Ullmer - Vorbildliches Marketing in der Wäscherei 2017

Ullmer, Bad Neustadt/Saale und Schmalkalden

Ullmer, Bad Neustadt/Saale und Schmalkalden

Gutes tun und darüber reden


Zum Marketing beim Textildienstleister Ullmer mit Standorten in Neustadt/Saale und Schmalkalden gehört neben Werbung auch die Förderung jugendbezogener Projekte und das Sportsponsoring in der Region. Ihre soziale Verantwortung als Unternehmer sehen ­Susanne Ullmer und Stephan Ullmer-Kadierka auch außerhalb des Betriebes.

Marketing ist das eine, die soziale Verantwortung eines Unternehmens das andere. Susanne Ullmer und ihr Mann Stephan Ullmer-Kadierka verknüpfen die beiden Aspekte. Mit der Aussage „wir sind Unternehmer aus Leidenschaft“ stehen sie nicht nur bereit für ihre Kunden im Textilservice und ihre Mitarbeiter, sondern fördern mit Geld und Sachspenden soziale und sportliche Projekte in ihrer Umgebung. Gutes tun und darüber reden ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

In einer Region, in der Automobilindustrie mit hohen Stundenlöhnen und geringe Arbeitslosenzahl die Rekrutierung von Mitarbeitern für ein Dienstleistungsunternehmen extrem erschwert, stärkt das positive Image eines Unternehmens die Loyalität der Mitarbeiter. Der Slogan „Wir sind Ullmer“ wird hier authentisch. Unter der Prämisse erklären auch Mitarbeiterinnen im Imagefilm von Ullmer stolz die Vorzüge des Unternehmens. „Wir stehen in persönlichem Kontakt mit unseren Kunden, dabei funktioniert ein Vertrauensverhältnis nur mit einem ehrlichen und offenen Umgang“, betont Susanne Ullmer. Ihr und ihrem Mann, selbst Eltern von zwei Heranwachsenden, liegt aber auch am Herzen, dass Kinder ein gutes Rüstzeug für ihr Leben bekommen und so leistungsfähige Mitglieder der Gesellschaft werden können. Daher nehmen sie mit einem zielgerichteten Sponsoring auch die Chance wahr, speziell bei Kindern und Jugendlichen in ihrer Region etwas bewirken zu können.

Nur Geld spenden ist zu wenig
Die Bildungspartnerschaft Rhön-Grabfeld beruht unter anderem auf einer Initiative von Ullmer. Seit 2011 bietet eine Allianz aus Caritas Rhön-Grabfeld, Unternehmen, Schulen, ­Politik und Jugendhilfe Grundschülern mit ersten Lerndefiziten und Entwicklungsverzögerungen die Chance, über qualifizierte frühe Förderung den Anschluss zu halten und Freude am Lernen zu gewinnen. „Wenn Kinder schon früh durch schlechte Noten demotiviert sind, obwohl sie von Natur aus zu besseren Leistungen fähig wären, ist der Grundstein für langfristiges Versagen schnell gelegt“, argumentiert Stephan ­Ullmer-Kadierka. In seinen Augen brauchen diese Kinder, häufig aus sozial schwächeren Familien, nur einen kleinen Anstoß. In kleinen Gruppen erhalten sie von Logopäden, Ergotherapeuten und Pädagogen Förderung bei sprachlichen, motorischen und sozialen Defiziten.

Ullmer, Bad Neustadt/Saale und Schmalkalden


„Zudem wird über ein spielerisches Bewegungstraining mit Life-Kinetic der Abbau von Blockaden erreicht, wodurch Selbstvertrauen und Lernfähigkeit gestärkt werden“, erklärt Ullmer-Kadierka, der von Lehrern auch über die Fortschritte informiert wird. Die Caritas übernimmt bei diesem Projekt ehrenamtlich die Verwaltung, sodass kein Cent der Spendengelder verloren geht. Rund 30.000 Euro im Jahr sind zur Kostendeckung nötig. „Für uns ist das ein aktiver Ansatz, um Schulabbruch durch Frustration entgegenzuwirken und qualifizierte Schulabgänger für die Arbeitswelt zu fördern“, argumentiert Ullmer-Kadierka.

Am zweiten Standort in Schmalkalden unterstützt Ullmer zudem das Kinderdorf Regen­bogen mit seiner stationären Inobhutnahme von Kindern aus Problemfamilien. Dazu kommt ein paar Kilometer weiter das Kinderhospiz in Tammbach Diethartz, wo Familien mit sterbenskranken Kindern auch mal Urlaub machen können. Während bei diesen Projekten der Name Ullmer und das Unternehmen kaum in Erscheinung treten, ist das Sponsoring im ­regionalen Spitzensport medienwirksam ausgelegt. Als Premiumpartner mit Bandenwerbung und Schriftzügen auf den Trikots sowie als Pate für einen Spieler tritt Ullmer beim Handball-Drittligisten HSC Bad Neustadt in Erscheinung. Dazu kommt noch das Engagement bei der Tischtennismannschaft Bad Königshofen, die in diesem Jahr den Aufstieg in die Bundesliga geschafft hat.

Ullmer und die Bundesliga

Unter dem Motto „Tischtennis trifft Textil“ hat Ullmer mit dem neuen Bundesligisten einen Imagefilm produziert. Zum Dreh, bei dem unter anderem eine Filmdrohne für Luftaufnahmen durch die Wäscherei flog, waren die Tischtennisprofis in der Produktionshalle und lieferten sich vor den Augen der jubelnden Mitarbeiter ein rasantes Match. Der Film ist auf Youtube zu sehen. Die Begeisterung steckt an. „Vielleicht regt der Auftritt auch dazu an, unsere Tischtennis­platte auf der Mitarbeiterterrasse dann auch mal richtig zu nutzen und nicht wie bisher als Flaschenablage“, hofft Ullmer-Kardieka.

Sportliche Aktivität und Fitness wollen die Ullmers auch bei ihren Mitarbeitern stärker fördern. Das Angebot, über die Firma ein E-Bike mit privater Nutzung über die Ein-Prozent-Regelung zu kaufen, gibt es bereits. Eine Kooperation mit einem Fitnessstudio mit einem subventionierten Eintritt für die Mitarbeiter ist in Planung. „Die betriebliche Rückenschulung wurde als weniger attraktiv empfunden und daher wieder eingestellt“, bedauert der Unternehmer.

Mitglied in einem starken Verbund

Ein wichtiger Aspekt im Marketing bei ­Ullmer ist die Partnerschaft in der Sitex-Gruppe, einem bundesweit operierenden Verbund von Vollversorgern im Gesundheitswesen. Mitglieder sind regional tätige und größtenteils inhabergeführte textile Dienstleister mit einem einheitlichen Standard. Die Bearbeitungsrichtlinien in der Branche gibt das Robert-Koch-Institut vor. Die RAL-Hygienezeugnisse dokumentieren dabei die Einhaltung. „Bei der zunehmenden Konzentration der Häuser im Gesundheitssektor sichert eine Verbundgruppe den wirtschaftlichen Erfolg“, erklärt Susanne Ullmer, die weiß, dass hier nur noch bundesweit agierende Anbieter den Zuschlag erhalten. Ihr Vater, Firmengründer Wilfried Ullmer, war daher 1996 bereits an der Gründung von Dectos beteiligt. Vor drei Jahren ­wurde Dectos in Sitex-Gruppe umbenannt.

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„Der Firmenauftritt von Ullmer ist weiterhin vom eigenen Corporate Design geprägt, doch das rote Verbund-Logo von Sitex ist deutlich erkennbar als Corporate Identity integriert“, erklärt Ullmer-Kadierka. Die sichtbare Gruppen­stärke ist in seinen Augen ein entscheidender Punkt im Marketingerfolg. Bei 30 Standorten und einer 24/7-Logistik fährt irgendwo immer ein LKW mit dem roten Punkt, dem Sitex-Gruppenlogo. Zudem sichere die Verbundgruppe ihren Mitgliedern Erfahrungsaustausch und vorteilhafte Einkaufskonditionen, womit in einem stark am Preis orientierten Markt auch faire Konditionen für beide Seiten unterbreitet werden könnten.

Über die Gruppenstärke können auch zuverlässige Benchmarks zu Verbrauchsdaten für die einzelnen Abteilungen im Krankenhaus erstellt werden. „Auf solchen Daten basiert unser Angebot für das textile Management der Einrichtung, wonach dann jeder Betreiber entsprechend seinen individuellen Gesichtspunkten entscheiden kann“, erklärt Ullmer. Manchmal förderten die Vergleichszahlen auch einen unnötigen oder zweckentfremdeten Gebrauch der Textilien zu Tage, woraus sich ein Einsparpotenzial ergibt. Der Kunde kann so mit dem Bewusstsein, dass Wäsche ein wirtschaftliches Gut ist, in die Mitwirkpflicht zur Kosten­senkung eingebunden werden.

„Auch bei der Abrechnung nach Pflegetagen steckt hinter dem pauschalierten Preis ein Soll-Verbrauchswert, der durch Unter- oder Überschreiten des Ist-Verbrauchs beeinflusst wird“, führt Ullmer-Kadierka weiter aus. Wichtig für bundesweite Krankenhaus- und Altenheimbetreiber ist, dass trotz regionaler Dienstleister das Controlling im Sitex-Verbund einheitlich funktioniert. Die Daten sind daher gebündelt, beispielsweise durch einheitliche Artikelnummern und somit vergleichbar.

Fit für die Zukunft

„Sitex und auch Ullmer wachsen kontinuierlich“, freut sich Susanne Ullmer. Aktuell wurde gerade wieder eine Klinikgruppe übernommen, die dann binnen kurzer Zeit mit neuer Ware ausgestattet werden muss. Mit der Übernahme von neuen Häusern oder auch beim Wechsel von Artikeln im Leasing fallen gute Textilien an, die Ullmer an Krankenhäuser in Polen und Rumänien spendet. „Außerhalb der großen Zentren ist hier sehr großer Bedarf“, erzählt Ullmer-Kadierka. Nach dem Besuch eines Krankenhauses im Osten von Polen komme dort nun auch ausrangiertes Krankenhausmobiliar hin, sodass jährlich vier bis fünf Sattelschlepper mit Gütern Richtung Osten unterwegs sind.

Das stetige Wachstum bedingt auch Investitionen in Technik und Mitarbeiter. Nachdem der Betrieb in Schmalkalden seit der Übernahme 1990 an seine Wachstumsgrenze gestoßen ist, hat man sich zum Neubau auf der grünen Wiese entschlossen. Ende 2018 soll dann der hochautomatisierte Betrieb seine Arbeit aufnehmen. Auch damit wird dem Facharbeitermangel entgegengewirkt. Neustadt/Saale wurde 2005 neu gebaut und hat noch Platz­reserven. Insgesamt 400 Mitarbeiter sind in den beiden Betrieben in zwei Schichten beschäftigt, um 80 Tonnen Wäsche täglich zu bearbeiten. Mit der neuen Prozesstechnik ist eine deutlich höhere Pro-Kopf-Leistung als heute möglich. „Nur so kann dem bereits vorhandenen Facharbeitermangel bei steigendem Volumen etwas entgegengesetzt werden“, verdeutlicht Ullmer-Kadierka.

„Unsere Mitarbeiter sind unser wichtigster Produktionsfaktor“, unterstreicht Susanne Ullmer. Durch das rasche Wachstum des Unternehmens sind viele auch in höhere Positionen aufgestiegen, daher laufe derzeit auch ein Coaching über das ganze Unternehmen, bei dem diese Mitarbeiter auf ihre Führungsaufgaben vorbereitet werden. Insgesamt 26 Natio­nalitäten sind im Unternehmen beschäftigt. Um Barrieren abzubauen, können alle auf Firmenkosten an einem Sprachunterricht teilnehmen. Das Ergebnis erlebte Ullmer-­Kadierka im Frühjahr bei der Feier zum 80-jährigen Firmenjubiläum: „Ein Fahrer, der sonst überwiegend für Nachttouren eingesetzt ist, hatte sich lebhaft, wenn auch noch radebrechend mit mir über seine Heimat Riga unterhalten, nachdem er hörte, dass wir dort vielleicht auch einmal in Urlaub hinfahren wollen.“






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Ullmer
Am Dozbach 5
97616 Bad Neustadt
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