Texfresh Textilpflege - Vorbildliche Qualifizierung In der Textilreinigung 2019

Texfresh Textilpflege, Hamburg

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Lehrlinge als Zukunftsinvestition


Um die Qualität seiner Dienstleistungen langfristig zu sichern, hat sich Shahram Chorakchi, Inhaber der Hamburger Texilpflege Texfresh, noch einmal auf die Schulbank gesetzt und den Ausbilderschein der Handelskammer gemacht. Sein Ziel ist es, schon bald in jedem seiner vier Betriebe einen Auszubildenden zu haben.

Hamburg, Hafencity im Juli. Die Sonne scheint vom wolkenlosen Himmel, Möwen kreischen in der Luft, im Sandtorhafen dümpeln Segelschiffe, es riecht nach Weltstadt und Meer. Für Shahram Chorakchi, Inhaber der Textilreinigung Texfresh, ist es immer noch ein großes Glück, in Hamburgs schickem Hafenviertel mit seiner besonderen Mischung aus Businessquartier und Urlaubsflair zu arbeiten. „Ich freue mich jeden Tag, hier zu sein“, sagt der Unternehmer.

Vor drei Jahren hat er die Filiale am Großen Grasbrook unweit der Hamburger Elbphilharmonie bezogen. Es ist bereits sein zweiter Betrieb in der Hafencity. Der andere liegt gut einen Kilometer entfernt am anderen Ende des neuen Stadtteils direkt neben dem Verlagsgebäude des „Spiegel“. In Hamburgs neuem Vorzeigeviertel, in dem immer noch weitere Wohn- und Bürogebäude errichtet werden, sieht er noch großes Potenzial: „Zu den vielen Unternehmen, die jetzt schon hier sind, werden in den kommenden Jahren viele weitere hinzukommen“, sagt er überzeugt.

Shahram Chorakchi ist ein Selfmade-Mann wie er im Buche steht. 2002 aus dem Iran nach Deutschland gekommen, arbeitete er in einer Hamburger Textilreinigung, bis er sich 2011 mit einem Stichweh-Betrieb in Buxtehude selbständig machte. Wenig später übernahm er einen zweiten Betrieb im City Center Bergedorf, dazu zahlreiche Annahmestellen und eröffnete schließlich die beiden Filialen in der Hafencity, alle voll ausgestattet, teilweise mit nagelneuen Maschinen. Heute bearbeiten seine Betriebe rund 2000 Hemden täglich und mehr als 1000 Teile Obergarderobe. Zwei firmeneigene Lieferwagen sind rund um die Uhr im Einsatz, um den Transport der Ware zwischen Filialen, Annahme- und Abholstellen sicher zu stellen.

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Durchschnittlich 500 Hemden werden täglich in jeder Filiale bearbeitet.
Ausbilderschein ohne Meistertitel

„Mein Job ist meine Leidenschaft“, sagt der umtriebige Unternehmer, der seit 2017 auch im Vorstand der Hamburger Textilreinigerinnung sitzt – und wirkt dabei völlig entspannt. Diese Leidenschaft und Begeisterung für den Beruf war es auch, die ihn dazu bewog, sein Wissen und seine Erfahrungen an den Nachwuchs weitergeben zu wollen. Da er selbst einst als Quereinsteiger ohne Textilreinigerausbildung in die Branche kam, hat er dafür extra den Ausbilderschein der Handwerkskammer gemacht, der bei entsprechender Eignung auch ohne Meistertitel möglich ist. „Sechs Monate lang habe ich mir Wochenende für Wochenende mit Lernern, Unterricht und Prüfungen um die Ohren geschlagen“, sagt er lachend. „Aber es hat sich gelohnt.“

Auch wenn es alles andere als einfach war, Bewerber zu finden – er hat es geschafft. Seit vergangenem Jahr hat er mit Tolga Kurt seinen ersten Auszubildenden. Bekannte hatten ihm den jungen Mann empfohlen, der unzufrieden mit seinem Studium auf der Suche nach einer neuen beruflichen Perspektive war. „Ich musste mich mit meinen 25 Jahren entscheiden, weiter studieren oder neu anfangen“, erzählt der gebürtige Hamburger. Zwar sei das Logistik-Studium durchaus interessant gewesen, allerdings habe er auch schnell festgestellt, dass er eigentlich lieber etwas „Handfestes“ machen würde, und da kam ihm sofort die Textilreinigung in den Sinn.

„Die Branche hat Zukunft, es gibt umfangreiche Karrieremöglichkeiten und ich kann in der Stadt bleiben, in der ich aufgewachsen bin und in der ich bleiben möchte“, zählt er die Vorteile auf. Hinzu kommt, dass er die Branche von Kindesbeinen an kennt. „Meine Mutter ist Schneiderin und hat auch in einer Textilreinigung gearbeitet. Ich habe oft in den Ferien ausgeholfen, manchmal sogar den ganzen Laden geschmissen", erzählt er. Besonders der Umgang mit Kunden sei ihm vertraut und habe ihm immer viel Spaß gemacht.

Ein sehr befriedigender Beruf

„Das größte Problem ist, dass der Beruf nicht gut angesehen ist, und das liegt vor allem daran, dass keiner wirklich etwas darüber weiß, sondern meist nur Vorurteile kursieren“, so der Nachwuchsreiniger. Er selbst hat sich von Anfang an souverän über die Spötteleien von Freunden und Bekannten hinweggesetzt und war froh, dass sich in der Realität kein einziges der Vorurteile bestätigt hat. „Man macht sich nicht die Finger schmutzig und wir waschen auch keine Unterwäsche“, sagt er schmunzelnd. „Klar ist es an heißen Sommertagen wie heute sehr anstrengend, aber es ist ein guter und sehr befriedigender Beruf.“

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Der Umgang mit Kunden ist für Azubi Tolga das schönste am Beruf Textilreiniger.
Faszinierend findet er den Beruf auch, weil er selbst sehr viel Wert auf ein gepflegtes Äußeres und schicke Kleidung legt. „Jetzt habe ich Ahnung, wie ich meine Kleidung am besten pflege“, sagt er.
Besonders mag er es, Probleme in die Hand zu bekommen und sie zu lösen, Kunden zufrieden zu stellen und ihr Vertrauen durch gute Arbeit zu rechtfertigen. „Mir gefällt das Gesamtpaket“, so der Ex-Student, dazu gehöre auch die finanzielle Seite. Zwar verdiene man während der Ausbildung nicht die Welt und er sei froh, Rücklagen zu haben, von denen er zehren kann. „Aber wenn man in die Selbständigkeit will, kann man später wirklich gutes Geld verdienen.“

Zwar könne man den Beruf durchaus ohne Ausbildung ausüben, räumt der angehende Textilreiniger ein, und er könne auch verstehen, dass andere das so machen. „Aber wenn man weiterkommen will, ist die Ausbildung wirklich etwas wert und sehr hilfreich für die Karriere“, sagt er. „Mit dem Abschluss hat man etwas in der Hand, denn der Gesetzgeber verpflichtet die Ausbildungsbetriebe, den Azubis etwas beizubringen. Diese Garantie gibt es ohne Ausbildung nicht.“

Nach der Ausbildung kann er sich mittelfristig gut vorstellen, als Partner ins Geschäft seines Chefs einzusteigen. Zunächst will er aber erst einmal viel lernen. Schon jetzt hat er eine Menge Know-how angesammelt, auch weil er jederzeit Mitarbeiter fragen kann und auch sein Chef versucht, so oft es geht im Laden in der Hafencity zu sein, um ihm möglichst viel selbst zu zeigen.

Investition in die Zukunft

„Viele denken, dass ein Auszubildender eine billige Arbeitskraft ist, aber das stimmt absolut nicht“, sagt Unternehmer Chorakchi. „Allein aufgrund der Fehlzeiten durch die Berufsschule ist ein Azubi unterm Strich sogar teurer als jeder andere Mitarbeiter. Trotzdem bin ich fest davon überzeugt, dass es eine gute Investition ist“, sagt er. Damit sich die „Investition“ auf lange Sicht auszahlt, hofft er natürlich, dass sein Lehrling über die Ausbildung hinaus bei ihm bleibt. Bisher sieht es ganz danach aus. „Ich denke, Tolga fühlt sich wohl bei uns und würde alles tun, um zu bleiben, es sei denn er macht sich gleich nach der Ausbildung selbstständig“, so Chorakchi.

Sein Ziel ist es, schon bald in jedem seiner vier Betriebe einen Auszubildenden zu haben. „In drei Jahren sind die dann fertig und ich habe in allen Betrieben geschulte Mitarbeiter“, sagt er. Ende 2018 hat er deshalb einen weiteren Auszubildenden eingestellt, einen jungen Flüchtling aus Pakistan, Usman Tariq. „Usman soll in der anderen Filiale der Hafencity arbeiten, sodass immer ein Auszubildender da ist, während der andere zur Berufsschule geht“, erklärt Shahram Chorakchi und ergänzt. „Bisher bin ich mit allem sehr zufrieden wie es läuft.“




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