deshalb aus seinem Sortiment - und ersetzt sie durch Produkte ohne PFAS, die genauso gut schützen sollen.
Petra Öberg Gustafsson, CEO des Anbieters, begründet die Entscheidung so: „PFAS werden seit Jahrzehnten in Arbeitskleidung verwendet, insbesondere in Schutzkleidung. Auch wenn unsere Arbeitskleidung sicher zu tragen ist, sind die ökologischen Kosten dieser Chemikalien unserer Meinung nach einfach zu hoch. Deshalb sehen wir einen verantwortungsvollen Ausstieg als einzige Option.“
„Sicherheit steht an erster Stelle“
„Sicherheit steht immer an erster Stelle“, ergänzt Lisa Rosengren, Managerin für Nachhaltigkeit und Rohstoffe bei Fristads. „Und nachdem wir die Umgebungen, in denen unsere Arbeitskleidung zum Einsatz kommt, sorgfältig bewertet haben, sind wir zuversichtlich, dass unsere Ausrüstungen ohne absichtlich zugesetzte PFAS den Anforderungen unserer Kunden gerecht werden.“
Bisher sind PFAS insbesondere in Warnschutzkleidung, Regenkleidung und allgemeiner Schutzkleidung im Einsatz. Sie verbessern auch den Schutz vor Feuer. Inzwischen können die gewünschten Eigenschaften jedoch oft durch andere Stoffe erreicht werden. Fristads hat entsprechende Alternativen zusammen mit seinen Lieferanten entwickelt. Neue Textilien des Hauses werden daher ohne PFAS hergestellt und eingeführt.
PFAS-Textilien in der Übergangsphase im Einsatz
Bereits hergestellte Textilien mit PFAS werden noch in Umlauf gebracht, damit sie nicht als Neuware entsorgt werden müssen. Während der Übergangsphase können noch vereinzelt PFAS-Textilien ausgegeben werden. Danach soll nur noch Kleidung ohne diese Chemikalien bei Fristads erhältlich sein. „Der Verzicht auf PFAS ist nicht der einfachste Weg, aber er ist der richtige“, ergänzt Gustafsson.
Ähnlich wie PFAS wird auch Antimon vielfach verwendet. Das Element verleiht Schutzkleidung eine flammhemmende Wirkung. Da es jedoch die Umwelt schädigen kann, verzichtet Fristads seit kurzem auch darauf. Möglich machen es neue Fasern, die stattdessen dieselbe Schutzwirkung sicherstellen.Der WRP-Newsletter: Hier kostenlos anmelden