13.06.2022

ETSA-Mitglieder reden über Herausforderungen der Textilpflege

Die Textilpflege hat es aktuell nicht leicht. Sie leidet besonders unter den wachsenden Kosten für Energie. Gleichzeitig legen Verbraucher immer mehr Wert auf niedrige Verbräuche von Wasser und anderen Rohstoffen. Entsprechend gab es auf dem Kongress der europäischen Branchenvereinigung ETSA viel zu besprechen.

Der Kongress startete mit der Begrüßung und einem Lunch. Danach präsentierte die Generalsekretärin Elena Lai ein Video, dass die Bedeutung von Nachhaltigkeit für ETSA hervorhebt. Zu finden ist das Video online unter: https://www.youtube.com/watch?v=0JI_gvs18bU.

Die formelle Begrüßung durch Andreas Holzer (Geschäftsführer Bardusch) und Egidio Paoletti (Präsident von Assosistema) folgte dem Film. Später stellte Lai die Aktivitäten Ihres Verbands in den letzten anderthalb Jahren vor.

Corona und die neue Normalität

Die wichtigsten Themen der Branche kamen in vier Diskussionsrunden zur Sprache. „The New Normal“ beschäftigte sich mit den weiteren Auswirkungen von Corona auf die Wirtschaft. In der zweiten Runde folgte die Nachhaltigkeit. Vorgestellt wurden dabei u.a. Möglichkeiten, um den Weg von Garnen im Einzelhandel nachzuvollziehen.

Auch die Blockchain-Technologie kann für Online-Anwendungen in der Textilpflege genutzt werden. Dabei kommen Datenbanken zum Einsatz, die auf verschiedenen, miteinander vernetzten Rechnern gespiegelt vorliegen. Das sorgt für Fälschungssicherheit und wird u.a. für Kryptowährungen genutzt. Auch neue Ansätze fürs Textilrecycling standen auf dem Plan.

Personalgewinnung bleibt ein Problem

Wie viele andere Brachen leidet auch die Textilpflege unter dem Mangel an geeigneten Mitarbeitern. Ein Ansatz, dem zu begegnen, will die EU mit ihrem „PACT for Skills“ bieten.

Der DTV wiederum zeigte die Handy-App seines E-Washboards. Damit können die Nutzer in übersichtlichen Lektionen ihr Wissen für die professionelle Textilpflege unkompliziert ausbauen. Wir berichteten letztes Jahr über die Plattform.

Ebenso wichtig wie die Gewinnung neuer Mitarbeiter ist das Behalten schon vorhandener Fachkräfte. Dieser Punkt kam daher ebenfalls zur Sprache.

ETSA sieht sich als Klimabotschafter

Textilien zu pflegen, damit sie länger nutzbar bleiben, verbraucht weniger Ressourcen als die schnelle Produktion kurzlebiger Kollektionen. ETSA sieht sich daher als Klimabotschafter in der EU. Um die entsprechende Arbeit zu organisieren, führte der Verband im Rahmen des Programms „Peer Parliament“ mehrere Workshops durch. Die Ergebnisse wurden auf dem Kongress vorgestellt.

Die einzelnen Präsentationen können auf der ETSA-Homepage von angemeldeten Mitgliedern heruntergeladen werden unter: https://www.textile-services.eu/etsa_presentations/index.cfm.

Veranstaltet wurde das Treffen in Rom am 11. und 12. Mai. Einen ausführlicheren Rückblick gibt es in der kommenden Ausgabe der WRP.
ETSA-Mitglieder reden über Herausforderungen der Textilpflege
Foto/Grafik: ETSA
Generalsekretärin Elena Lai leitete die Veranstaltung.
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