Glosemeyer Textilservice - Vorbildlicher KundenService In der Wäscherei 2018

Glosemeyer Textilservice, Osnabrück

Glosemeyer Textilservice, Osnabrück

Kundenservice mit perfekter Hygiene


Vor 30 Jahren haben Ulrich und Burkhard Glosemeyer die gleichnamige Wäscherei in Osnabrück von ihren Eltern übernommen und nach und nach zu einem der führenden Textilserviceunternehmen der Region ausgebaut. Auf 7.000 Quadratmetern werden hier heute mit 230 Mitarbeitern täglich 40 Tonnen Wäsche für Krankenhäuser, Hotels aber auch Industrie und Gewerbe gewaschen. Zum guten Kundenservice gehört für die beiden Unternehmer auch eine einwandfreie Hygiene. Durch ein innovatives neues Konzept wurde der Hygiene-Standard nun perfektioniert.

Um die Versorgung mit sauberer Wäsche müssen sich die Osnabrücker Unternehmen wahrlich keine Sorgen machen, denn rings um die Stadt sind zahlreiche Flaggschiffe der großen Gruppen und Konzerne angesiedelt. Wer als Textilserviceunternehmen von so starker Konkurrenz umgeben ist, muss schon Besonderes leisten, um auf Dauer am Markt zu bestehen. Ulrich und Burkhard Glosemeyer ist dies gelungen. Nicht nur die Nachfrage nach ihrem Textilservice, auch der Kundenstamm wächst seit Jahren.

Ein wesentlicher Grund für den Erfolg liegt in der ausgeprägten Servicementalität und dem Willen nach permanenter Verbesserung der beiden Unternehmer. Auch die jüngste Betriebserweiterung haben sie wieder genutzt, die Wäscherei in allen Bereichen auf den Stand der Technik zu bringen und dabei den Hygiene-Standard zu perfektionieren. Die wohl wichtigste Neuerung hat es dabei im Sortierverfahren der Wäsche gegeben. Hier wurde gegen den Trend bei Neuplanungen ein Konzept umgesetzt, das auch andere Betriebe zum Nachdenken bringen könnte: Seit Kurzem wird die Wäsche bei Glosemeyer nicht mehr auf der Unreinen, sondern auf der Reinen Seite sortiert.

Ein Grund für die Wiedereinführung dieser „althergebrachten“ Maßnahme war auch eine persönliche Erfahrung von Ulrich Glosemeyer, der sich auf der Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten selbst einmal an den Sortierstand gestellt hatte: „Nach dem sechsten Sack Altenheimwäsche habe ich Atemnot bekommen“, erzählt er. „Da habe ich gesagt, das kannst Du deinen Mitarbeitern nicht zumuten, zumal bei Krankenhaus- und Altenheimwäsche ja immer auch ein Infektionsrisiko besteht.“ Neben der Belastung für die Mitarbeiter habe der beißende Geruch zur Folge gehabt, dass statt einzelner Teile häufig ganze Wäschebündel in die Sortieröffnung geworfen wurden, was eine aufwändige Nachsortierung erforderlich machte.

Glosemeyer Textilservice, Osnabrück

„Als ich den Kannegiesser-Planern von der Idee erzählte, auf der Reinen Seite zu sortieren, haben die mich allerdings erst einmal angeguckt wie ein Auto“, erzählt Ulrich Glosemeyer schmunzelnd. Auch im eigenen Unternehmen hielt sich die Begeisterung für die Idee in Grenzen. Weder Bruder Burkhard noch der Großteil der Mitarbeiter waren sofort überzeugt, denn vieles sprach dagegen: Das höhere Gewicht der feuchten Wäsche und damit die vermeintlich größere Kraftanstrengung bei der Sortierung, die aufwändige Umstellung der Abläufe und Prozesse und auch der zusätzliche Platzbedarf auf der Reinen Seite. Doch Ulrich Glosemeyer ließ sich davon nicht beirren. „Ich habe gesagt: Lass es uns einfach mal planen.“ Und am Ende hat es funktioniert, auch wenn wegen des Platzbedarfs dazu die gesamte Expertise und Erfahrung der Planer gefragt war.

Wäscherei wurde „auf links“ gedreht

„Wir haben die Wäscherei quasi auf links gedreht“, sagt Textilreinigermeister Ulrich Glosemeyer. Statt im Bereich des Wareneingangs wird nun nach dem Waschen sortiert. Dafür wurde am Ende der großen Waschstraßen ein 20 Meter langes Sortierband installiert, das den Wäscheposten zum Sortierstand im ersten Stock befördert, wo Klein-, Groß- und Formteile, Bezüge, Laken, Kopfkissen sowie Trockenwäsche von vier Mitarbeiter nach diversen Kriterien sortiert und in eine der zwölf Auffangboxen oder direkt auf ein Hubfahrband für Decken und Kissen befördert werden. Ein vorgelagerter Schüttler lockert die nassen Wäscheposten auf und verteilt die Wäsche zunächst postenweise auf Pufferbänder.

„Durch das Zwischenpuffern von zwei zusätzlichen Posten werden Schüttler-Entladung und Sortiervorgang leicht entkoppelt“, erklärt Kannegiesser-Projektleiterin Sonja Capito das Verfahren. Das habe zwei Vorteile: Zum einen werde die Waschleistung erhöht, da der Schüttler im Waschtakt entladen werden kann, und zum anderen werde eine bessere Ergonomie erreicht, da es den Sortierprozess vergleichmäßigt. „Das Strecken eines Posten steigert außerdem die Sortierleistung, da die Mitarbeiter Einzelteile leichter erkennen und sich für ein Ziel entscheiden können“, so Capito.

Um das höhere Gewicht der feuchten Wäscheteile auszugleichen wurde der Sortierstand so eingerichtet, dass Großteile nicht mehr geworfen, sondern durch eine leichte Armbewegung in die entsprechende Öffnung geschoben werden. „Früher war es Basketball, heute ist es Golf“, berichtet Ulrich Glosemeyer scherzhaft. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Großteile so direkt auf ein Band gelangen und sofort von vier bis fünf Mitarbeitern über ein „GZA“ mit automatischer Sortierung in drei Artikel (Laken, Bezüge und Stecklaken) zur Großteilmangel geführt werden. Die Großteile sind dadurch sofort ohne Lagerung verarbeitet. Ist einer der Auffangsäcke unter den Sortierboxen mit Trockenwäsche voll, wird er automatisch auf ein darunter stehendes Förderband entleert und der Posten mittels Saugrohrsystem über ein Fahrband zu einem der sechs Trockner befördert.

Redundanz gehört zum Konzept

„Eigentlich hätten für die Wäschemenge, die wir hier verarbeiten, vier Trockner gereicht“, erklärt Ulrich Glosemeyer. Aber Redundanz gehört zum Konzept. Denn anders als bei konventionellen Konzepten soll die Wäsche nicht mehr in einer Sackanlage gespeichert, sondern so schnell wie möglich getrocknet werden. Auf eine Sackspeicheranlage wurde beim Umbau deshalb ganz verzichtet und dafür in neue Trockner investiert. Das sei unterm Strich nicht nur günstiger gewesen, sondern der gleichmäßigere Warenfluss habe auch zu einer Steigerung der Leistung geführt. Außerdem passt es zum Glosemeyer-Konzept, keine Feuchtwäsche zu lagern und dadurch die Hygiene zu verbessern.

„Früher konnte es schon mal vorkommen, dass Wäscheposten 24 Stunden, im Extremfall sogar übers Wochenende im feuchten Zustand in der Sackanlage blieben“, berichtet Ulrich Glosemeyer. Heute sei alles, was auf den Sortierstand komme, nicht länger als 30 Minuten feucht. Dass die Wäsche bereits keimfrei aus der Waschstraße kommt, wird durch das Kannegiesser-Modul „Online-Messtechnik – Qualitex“ sichergestellt, das die Keimbelastung durch automatische Titration und Auswertung in jeder einzelnen Waschkammer misst und anzeigt.

Glosemeyer Textilservice, Osnabrück

„Qualitex dient der lückenlosen Überwachung, Sicherstellung und Dokumentation des Desinfektionsprozesses im Klarwaschbereich der PowerTrans Vario. Die Technik ermöglicht die Überwachung der wasch- und desinfektionsrelevanten Parameter jedes einzelnen Postens und das automatische Nachregeln im laufenden Prozess“, erklärt Kannegiesser-Gebietsverkaufsleiter Henning Loeck, der den Betrieb seit vielen Jahren kennt und schätzt, die Funktionsweise des Messsystems. Abweichungen von den Soll-Werten aufgrund von Prozessstörungen würden unmittelbar erkannt und behoben, zum Beispiel durch automatische Nachdosierung oder Taktzeitverlängerung. Dadurch sei sichergestellt, dass jeder einzelne Posten mit exakt den Parametern bearbeitet wird, die im Waschprogramm definiert sind.

Lückenlose Hygienekontrolle

„Die Prozessparameter jedes einzelnen Pos­tens werden in einer Datenbank dokumentiert, was eine lückenlose Rückverfolgbarkeit ermöglicht. Im Falle von Reklamationen oder Rückfragen hat die Wäscherei diese Daten jederzeit griffbereit. Qualitex ermöglicht damit ein lückenloses Prozess-Monitoring“, so Loeck. Auf einem Bildschirm lässt sich auf einen Blick sehen, wie der Hygienestatus in den verschiedenen Waschkammern gerade ist. Spätestens vor dem Spülvorgang muss alles hygienisch einwandfrei sein. „Im Gegensatz zu Stichproben, die oft nur einmal pro Monat oder auch manchmal alle halbe Jahre durchgeführt werden, lässt sich mit der Technik sicherstellen und dokumentieren, dass jeder einzelne Posten hygienisch einwandfrei die Waschanlage verlassen hat“, erläutert Loeck. Um eine fast hundertprozentige Keimfreiheit zu erreichen und eine Re-Verkeimung während der Wäsche auszuschließen, wird das Prozesswasser zusätzlich durch Einsatz von UVC-Technik desinfiziert werden.

„Wenn ich mein Konzept rund habe mit Online-Messtechnik, UVC-Technik und einer Prozessautomatisierung, die dafür sorgt, dass feuchte Wäsche nicht länger als 30 Minuten bevorratet wird, haben wir technisch alles eingesetzt, was derzeit am Markt verfügbar ist. Mehr Hygiene geht nicht“, sagt Ulrich Glosemeyer. Die Hygiene-Optimierung sieht er auch als wichtigen Beitrag zum Kundenservice, denn hygienisch einwandfreie Wäsche werde heute von den Kunden ganz selbstverständlich verlangt, egal ob im Hotel oder im Krankenhaus.

In stetem Dialog mit den Kunden

„Die Kunden sind anspruchsvoller geworden“, findet er. Insbesondere im Hotelsegment bekomme das Thema Hygiene eine immer größere Bedeutung und das seiner Meinung nach völlig zu Recht: „Bei einem Tuberkulosepatienten im Krankenhaus kann man sicher sein, dass alles lückenlos hygienisch überwacht wird. Derselbe Patient kann vorher aber auch schon im Hotel übernachtet haben. Wenn die Wäsche dann nicht keimfrei gewaschen wird, gibt es ein Problem.“ Obwohl hygienische Aufbereitung von Hotelwäsche in Deutschland nicht vorgeschrieben ist, wird beim Textilservice Glosemeyer Hotelwäsche deshalb nach den gleichen hygienischen Standards gewaschen wie Krankenhauswäsche, wenn auch mit einem etwas anderen Waschverfahren.

„Wir glauben, dass sich der Markt in Zukunft stark verändern wird. Nicht nur die Anforderungen an die Hygiene werden steigen, sondern aufgrund eines wachsenden und schnell wechselnden Wäschevolumens auch die an die Logistik und Flexibilität der Wäschereien“, sagen Burkhard und Ulrich Glosemeyer einhellig. Um weiterhin die bestmögliche Servicequalität zu leisten, halten sie es deshalb für essentiell, den Informationsfluss mit den Kunden in Gang zu halten: Um Wünsche und Anregungen zu erfahren, sei ein stetiger Austausch mit den Kunden enorm wichtig.

„Man sollte sich immer wieder vor Augen führen, dass wir eine Dienstleistung erbringen. In dem Wort steckt nicht nur der Begriff Leistung sondern auch Dienst am Kunden. Das versuchen wir auch unseren Servicefahrern beizubringen“, so die beiden Unternehmer. Jeder Fahrer habe deshalb eine Liste mit den Sonderwünschen eines jedes Kunden. Zum respektvollen Umgang miteinander gehört für sie aber auch, ehrlich zu sagen, wenn die Konditionen und Rahmenbedingungen nicht passen. Im Zweifel müsse man ein Angebot dann auch einmal ablehnen. Bislang ist das allerdings selten vorgekommen.





Glosemeyer Textilservice




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Glosemeyer Textilservice www.glosemeyer.de
 
Glosemeyer Textilservice
Südstraße 39
49084 Osnabrück
Email: info@glosemeyer.com
Telefon: 05 41 7 70 78 0
Telefax: 05 41 7 70 78 60


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