Firmen, Köpfe, Unternehmen, Markt, Hintergrund

www.wrp-interview.de

Alliance Laundry Systems

„Wir wollen in diesem Markt unsere Präsenz deutlich erhöhen“

In der hiesigen Textilpflegebranche sind die Marken Ipso und Primus mit ihren Angeboten an Waschschleudermaschinen, Trocknern und Mangeln bekannt. Weniger vertraut ist man hierzulande mit der Konzernmutter Alliance Laundry Systems, die ihren Hauptsitz in Ripon (USA) hat. Das soll sich in Zukunft ändern. Wir sprachen mit Christoph Kampmann, Regional Sales Director Central Europe bei Alliance Laundry Systems, über die Pläne und Ziele des Wäschereimaschinen-Herstellers in Deutschland, Österreich und in der Schweiz.

Christop Kampmann
Christoph Kampmann ist seit 2016 Regional Sales Director Central Europe bei Alliance Laundry Systems. Kampmann hat mehr als 20 Jahre Vertriebserfahrung in verschiedenen Positionen in unterschiedlichen Branchen (Wäschereien, Großküchentechnik, Bodenreinigungs­maschinen). Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.
WRP: Alliance Laundry Systems hat in der internationalen Textilpflegebranche seit vielen Jahren einen guten Namen, der aber hierzulande weniger geläufig ist. Wer ist Alliance Laundry Systems ?

Christoph Kampmann: Alliance Laundry Systems ist ein US-amerikanischer Wäschereimaschinen-Hersteller, der in 2016 einen weltweiten Umsatz von circa 760 Millionen Euro erzielte. Damit ist das Unternehmen die Nummer 1 in der Branche. Im Geschäftsjahr 2017 wird Alliance Laundry Systems die Umsatzmarke von 1 Milliarde US-Dollar, umgerechnet also rund 840 Millionen Euro, überspringen. Weltweit werden knapp 3.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Alliance Laundry Systems versammelt unter dem Konzerndach heute die Marken Ipso, Primus, Huebsch, Speed Queen und Uni Mac. Das Unternehmen ist zu 100 Prozent in privater Hand. Eigentümer ist ein Investor mit Sitz in Chicago, der weitere Marken wie zum Weber Grill im Portfolio hält.

WRP: Welche Produkte entwickelt Alliance Laundry Systems ?

Kampmann: Wir bauen Waschmaschinen, Trockner und Zylindermangeln. Das Portfolio hält weltweit das größte Programm in der Branche vor. Waschmaschinen sind mit Kapazitäten von 6 bis 180 Kilogramm lieferbar, dazu gibt es die passenden Trockner von 6 bis 90 Kilogramm sowie Zylindermangeln in der Spitze bis 800 Millimeter Durchmesser und 3,20 Meter Arbeitsbreite.

WRP: Wo werden die Produkte von Alliance Laundry Systems entwickelt und gebaut ?

Kampmann: Alliance Laundry Systems hat weltweit drei Produktionsstandorte. Einer befindet sich an der Firmenzentrale in Ripon, Wisconsin. Dort wird überwiegend Technik von Uni Mac, Speed Queen und Huebsch für den nordamerikanischen Markt hergestellt.

Ein weiteres Werk befindet sich in Guangzhou in China, das primär Lösungen für den asiatischen Markt fertigt. Und wir haben einen großen Standort in Příbor in Tschechien. Dort sind mittlerweile fast 1.000 Mitarbeiter beschäftigt. Rund 90 Prozent der hier produzierten Maschinen gehen in den europäischen Markt.

Der Standort Příbor ist auch ein ganz klares Bekenntnis zu Europa. Alliance Laundry Systems hat für dieses Werk einen Investitionsplan in Höhe von 60 Millionen Euro, verteilt auf acht Jahre, aufgelegt. Dieser berücksichtigt Investitionen in die Produktion, zum Beispiel in neue Laserstraßen, in ein neues europäisches Logistikzentrum für Maschinen und Ersatzteile und natürlich auch in neue Büros und eine Kantine für die Mitarbeiter.

Zur Texcare 2016 wurde in Příbor das Zentrum für Science, Technology and Research, kurz STAR Center, eröffnet. Es hat eine Laborfläche von 2.000 Quadratmetern. Hier können unter anderem Langzeit-Zuverlässigkeitsprüfungen an bis zu 150 Maschinen gleichzeitig durchgeführt werden. Das STAR Center unterstützt mit seiner Ausstattung auch das 70 Mitglieder starke Engineering-Team bei der Umsetzung von Ideen in neue Lösungen. Zur Zeit wird hier an einer ganz neuen Steuerungsgeneration getüftelt.

Neben dem STAR Center für den europäischen Markt besitzt Alliance Laundry Systems ein weiteres Center in den USA. Beide Einrichtungen sind natürlich im regelmäßigen Austausch.

WRP: Alliance Laundry Systems hat international das Renommee als weltweit größter Wäschereimaschinen-Hersteller, genießt in den deutschsprachigen Ländern aber weniger Aufmerksamkeit. Woher diese Diskrepanz ?

Kampmann: In der Tat ist Alliance Laundry Systems in Deutschland, Österreich und der Schweiz, kurz der D-A-CH-Region, sowie in Skandinavien weniger bekannt. Die Erklärung dafür ist einfach: In diesen Märkten gibt es sehr starke Heimspieler, die seit vielen Jahren erfolgreich und entsprechend positioniert sind.

WRP: Und das will Alliance Laundry Systems nun ändern ? Warum jetzt ?

Kampmann: Bereits vor rund zehn Jahren entwickelte Alliance Laundry Systems eine Strategie, um auch außerhalb des nordamerikanischen Heimatmarktes erfolgreich zu wachsen. Bis dahin hatte sich das Unternehmen mit seinen Produkten auf diesen Markt konzentriert. Und das mit tollen Ergebnissen: Je nach Segment erreichte Alliance Laundry ­Systems Marktanteile zwischen 60 und 70 Prozent.

Aber in einem solchen Markt ist weiteres Wachstum sehr schwierig.

Also begann man, den Fokus auf internationale Märkte zu legen. Alliance Laundry Systems machte Analysen, stellte Fahrpläne auf. Natürlich hat man sich zunächst mit den geographisch näheren Märkten wie zum Beispiel Lateinamerika oder auch der asiatischen Region beschäftigt. Und natürlich ist eine Marktentwicklung in einem Land einfacher beziehungsweise erfolgversprechender, wenn man dort als Unternehmen schon Vertriebswege besitzt, schon mit starken Partnern zusammenarbeitet, für diesen Markt genau die richtigen Produkte im Portfolio hat oder dort die Wettbewerbssituation wenig ausgeprägt ist. Genau deshalb sind in diesem Strategieplan Skandinavien und die D-A-CH-Region erst einmal nach hinten gerutscht – weil hier sehr starker Wettbewerb herrscht.

Im Zuge der Ausrichtung auf die internationalen Märkte hat Alliance Laundry Systems auch geprüft, ob man mit den hauseigenen Marken Huebsch, Speed Queen und Uni Mac weltweit erfolgreich sein kann oder ob nicht besser auf lokale Marken gesetzt werden sollte – gerade in den anspruchsvollen Märkten in der D-A-CH-Region und den skandinavischen Ländern. Also erwarb Alliance Laundry Systems zwei weitere Marken und übernahm sie ins Portfolio: Vor rund acht Jahren Ipso, Primus vor circa drei Jahren. So gewann das Unternehmen europäische Standorte, ein Stück weit ein europäisches Vertriebsnetz und auch kompetente Mitarbeiter, die den Markt gut kennen.

Mit den Investitionen in diese beiden Marken bekamen die Pläne von Alliance Laundry Systems in der D-A-CH-Region und in Skandinavien eine neue Geschwindigkeit. Und jetzt wollen wir dies weiter forcieren.
WRP: Wie soll das angestellt werden ?

Kampmann: Wir wollen die Präsenz von Alliance Laundry Systems in diesem Markt weiter steigern. Deshalb haben wir in 2016 angefangen, die Organisation und die Strukturen weiter auszubauen. Im Laufe des letzten Jahres wurde die Alliance Laundry Systems Germany gegründet. Gleichzeitig startete die Suche nach einem Standort für eine Niederlassung. Dieser ist mittlerweile in der Nähe von Stuttgart gefunden und die Baumaßnahmen laufen. Im März oder April im nächsten Jahr wird alles fertig sein und der Standort offiziell eröffnet.

Auf rund 1.000 Quadratmeter Fläche werden ein Ausstellungsraum für Maschinen der Marken Ipso, Primus, Uni Mac und Speed Queen sowie ein Backoffice untergebracht. Außerdem gibt es ein großes Service- und Trainingscenter nicht nur für unsere Kunden, sondern auch für unsere Vertriebs- und Servicepartner. Wir müssen nicht nur gute Produkte mit wettbewerbsfähigen Preisen liefern, sondern auch einen optimalen Support. Dazu gehört neben einem verlässlichen und qualifizierten technischen Service auch eine umfassende und kompetente Beratungsleistung. Mit entsprechenden Qualifizierungsangeboten werden wir unsere Vertriebs-und Servicepartner dabei unterstützen.

Natürlich steht unser Niederlassungsteam auch für Kundenanfragen bereit. Auch zum Beispiel für schnelle Auskünfte, wenn es mal ein technisches Problem geben sollte. Übrigens stellt Alliance Laundry Systems auf YouTube eine Vielzahl von Ratgebern zur Technik aber auch zu Verfahren wie der Nassreinigung ein.

Alliance Laundry Systems investiert viel Geld in diese Niederlassung. Wir freuen uns darauf. Schließlich ist es auch eine Botschaft des Unternehmens, welche Bedeutung jetzt diesem Markt beigemessen wird.

WRP: Also wird Alliance Laundry Systems in der D-A-CH-Region mit den Marken Ipso und Primus sowie Uni Mac und Speed Queen vertreten sein ?

Kampmann: Das ist richtig. Ipso und Primus sind im hiesigen Markt schon etabliert. Dafür hat unter anderem die Firma Treysse in Wangenheim gesorgt, die seit vielen Jahren für die Marke Ipso den zentralen deutschlandweiten Vertrieb sowie Service gewährleistet. Fragmentierter stellt sich dieser Markt für die Marke Primus dar. Wir arbeiten hier schon mit starken Partnern zusammen, sind dabei aber ein bisschen nordlastig. Das Konzept mit regional starken Händlern soll für Primus weiter vorangetrieben werden, so dass auch dieses Sortiment mitsamt Service bundesweit vertreten sein wird.

Mit den Speed Queen SB-Waschsalons wurde in den USA und Kanada ein neuer Markt definiert. Diese Initiative hat man auch nach Europa übernommen und ist damit mittlerweile sehr erfolgreich. In den letzten beiden Jahren wurden über 200 SB-Waschsalons ausgestattet. Das Angebot ist eine Komplettlösung – von der Maschinenausstattung bis hin zum Ladendesign mit Krabbelecke und WLAN.

Mit diesem Paket sind wir in Spanien, Italien und federführend in Frankreich sehr stark, hier unterhalten wir eigene Vertriebsbüros. Erste Erfolge mit unseren Speed Queen-Waschsalons haben wir auch in Deutschland. Auch in Zukunft wird die Marke Speed Queen in Europa ausschließlich für das Geschäft mit coin operations zuständig sein.

Uni Mac als Marke ist in Europa schon sehr bekannt. Wir möchten die Maschinen dieses Brands gerade in den großen industriellen Wäschereien weiter etablieren. Die dafür vorgesehene Maschinenserie umfasst niedertourige Waschmaschinen mit einem trotzdem sehr hohen g-Faktor und Kapazitäten bis 180 Kilogramm. Für mich sind es richtige Arbeitstiere, wir konnten auch schon einige im hiesigen Markt platzieren.

Aktuell sind wir dabei, sowohl für Uni Mac als auch Speed Queen Vertriebs- und Servicepartner zu selektieren.

WRP: Welche Kunden werden mit dem Ipso- und den Primus-Sortiment adressiert ?

Kampmann: Unsere Kunden für Ipso- und ­Primus-Produkte sind Gebäudereiniger und der ganze Care- und Reha-Bereich. Außerdem sind die Maschinen in Hotels und auf Kreuzfahrtschiffen erfolgreich. Natürlich gehören zu unseren Kunden auch gewerbliche Wäschereien. Wir haben Primus-Maschinen erstmals in einigen deutschen Standorten eines großen europäischen Textilservice-Unternehmen eingerichtet. In diesen Betrieben stehen bis zu 40 Durchlademaschinen in einer Reihe.

WRP: Wenn ein Unternehmen mit mehreren Marken in einen Markt geht, kann es zwischen ihnen zu Wettbewerbssituationen kommen.

Kampmann: Das kann passieren. Für Alliance Laundry Systems sind im europäischen Markt vor allem die Marken Primus und Ipso wichtig. Wir versuchen, jedes Brand in entsprechende Vertriebswege zu kanalisieren – auch mit Produktdifferenzierungen beziehungsweise -spezifizierungen. So vermeiden wir einen hausinternen Wettbewerb.

Jeder Vertriebs- und Servicepartner vertritt immer nur ein Brand aus dem Portfolio von Alliance Laundry Systems. Aus unserer Perspektive findet der Wettbewerb eher auf der Ebene mit anderen Marktteilnehmern statt.

WRP: In der europäischen Textilpflegebranche schreitet die Konzentration weiter voran – jüngst auch länderübergreifend. Was bedeutet das für einen Wäschereimaschinen-Hersteller, was muss er leisten ?

Kampmann: Gerade große Übernahmen wie vor kurzem die von Berendsen durch Elis setzen andere Marktteilnehmer wieder unter Zugzwang – das gilt auch für einen Lieferanten wie Alliance Laundry Systems. Diese internationalen Einheiten – das können europaweite Textilservice-Unternehmen, Gebäudereiniger und auch Hotelketten sein – verlangen länderübergreifend nur einen einzigen Ansprechpartner. Das stellt auch neue und komplexe Anforderungen an das Key-Account Management. Zum Beispiel muss ein zentraler Vertrag auf Länder mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen – gesetzliche Bestimmungen, Lohnkosten, Mehrwertsteuer etc. – herunter gebrochen werden.

Grundsätzlich kommen uns diese Konzentrationsprozesse auf der Kundenseite auch ein bisschen entgegen. Wir sind in vielen Ländern sehr gut aufgestellt. Für diese großen Kunden sind wir auch durch unser umfangreiches Maschinenprogramm – hier vertreten mit den Marken Uni Mac und Primus – ein ernst zu nehmender Partner.

WRP: Für was steht Alliance Laundry Systems heute, wie würden Sie die Philosophie des Unternehmen definieren beziehungsweise beschreiben ?

Kampmann: Der Leitsatz von Alliance Laundry Systems lautet: „Laundry is all we do!“ Dieser betont also, dass wir uns ausschließlich auf diese Branche konzentrieren. Wir machen keine Haushaltsgeräte, wir haben keine Großküchentechnik im Programm – unser Fokus ist voll auf Wäschereien, alle unsere Investitionen sind darauf ausgerichtet. Das gilt auch für unsere weltweit 3.000 Mitarbeiter, die sich jeden Tag mit dem Thema Wäscherei beschäftigen.

WRP: Welche Trends beobachten Sie aktuell im hiesigen Markt und international ?

Kampmann: Auf Kundenseite gehen die Konzentrationsprozesse weiter voran – darüber hatten wir schon gesprochen. Ein weiterer Trend, das stellen nicht nur wir fest, ist das Insourcing. Immer mehr Alten- und Pflegeheime denken zumindest darüber nach, ob sie die Wäsche, die sie an einen externen Dienstleister herausgegeben haben, wieder ins Haus holen und dafür eine Inhouse-Wäscherei einrichten. Diese Frage stellen sich auch Kommunen, Landkreise und Städte. Warum viel Geld für eine externe Dienstleistung ausgeben, zum Beispiel für die Wäschepflege, wenn es auch in Eigenregie gemacht werden kann ? Dafür sprechen ökonomische Gründe, eine hohe Verlässlichkeit und auch ökologische Motive – weil Wäsche nicht hin und her transportiert werden muss. So können hauswirtschaftliche Prozesse in Eigenregie auch Vorteile bieten im Wettbewerb um Bewohner mit anderen Häusern.

WRP: Die externen Dienstleister führen dann unter anderem ihre Kompetenz bei der Wäschepflege an. Wie wird in einer solchen Inhouse-Wäscherei eine hohe Qualität gewährleistet ?

Kampmann: In einer Inhouse-Wäscherei sind die Prozesse dank ausgeklügelter Maschinen und Verfahren, der Trennung in reine und unreine Seite und zuverlässiger Dosierung der Waschchemie etc. schon sehr sicher. Das zusammen gewährleistet ein sehr gutes Waschergebnis – auch wenn ein weniger qualifizierter Mitarbeiter die Wäschepflege im Haus verantwortet.

Eine Inhouse-Wäscherei benötigt auch nicht zwingend mehr Personal. Schon bei einem externen Dienstleister findet die Wäschesortierung im Haus statt. Genauso wird die Logistik zurück bis aufs Zimmer vom Personal erledigt. Dieser Aufwand wird nicht dem externen Dienstleister in Rechnung gestellt, sondern intern verrechnet.

WRP: Im Health- und natürlich auch im Care-Markt wird das Thema Hygiene immer wichtiger...

Kampmann: Das ist richtig. Immer wieder bestimmen Hygieneprobleme, oft in den Krankenhäusern, die Schlagzeilen. Deshalb sind nach RKI-Vorgaben Einrichtungen mit mehr als 400 Betten verpflichtet, Fachkräfte wie Krankenhaushygieniker, eine Hygienefachkraft, einen hygienebeauftragten Arzt und eine hygienebeauftragte Pflegekraft zu beschäftigen.

Diese Regelungen spielen natürlich auch uns Hersteller in die Karten, unsere Kunden bei diesen Hygieneaufgaben mit entsprechenden Lösungen zu unterstützen. Alliance Laundry Systems hat für den Health- und Care-Markt unter anderem Hygiene-Waschschleudermaschinen mit Kapazitäten von 18 bis 180 Kilogramm im Sortiment.

Ein spezifisches Feature unserer Primus-Maschinen in einer Inhouse-Wäscherei im Care-Bereich ist die so genannte Cascade Trommel. Sie garantiert nicht nur eine sehr textilschonende Wäschebearbeitung, sondern auch bei stark kontaminierten Textilien ein sehr gutes Ergebnis. Übrigens ist für diese besonders delikaten Anforderungen auch unser Nassreinigungssystem Softwash bestens einsetzbar.

Wir haben um diese Maschinentechnik herum ein komplettes Hygienesystem entwickelt. Zum Beispiel wird hier spezifiziert, wie man hygienegebundene, hauseigene Wäschereien einrichtet, so dass sie jeden Tag ein optimales Ergebnis liefern können. Mit Barriere-Waschmaschinen, sie machen eine physische Trennung in Bereiche für saubere und verschmutzte Wäsche möglich, werden schon eine Reihe von Risikofaktoren wie zum Beispiel Kreuzkontaminationen minimiert.
In diesem Hygienesystem werden nicht nur die diesbezüglichen innerbetrieblichen Fragen betrachtet, sondern weiter auch die Logistik vom Kunden und wieder zurück und wie die Trennung der Wäsche im Pflegeheim gewährleistet werden kann. Schließlich gewährleistet unsere Trace-Tech Netzwerk Software in diesem System, dass alle Parameter bei jedem Waschzyklus überwacht und aufgezeichnet werden und dadurch eine vollständige Konformität mit sämtlichen Hygienestandards sicher gestellt wird.

WRP: Sie hatten schon beschrieben, dass Alliance Laundry Systems hierzulande in den nächsten Jahren seine Marken Ipso, Primus, Uni Mac und Speed Queen weiter forcieren möchte. Welche weiteren Ziele hat das Unternehmen, wo möchte man in zehn Jahren stehen ?

Kampmann: Alliance Laundry Systems ist weltweit ein absolut erfolgreicher und seriöser Spieler. Das möchten wir auch im deutschen Markt zeigen. Wir wissen, bis dahin sind noch jede Menge Hausaufgaben zu erledigen. Wir sind der Herausforderer. Aber es gibt einen Plan und wir haben die finanziellen Mittel sowie die richtigen Produkte. Wenn wir das richtig ein- und umsetzen, dann bin ich fest davon überzeugt, dass wir unsere aktuelle Situation in diesem Markt nachhaltig verbessern werden.

Interview aus WRP 12-2017