21.12.2023

Büfa: Rückblick auf 2023

Der Chemiespezialist Büfa aus Oldenburg will seine Geschäfte nachhaltiger gestalten. Neben der Umwelt und der Gesellschaft soll das auch die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sichern. In 2023 konnten die Bemühungen dafür trotz der angespannten Wirtschaft ausgebaut werden.

Geschäftsführer Felix Thalmann fasst die Agenda so zusammen: „Unser Ziel ist es, in allen Bereichen Ressourcen zu sparen und unsere Aktivitäten in jeder Perspektive nachhaltig zu gestalten. Die wertvolle Ressource Wasser effizient zu nutzen ist für uns ein elementarer Baustein in der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.“

Thalmann ergänzt: „Gerade in diesem schwierigen Umfeld ist es wichtig, dass wir unseren Weg konsequent weitergehen und auf Nachhaltigkeit und Innovationen setzen, um Büfa weiter zukunftsfähig aufzustellen.“ Für die hauseigenen Bemühungen für mehr Nachhaltigkeit gab es dieses Jahr eine Goldbewertung durch EcoVadis.

Umsatz 2023 bisher bei 265 Millionen Euro

Ralf Ramke, kaufmännischer Geschäftsführer, blickt gemischt auf 2023 zurück: „Wir erwarten zwar ein Ergebnis, das insgesamt unter dem sehr gutem Vorjahresniveau liegt. Durch unser breites Portfolio und vor allem durch unsere gute europäische Aufstellung und Präsenz sind wir trotz dieser Herausforderungen robust aufgestellt.“

Für die ersten drei Quartale 2023 meldet die Firma einen konsolidierten Konzernumsatz von 265 Millionen Euro. 2024 sollen es 380 Millionen werden. 2022 waren es 404 Millionen.

Fokus liegt auf Wasseraufbereitung

Um nachhaltiger zu werden, will Büfa sein Geschäftsmodell hin zu einer Kreislaufwirtschaft anpassen. Dabei wird ein besonderer Fokus auf Wasser gelegt. Mit den Bereichen Cleaning und Chemicals gäbe es Fachleute mit viel Wissen in den eigenen Reihen dazu, so das Unternehmen. Dafür sollen Abwässer nicht nur im eigenen Haus, sondern auch bei Kunden erneut nutzbar gemacht und so umweltschonend wie möglich gereinigt werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, baut das Unternehmen sein Investment im niederländischen Startup Ferr-Tech aus. Selbiges ist auf die chemische Reinigung von Abwasser spezialisiert. Dafür stellt es in einem innovativen Verfahren Ferrat (VI) in stabiler und gebrauchsfertiger Form her. Das dazu gehörende Produkt heißt FerSol. Damit sollen Abwässer effizient und umweltschonend gereinigt werden.

Zudem beobachten die Oldenburger die Startup-Szene, um weitere Unternehmen mit passenden Produkten zur Wasseraufbereitung zu entdecken und gegebenenfalls zu fördern.

Eigenes Abwasser wird klimaneutral aufbereitet

Seit Sommer 2022 besteht auch eine Partnerschaft mit der schwedischen Unternehmensgruppe MacSerien. Selbige stellt neben weiteren Produkten zur Wasseraufbereitung auch Reinigungsprodukte für Autos, Gastronomien und verschiedene Industrien her. Die Schweden vertreiben als Exklusivpartner Vakuumdestillationsanlagen des deutschen Unternehmens H2O.

Büfa nutzt seit diesem Jahr selbst eine Vakuumdestillationsanlage von H2O. Dadurch könne bei der Produktion anfallendes Abwasser klimaneutral gereinigt und wieder genutzt werden, betont die Firma. Der nötige Strom dafür werde mittels einer eigenen Photovoltaikanlage generiert.

Das Unternehmen besitzt eine lange Tradition. 2023 feierte Büfa bereits seinen 140. Geburtstag.
Büfa: Rückblick auf 2023
Foto/Grafik: Büfa/Harry Köster
(V.l.) Felix Thalmann, CEO der Büfa-Gruppe, CFO Ralf Ramke und Sebastian Specht (Geschäftsführer Büfa Cleaning) setzen für mehr Nachhaltigkeit u.a. auf eine Vakuumdestillationsanlage (im Hintergrund).
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