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Vega Systems

„Wir wollen wesentliche Marktanteile in Deutschland und weltweit gewinnen“

Der Komplettausrüster für Wäschereien Vega Systems Group wächst weiter. Seit Ende 2013 gehört die Vega Systems Wash Technology Germany zur Gruppe, im letzten Jahr hatte man mit NWT Wäschereitechnik in Lauenburg fusioniert. Wir sprachen mit Bernd Thielen, Direktor Vega Germany, Badem, und Ad van Geffen, Geschäftsführer Vega Niederlande, über Marktanforderungen und die Ziele der Gruppe.

Bernd Thielen
Bernd Thielen ist Direktor bei Vega Systems Wash Technology Germany. Das Unternehmen gehört seit Ende 2013 zur Vega Systems Gruppe. Thielen ist Elektromeister, verheiratet und hat zwei Kinder. Er kann mittlerweile auf über 25 Jahre Erfahrung im Wäschereimaschinengeschäft zurückblicken. Seine erste Firma für Wäschereiausstattung gründete er im Jahr 2000.
Ad van Geffen
Ad van Geffen ist Geschäftsführer Vega Systems Niederlande. Er gründete das Unternehmen im Jahr 2001 zusammen mit Eugène van Vuigt. Seit 2003 komplettiert Mo Bufus als dritter Teilhaber das Vega-Managementteam.
Die Vega Systems Group entwickelt und produziert alle Produkte vom Waschen bis zum Finish der Flachwäsche.
Alle Produkte für den Nassbereich werden in Deutschland entwickelt.
Service steht für das ganze Vega-Team an allererster Stelle.
WRP:Die Firma Vega Systems Wash Technology Germany gehört seit Ende 2013 zur Vega Systems Group. Welche Aufgaben und Ziele hat das Unternehmen innerhalb der Gruppe ?

Bernd Thielen: Vega Germany ist verantwortlich für die Wash Technology, also die Waschtechnologie, in der Vega Systems Group. Unsere Hauptaufgaben sind die Entwicklung, die Herstellung und der weltweite Vertrieb sowie Service der Vega Waschsysteme, inklusive der Logistik bis zum Finishbereich. Außerdem ist Vega Germany für den Vertrieb und Service der kompletten Produktpalette der Vega Group in Deutschland zuständig.

WRP:Welche rechtliche Beziehung besteht zu Vega Systems in den Niederlanden ?

Ad van Geffen: Vega Systems Niederlande ist Hauptgesellschafter der Vega Systems Wash Technology Germany.

WRP:Welches Sortiment bietet Vega Systems heute seinen Kunden an ?

van Geffen: Die Vega Systems Group entwickelt und produziert alle Produkte vom Waschen bis zum Finish der Flachwäsche. In der Vergangenheit gab es Joint Ventures mit anderen Herstellern, zum Beispiel für die Mangeln. Seit einem Jahr kommen alle Produkte komplett aus eigener Herstellung. Das konnten Besucher auf unserem Messestand auf der Texcare International in Frankfurt begutachten, zum Beispiel bei unseren neuen gas- und dampfbeheizten Mangeln.
WRP:Wo werden die Produkte von Vega entwickelt und hergestellt ?

Thielen: Alle Produkte für den Nassbereich wie Waschstraßen, Pressen, Zentrifugen und Trockner werden in Deutschland entwickelt. Die Produktion dieser Maschinen passiert zum großen Teil in Deutschland. Um unseren Kunden ein hochentwickeltes, zuverlässiges und preislich interessantes Produkt anbieten zu können, fertigen wir lohnintensive Teile in unserem Werk in Thailand. Das Werk ist eine 100-prozentige Tochter der Vega Systems Wash Technology Germany. Es wird von einem deutschen Management geleitet, das den technischen und kaufmännischen Bereich verantwortet. So können wir die hohen Qualitätsansprüche, die wir selbst an uns stellen, gewährleisten. Alle Produkte für die Flachwäsche werden in den Niederlanden entwickelt und hergestellt.

WRP:Im letzten Jahr hatte Vega Systems mit NWT Wäschereitechnik in Lauenburg fusioniert. Warum dieser Schritt und wie hat sich seitdem die Zusammenarbeit entwickelt ?

van Geffen: Durch die Fusion mit NWT stärken wir unsere Position im Flachwäschebereich in Deutschland. Wir als Vega Systems sind unter anderem auf Eingabe-, Falt- und Frotteefaltmaschinen sowie Förderanlagen spezialisiert. NWT ergänzt dieses Portfolio mit seinen Eingabe- und Faltmaschinen, Mangeln, automatisierten Rollhandtuchbearbeitungsmaschinen und Transportbandsystemen ideal.

Von den innovativen Lösungen, die von den NWT-Produkten in die Vega-Linie einfließen, werden alle unsere Produkte profitieren. Wir sind überzeugt, dass wir durch optimierte Fertigungsprozesse und das zusätzliche Know-how für unsere Kunden noch attraktivere Lösungen für alle Betriebsgrößen und Einsatzzwecke anbieten können.

Zum 1. Oktober 2015 wurden die Vertriebs- und Serviceaktivitäten sowie die Produktionsprozesse zusammengelegt. Alle Flachwäsche-Bearbeitungsmaschinen werden in Oss produziert. Der deutsche Markt wird von Vega Germany betreut. Lauenburg verstärkt als Vertriebs- und Konstruktionsstandort die Vega-Group.

WRP:Wie ist Vega Systems Wash Technology in Deutschland heute aufgestellt ? Wie sind Vertrieb, Service, Beratung organisiert ?

Thielen: Service steht für das ganze Vega-Team in Deutschland an allererster Stelle. Jeder lebt unsere Philosophie: Ein guter Service garantiert den nächsten Verkauf. Unser Serviceteam in Deutschland besteht mittlerweile aus neun Servicetechnikern. Sie stehen unseren Kunden rund um die Uhr an sieben Tage in der Woche zur Verfügung.

Seit mehr als zwei Jahren leitet Frank Weimbs unser Kundendienstteam. Er betreut die Service-Hotline und berät und unterstützt unsere Kunden telefonisch bei der Störungsanalyse und -beseitigung. Mit Frank Weimbs steht ihnen ein qualifizierter Fachmann zur Seite – auch am Wochenende und an Feiertagen. Frank Weimbs arbeitete mehr als 18 Jahre lang als technischer Leiter und Betriebsleiter in einer Großwäscherei mit mehr als 35 Tonnen Tagesleistung. Er kennt nicht nur unsere Maschinen sehr genau, sondern weiß aus eigener Erfahrung um die Dringlichkeit einer schnellen Problemlösung, wenn in einer Wäscherei Technik steht beziehungsweise nicht ordentlich arbeitet. In vielen Fällen sind es nur Kleinigkeiten, die schnell schon durch unsere Service-Hotline geklärt werden können.

Zudem verfügen alle unsere Anlagen heute über eine Internetverbindung, sodass auch unsere Softwareentwickler rund um die Uhr online zur Verfügung stehen.

Unsere Firma ist erfolgreich. Wir suchen kontinuierlich nach neuen Mitarbeitern, idealerweise schon mit Erfahrung aus der Wäschereibranche. Seit einigen Jahren bilden wir in unserem Betrieb Elektriker und Mechatroniker aus, die zusätzlich in Richtung Kundendienst weiter qualifiziert werden. Auch in Zukunft werden wir unseren Kunden einen schnellen, qualifizierten und kundenorientierten Service bieten können – so wie es unsere Stammkunden seit mehr als 16 Jahren gewohnt sind.

Natürlich werden wir unser Kundendienstnetz in Deutschland weiter ausbauen. Der Norden wird schon über unser Vertriebs- und Service-Stützpunktbüro in Lauenburg versorgt, wir können also auch regional sehr schnell in Baden-Württemberg und Bayern reagieren. Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen und Nordrhein-Westfalen betreuen wir aus unserem Werk in Badem.

Unser vierköpfiges Vertriebsteam in Deutschland wird geleitet von Holger Fürus. Sehr wichtig ist uns eine praxisorientierte Beratung. Deshalb setzen wir auch im Vertrieb auf Mitarbeiter, die nicht nur eine technische Ausbildung, sondern eben auch über sehr viel Erfahrungen in einem Wäschereibetrieb besitzen. Zum Beispiel ist Patrick Zapf seit eindreiviertel Jahren in diesem Bereich für uns tätig. Vorher hat er acht Jahre lang als technischer Leiter und Produktionsleiter in einer Großwäscherei gearbeitet.

Auch für unseren Vertrieb sind wir immer auf der Suche nach neuen, entsprechend qualifizierten Kollegen.

WRP:Was zeichnet Vega Systems Wash Technology heute aus ?

Thielen: Ich denke, dass sich Vega Wash Technology Germany durch die mittelständische Unternehmensstruktur von anderen Herstellern im Markt unterscheidet. Wir haben kurze Entscheidungswege und besitzen ein Höchstmaß an Flexibilität. Wir sorgen für optimale ganzheitliche Lösungen für unsere Kunden. Mit einem vollständigen Portfolio hat sich Vega Germany als zuverlässiger Partner für komplette Wäschereilösungen etabliert.
Schon bei der Konzeption und Konstruktion der Technik wird die Praxis des Wäschereialltags berücksichtigt. Unsere Anlagen werden immer weiter entwickelt und optimiert, um unseren Kunden das bestmögliche Produkt zu liefern – unter Berücksichtigung der hohen Produktqualität, der Anschaffungskosten, Prozesssicherheit, Energiekosten und Wartungsfreundlichkeit.

Als Beispiel nenne ich unser Waschsystem. Die Waschstraße liefert bei kurzen Zykluszeiten und einem Frischwassereinsatz von weniger als 2,5 Liter pro Kilogramm Wäsche ein sehr gutes Waschergebnis mit sehr guten Weißgrad- und Reißkraftwerten. Unsere Hochdruckpresse, eine Rahmenpresse, arbeitet mit einem Druck von bis zu 63 bar. Sie erreicht bei einer Waschstraßen-Taktzeit von 90 Sekunden eine Restfeuchte von weit unter 40 Prozent bei 35 Sekunden vollem Druck auf die Wäsche – und dies bei schwerem Frottee von 550 Gramm/Quadratmeter. Das erfordert eine sehr robuste Konstruktion, die gleichzeitig eine hohe Verfügbarkeit sowie hohe Einsatzzeiten gewährleistet.

WRP:Als Ausrüster haben sie Einblicke in verschiedenste Wäschereien. Welche Anforderungen stellen sie aktuell in den Betrieben fest ?

Thielen: Als Hersteller sieht man sich einen ganzen Anforderungskatalog gegenüber. In den Wäschereien gibt es Dauerthemen wie das Energiesparen oder die Bedienerfreundlichkeit der Technik. Immer wichtiger werden die Prozesssicherheit und die Maschinenverfügbarkeit. Ein Grund ist, dass Maschinen heute durch längere Einsatzzeiten höheren Belastungen ausgesetzt sind. Und die Betriebe legen bei ihrem Ausrüster großen Wert auf Service und Beratung.

Bei der Vega-Technik wird auf hochwertige Materialien und langlebige Bauteile gesetzt. Ein wichtiges Stichwort in diesem Zusammenhang ist auch die Wartungsfreundlichkeit. Zum Beispiel sind bei unseren Maschinen elektrische und mechanische Bauteile einfach auszutauschen, wenn möglich werden Normteile verbaut. Die Pumpen in der Waschstraße besitzen eine Steckerverbindung, um einen schnellen Wechsel auch ohne Elektriker möglich zu machen. Bei unserer Presse kann die Membrane in rund 12 Minuten ausgetauscht werden.

WRP:Welche Bedeutung hat die innerbetriebliche Logistik heute in den Wäschereien ?

Thielen: Der Bereich Logistik ist erst spät in den Fokus der Betriebe gerückt. In der Vergangenheit spielte dieses Thema keine große Rolle: Man legte die Wäsche von Hand, fuhr mit den Teilen im Wäschewagen von A nach B usw. Nach dem Motto: Wir haben das schon immer so gemacht. Heute ist die innerbetriebliche Logistik durch den Kostendruck in den Wäschereien immer mehr in den Fokus gerückt.

WRP:Und Vega Systems kann auch beim Thema Logistik die Lösungen liefern, um eine Wäscherei in dieser Hinsicht zu optimieren ?

Thielen: Genau. Als Komplettausrüster für Wäschereien müssen wir auch bei dieser Aufgabenstellungen sehr leistungsstark sein. Wir haben zum Beispiel Hängebahnen für die unreine und reine Seite sowie unterschiedliche Zuführ- und Transporttechniken für die Wasch-, Trockner- oder Finishabteilungen. Zu unserem Portfolio gehören einfache kostengünstige Sortiereinrichtungen, aber auch komplexe Sortierstände, Lösungen für das Vereinzeln der Wäsche mittels eines Pickers vor den Eingabemaschine oder auch der Transport der Wäsche über leistungsstarke Saugzugsysteme.

Wenn man einmal berechnet, wie viel Zeit und letztlich Geld unproduktive Nebenzeiten kosten, schärft dies automatisch den Blick auf dieses Thema. Schließlich zahlt der Wäschereikunde für das Holen, Waschen und Bringen der Wäsche. Wie oft dabei ein Teil in die Hand genommen werden muss, ist für den Preis überhaupt nicht relevant. Aber je weniger dies passiert, um so effektiver ist dieser Prozess.

Wir sehen in den Wäschereien noch einen beträchtlichen Optimierungsbedarf im Bereich Logistik. Wir schätzen, dass man zwischen 5 bis 10 Prozent an Personal einsparen kann, wenn man die Logistik in den Betrieben weiter verbessert. Man muss hier natürlich zwischen Lohnwäschereien mit vielen kleinen Posten und Mietwäschereien mit immer gleichen Portfolio unterscheiden. Bei beiden sind höhere Automatisierungsgrade möglich, aber in unterschiedlichen Ausprägungen, die mit unterschiedlichem Aufwand realisiert werden müssen.

Nicht vergessen darf man beim Thema Prozessoptimierung den energetischen Aspekt: Wenn zum Beispiel in eine Mangel Teil an Teil stetig eingegeben werden kann, erhöht dies natürlich die Leistung. Aber man muss für dieses Leistungsplus nicht mehr Energie einsetzen.

WRP:Die Optimierung der Prozesse durch ihre Verstetigung beziehungsweise die Minimierung von Nebenzeiten durch die Verbindung von Prozess- und Datenfluss war auch ein wichtiges Thema auf der Texcare International in diesem Jahr. Welche Bedeutung hat dieses Thema, das auch unter dem Begriff Industrie 4.0 firmiert, bei Vega ?
Thielen: Wir setzen auf das leistungsstarke Aprol Betriebsleitsystem von der Firma B&R. Eine Wäscherei entwickelt sich im Laufe der Jahre weiter, damit verändern sich auch ihre Strukturen und Prozesse. Es kommen neue Maschinen, es gibt neue Anforderungen. Umso wichtiger ist es für diesen Betrieb, ein System zu besitzen, das sich diesen neuen Bedingungen anpassen kann und flexibel ist. Es muss mit den Anforderungen wachsen können – unabhängig vom Hersteller der Maschinen. Unser Betriebsleitsystem verfügt über alle wichtigen Schnittstellen, die in der Automatisierungstechnik verwendet werden. Man kann es somit unabhängig vom Hersteller einsetzen und erweitern.

Erstaunlicherweise ist die Wäschereibranche hier noch wie ein Entwicklungsland anzusehen. Zum Beispiel in der Automobilindustrie wie auch in vielen anderen Branchen gelten seit Jahrzehnten Standards, mit welchen Schnittstellen ein Maschinenhersteller seine Technik ausliefern muss.

Heute sollte jeder Wäschereibetrieb, ob klein oder groß, über ein solches Betriebsleitsystem verfügen. Es steuert den Prozess, dokumentiert und optimiert ihn. Jedoch scheitert es daran, dass dies von den großen Herstellern in der Branche nicht gewünscht wird und die Wäschereiindustrie keine Standards aufsetzt.

Mit der Folge, dass das Nachrüsten eines solchen Systems sehr aufwändig ist. Jeder Maschinenhersteller muss die entsprechenden Schnittstellen und Protokolle zur Verfügung stellen, so dass viele Wäschereien sich vor dem Aufwand, den Diskussionen und vor allem vor den Kosten sträuben. Hier sind erst einmal Standards zu definieren, damit Industrie 4.0 nicht nur Maschinenherstellerbezogen eingesetzt werden kann.

Wir haben uns für Aprol von B&R entschieden, da es ein offenes System ist. Wir liefern es konfiguriert auf die aktuelle Maschinenausstattung und Anforderungen unseres Kunden aus. Ein solches System muss sich anschließend in der Praxis beweisen, es wird weiter angepasst. Dann hilft es dem Wäschereibetrieb mit seinen vielen Vorteilen, unter anderem um Kosten einzusparen.

WRP:Sind diese unterschiedlichsten Anforderungen aus den Wäschereien auch ein Grund, warum man heute als Hersteller beziehungsweise Lieferant eine Wäscherei komplett ausstatten können muss ?

Thielen: Nein. Wir sind Gesamtausrüster, um unseren Kunden möglichst alle Maschinen liefern zu können, die sie wünschen. Es gibt seit zehn Jahren einen Trend, der vorgibt, man muss als Wäscherei bei Investitionen in einen komplett neuen Betrieb oder in Erweiterungen alles aus einer Hand bekommen. Um uns diesen Markt nicht zu verschließen und weiter zu wachsen, sind auch wir diesen Weg zum Gesamtausrüster gegangen. Auch, um unseren weltweiten Vertretern ein komplettes Programm anbieten zu können.

Ich kann diesen Trend nicht ganz verstehen. Als Inhaber oder Verantwortlicher einer Wäscherei würde ich mich auf das Produkt, die Maschinen und nicht nur auf die Marke konzentrieren. Ich denke, ein Hersteller kann nicht in allen Bereichen der Beste sein.

WRP:Im Juni fand die Texcare International in Frankfurt statt. Welche Schwerpunkte hat die Vega Systems Group auf der Messe gesetzt ?

Thielen: Wir haben uns auf unserem Stand mit unserer ganzen Produktpalette – vom Hängebahnsystem, über Waschstraßentechnik bis hin zu Mangeln mit Eingabe- und verschiedenen Faltmaschinen – präsentiert.

Ein Schwerpunkt waren die neuen Produkte im Bereich der Waschtechnik. Zum Beispiel die Zentrifuge SmartSpin. Wir haben sie als Alternative zur Presse hinter der Waschstraße vorgestellt. Die Neuheit kann die Wäsche mit einem G-Faktor bis 800 zentrifugieren und mit einer realistischen Taktzeit ab 150 Sekunden bis zu 60 Kilogramm Wäsche bearbeiten.

Im Trocknerbereich gab es unsere neuen energieoptimierten Produkte zu sehen. Sie besitzen unter anderem jetzt eine prozessabhängige Software. Diese optimiert während des Trockenprozesses die Abluftmenge über den frequenzgesteuerten Lüfter je nach Trockengrad der Wäsche.

Die Besucher konnten sich außerdem über ein Hängebahn-Konzept als Option zu den Beladebändern für Waschstraßen informieren. Damit geben wir kleineren und mittleren Wäschereien die Möglichkeit, kostengünstig die Wäsche im unreinen Bereich zu lagern und somit Platz zu sparen. So können die Prozesse auch vor dem Waschen optimiert und eine kontinuierliche Produktion der Waschstraße auch während Pausenzeiten garantiert werden.

Die neue dampfbeheizte Muldenmangel Speed Power ist mit den Walzendurchmessern 1.200 Millimeter lieferbar. Es gibt sie als 1-, 2- oder 3-Roller und mit einer Arbeitsbreite bis zu 4.200 Millimeter. Ausgestattet ist die Mangel mit formstabilen Hodel Mulden. Wir liefern sie ab Werk mit frequenzgesteuerten Einzelantrieb je Walze. Um ein optimales Mangelergebnis zu erzielen, kann der Vorlauf je nach Wäscheart Programm gesteuert hinterlegt werden. Außerdem haben wir zur Optimierung des Energiebedarfs alle Speed Power Mangeln mit einer stufenlosen Dampfdruck- und Anpressdruckregelung ausgestattet. Die Walzenabsaugung ist feuchtigkeitsabhängig gesteuert, was den Energieverbrauch wesentlich optimiert.

Schließlich haben wir eine neue Schwertfaltmaschine vorgestellt. Sie ist in allen Faltungen mit der NWT/Peters Schwertfalttechnik ausgestattet und in der Lage, 4 Großteilartikel nach Größe automatisch zu sortieren. Die Stapeleinrichtung ist nicht seitlich an die Maschine angebaut, sondern in der Maschine integriert. Das spart Platz und der Maschinen­einsatz ist auch unter beengten Raumbedingungen möglich. Die Maschine ist für Großteile 1- oder 2-bahnig geeignet.

WRP:Welche Ziele hat Vega Systems in Deutschland und international ?

van Geffen: Unser Ziel ist es, mit unseren innovativen Produkten wesentliche Marktanteile in Deutschland und weltweit zu gewinnen.

Thielen: Deutschland ist unser Heimatmarkt, deswegen wollen wir hier weiter wachsen. Er ist nicht nur ein großer und deshalb wichtiger Markt, sondern nach wir vor ein Vorzeigemarkt der weltweiten Branche. Viele Innovationen passieren hier. Auch deshalb wollen wir unter anderem unser Engagement in Deutschland weiter ausbauen.

Interview aus WRP 09-2016