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Treysse Wäscherei- und Reinigungstechnik

„Wir sehen uns als Partner unserer Kunden“

Das Familienunternehmen Treysse in Wangenheim wurde 1991 von Eckhard Treyße als Handwerksbetrieb gegründet. Seitdem ist die Firma stetig gewachsen und tritt heute im Markt bundesweit mit den Marken Pony, Union und Ipso als Gesamtausrüster für gewerbliche Wäscherei- und Textilpflegebetriebe auf. Wir sprachen mit Treysse-Vertriebsleiter Alexander Kesselring, Paolo Fumagalli, Vorsitzender der Firma Pony, Gabriele Cuppini, Verkaufsleiter Union und David Vervaet, Regional Director Ipso für Nord- und Mittel-Europa über diese Partnerschaft und ihre Ziele.

Alexander Kesselring
Alexander Kesselring arbeitet als Vertriebsleiter im Unternehmen Treysse. Er ist 36 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Alexander Kesselring ist Diplom-Betriebswirt und seit 2008 im Unternehmen.
Paolo Fumagalli
Paolo Fumagalli ist Vorsitzender der Firma Pony Spa. Zusammen mit seinen beiden Schwestern ist er auch Eigentümer des Unternehmens. Er ist 46 Jahre alt, hat drei Kinder und engagiert sich mit Leidenschaft und Begeisterung für die Firma Pony. Paolo Fumagalli ist der Sohn von Angelo Fumagalli, Gründerpartner des Unternehmens.
Die Kooperation mit der Firma Treysse wird ein stetiges Wachstum und eine hohe Kundenzufriedenheit gewährleisten.
Das Treysse-Team zeichnet sich durch seine Dynamik, Kompetenz, schnelle Reaktion und Flexibilität aus.
Das Unternehmen Pony steht für professionelle Prozesse und Strukturen.
WRP:Seit einem Jahr arbeitet die Firma Treysse exklusiv in Deutschland mit dem italienischen Hersteller Pony zusammen. Wie kam es zu der Kooperation?

Alexander Kesselring: Für die Firma Treysse war der Hersteller Pony schon immer ein renommierter Lieferant für Bügel- und Finishtechnik, dessen Maschinenqualität hinlänglich bekannt ist. Bereits 2014 hatte uns Pony das erste Mal auf eine mögliche Kooperation angesprochen. Die Gespräche konkretisierten sich, und am 1. September 2015 vereinbarten beide Häuser die Exklusivvertretung im Vertriebs- und Servicebereich für Deutschland. Wir betrachten die Produktverstärkung mit der Marke Pony als sehr wichtig, um unsere Kunden mit einer zukunftsorientierten, effektiven und ökonomischen Bügel- und Finishtechnik versorgen zu können.

WRP:Was zeichnet die Firma Pony und ihre Produkte aus?

Alexander Kesselring: Das Unternehmen Pony steht für professionelle Prozesse und Strukturen. Wie die Firma Treysse ist auch Pony familiengeführt. Aus meiner Sicht passen deshalb beide perfekt zusammen. Unsere Zusammenarbeit ist partnerschaftlich. Dabei haben eine offene Kommunikation und gemeinschaftliche Lösungen Priorität, um den Kunden optimal betreuen zu können.

Die Produkte von Pony überzeugen durch ihre Verlässlichkeit, Verarbeitungsqualität, ihre individuellen Einsatzmöglichkeiten und ihre Ergebnisse in den Finishprozessen. Für jeden Anspruch gibt es eine optimale Lösung. Alle Maschinen erfüllen gänzlich die Anforderungen des deutschen Marktes. Wir sind mit den Produkten sehr zufrieden und können uns auf Pony jederzeit verlassen, wenn es um schnelle Lösungen bei technischen Problemen geht.

WRP:Herr Fumagalli, Sie sind Vorsitzender und Miteigentümer der Firma Pony. Welche Vorzüge hat der Vertriebspartner Treysse aus Ihrer Perspektive?

Paolo Fumagalli: Die Firma Treysse ist von Eckhard Treyße gegründet worden. Schritt für Schritt und mit wohl überlegten Strategien sowie dem Engagement der gesamten Familie Treyße hat er die Firma zu einem sehr erfolgreichen Partner für die Textilpflegebranche entwickelt. Es ist ein Familienunternehmen. Dies ist nach unserer Meinung ein sehr wichtiger Aspekt. Denn ein Geschäftsführer, der für das eigene Unternehmen verantwortlich ist, zeigt im Vergleich zu Fremdmanagern mehr Einbindung und Kontinuität.

Seit dem Start unserer Zusammenarbeit im letzten Jahr zeichnet sich das Treysse-Team durch seine Dynamik, Kompetenz, schnelle Reaktion und Flexibilität aus. Dies wird dem Unternehmen sicherlich auch zukünftig helfen, seine marktführende Rolle in Deutschland mehr und mehr zu stärken.

Nicht zuletzt hat die Firma Treysse ihr Gesamtangebot spezialisiert, um ihre Kundschaft mit Standard-Finanzierungen oder auch maßgeschneiderten Lösungen zu unterstützen.

WRP:Wird die Pony-Technik von Treysse deutschlandweit vertrieben? Wie wird der Service der Maschinen geleistet? Gibt es Schulungen, um die Kunden in die Technik einzuführen?
Alexander Kesselring: Ja, wir vertreiben die Pony-Produkte in ganz Deutschland sowie in Österreich. Dabei sehen wir uns nicht nur als Maschinenlieferant, sondern als Dienstleister für unsere Kunden. Das unterstreichen wir durch unser komplettes Produktangebot und durch unsere Leistungen. Wir sehen uns als Partner unserer Kunden auf ihrem Weg in eine sichere und erfolgreiche Zukunft. Um dieser Philosophie gerecht zu werden, sind wir täglich bestrebt, unseren Service besser und besser zu machen. Getreu dem Motto: Service ist nicht alles, aber ohne Service ist alles nichts.

Deshalb verfügen wir deutschlandweit über ein flächendeckendes Servicenetz, das aus unseren fest angestellten Mitarbeitern sowie aus Partnern geknüpft wird. Speziell für die Textilreinigungsbranche haben wir den Servicebereich dezentralisiert. Mit selbstständigen, erfahrenen und professionell arbeitenden Partnern wurde jetzt ganz Deutschland besetzt, aufgeteilt in fünf Regionen. Damit erhalten die Textilreinigungen wieder verstärkt den schnellen, direkten und vertrauten Kontakt zum Servicepartner.

In den Treysse-Präsentations- und Schulungsräumen in Wangenheim steht eine umfangreiche Maschinenpalette für Vorführ- und Testgelegenheiten zur Verfügung. Das ist natürlich auch für die Einführung und Präsentation der Pony-Produkte eminent wichtig. Kunden können jederzeit die Maschinen vor Ort ausprobieren. Wir werden 2017 auch wieder verstärkt Seminare und Workshops im Bereich Nass-
reinigung, Bügeln oder Detachieren anbieten.

WRP:Wie hat sich die Zusammenarbeit von Treysse und Pony im ersten Jahr entwickelt?

Paolo Fumagalli: Es war von Anfang an eine Zusammenarbeit, die durch Transparenz, Begeisterung und Leidenschaft gekennzeichnet ist und die sofort mehr als positive Ergebnisse erzielte. Mit dem Unternehmen Treysse teilen wir die gleiche Philosophie. Beide Firmen setzen auf hohe Qualität, auf Seriosität und Engagement sowie einen verlässlichen Kundenservice. Diese Konstellation konnte nur zu einer sehr guten Marktreaktion führen. Wir sind stolz und vertrauen absolut darauf, dass wir in dieser Partnerschaft unsere gemeinsamen und ehrgeizigen Ziele erreichen werden.

Alexander Kesselring: Diesen Worten kann ich mich nur anschließen. Qualität, Verlässlichkeit und Service sind die Basis für unsere sehr starke Umsatzentwicklung im Bügel- und Finishbereich in Deutschland. Sowohl für Treysse als auch für Pony konnte der Umsatz in diesem Segment seit dem 1. September 2015 bis heute verdoppelt werden – gemessen am vergleichbaren Zeitraum im letzten Jahr.

WRP:Ein weiterer Treysse-Partner ist die Firma Union. Seit wann gibt es die Kooperation? Welche Produkte werden hierzulande angeboten?
Gabriele Cuppini: Die Zusammenarbeit zwischen Union und Treysse, so wie sie heute strukturiert ist, begann im Jahr 2010. Damals suchte die Firma Treysse einen Hersteller, der die Anforderungen der deutschen Kunden mit einer Reihe umfassender und innovativer Reinigungsmaschinen erfüllen konnte. Union liefert seine Produkte in mehr als 100 Länder. Seit vielen Jahren haben wir eine eigene fortschrittliche Abteilung für Forschung und Entwicklung. Und wir suchen den kontinuierlichen Dialog mit unseren Kunden in der ganzen Welt. So kann die Firma Union die unterschiedlichen Anforderungen in den verschiedenen Märkten aktuell aufnehmen und in Lösungen umsetzen.

Für den deutschen Markt werden Reinigungsmaschinen entwickelt, die nicht nur die Vorschriften auf Bundesebene, sondern auch lokale Bestimmungen erfüllen. Angeboten werden hierzulande Maschinenkapazitäten von 10 bis 40 Kilogramm. Wir können Maschinen für jedes auf dem Markt erhältliche Lösemittel liefern.

WRP:Das Treysse-Sortiment wird durch die Wäschereitechnik von Ipso komplettiert. Beide Partner arbeiten schon seit vielen Jahren zusammen. Welche Bedeutung hat diese Kontinuität für Ipso?

David Vervaet: Für uns als Lieferanten ist diese Kontinuität in der Geschäftsbeziehung sehr wichtig. Genauso wie für unseren Partner. Die Firma Treysse vertreibt Ipso-Maschinentechnik seit 1991 und dies wird im deutschen Markt auch in Zukunft so sein.

Die Philosophie von Treysse ist, Technik zu einem sehr guten Preis-Leistungs-Verfügbarkeits-Verhältnis anzubieten. Das heißt Maschinen, bei denen nicht nur das Preis-Leistungs-Verhältnis besonders günstig ist, sondern die durch die Konzeption, die Konstruktion und die verbauten Komponenten eine hohe Verfügbarkeit der Technik garantieren. Ipso steht für diese robuste und verlässliche Maschinentechnik, gleichzeitig für ein attraktives Design. Für uns ist die Firma Treysse ein perfekter Partner für die Exklusiv-Vertretung der Ipso-Wäschereimaschinentechnik in Deutschland.

WRP:Im letzten Jahr hat Ipso die neue IY-Waschmaschinen-Linie im deutschen Markt eingeführt. Wie ist es seitdem gelaufen?

David Vervaet: Die Einführung der neuen IY-Serie mit Beladekapazitäten von 6 bis 120 Kilogramm war ein voller Erfolg. Seit der Einführung Anfang 2015 wurden bereits über 1.000 Maschinen in Deutschland verkauft. Sie sehen, die Marktresonanz ist überaus positiv.

WRP:Welchen Stellenwert hat der deutsche Markt für sie als Hersteller?

Paolo Fumagalli: Der deutsche Markt ist ein kompetenter und aufmerksamer Markt, der auch eine besondere Pflege erfordert. Zugleich ist er großzügig, denn er gibt uns wertvolle Feedbacks. Diese Informationen setzen wir ein, um unsere Produkte stetig weiter zu verbessern.

Der deutsche Markt ist der Firma Pony auch besonders lieb und wichtig, da er von Angelo Fumagalli, Gründer des Unternehmens, persönlich betreut wurde. Und das schon seit den ersten Jahren unserer Tätigkeit. Heute hat die Marke Pony eine gute Anerkennung im deutschen Markt.

Gabriele Cuppini: Der Hersteller Union betrachtet den deutschen Markt und seine Kunden sehr aufmerksam. Hierzulande legt man sehr viel Wert auf die Qualität und die Zuverlässigkeit der Produkte. Deshalb wird jede unserer Reinigungsmaschinen vor der Auslieferung gut vorbereitet. Im Werk testen unsere Techniker intensiv die Maschinen, um eine optimale Funktion beim Kunden zu gewährleisten.

Deutsche Vorschriften unterscheiden sich in einigen Punkten von den europäischen Bestimmungen. Sie stellen in der Regel höhere Anforderungen bezüglich Umwelt und Betreiber. Das heißt, dass eine Reinigungsmaschine für den deutschen Markt mit einem höheren Fertigungsstandard produziert wird, als eine für ein anderes europäisches Land.

WRP:Wie sehen sie in der Partnerschaft mit der Firma Treysse als exklusive Deutschlandvertretung ihre Perspektiven im deutschen Markt?

Paolo Fumagalli: Dank der Organisation der Firma Treysse haben wir absolutes Vertrauen, dass unsere Präsenz auf dem deutschen Markt wesentlich wachsen wird.

Gabriele Cuppini: Die Firma Union hat sich aus verschiedenen Gründen für eine Zusammenarbeit mit Treysse entschieden. Zum Beispiel zeigt die Firma in den technischen und kommerziellen Beziehungen zu ihren Kunden eine hohe Professionalität und Verlässlichkeit. Deshalb war es unser Ziel, eine langfristige Beziehung zwischen unseren beiden Firmen aufzubauen. So wie sie Union seit vielen Jahren mit anderen Partnern in vielen anderen Ländern pflegt.

Wir glauben, dass die Entscheidung, auf die Firma Treysse als alleinigen Partner im deutschen Markt zu setzen, die absolut richtige war. Diese Kooperation wird ein stetiges Wachstum im deutschen Markt und eine hohe Kundenzufriedenheit gewährleisten.

WRP:Im Juni fand die Texcare International in Frankfurt statt. Welche Schwerpunkte hat das Unternehmen Treysse mit seinen Partnern auf der Messe gesetzt?

Alexander Kesselring: Wir waren auf allen drei Ständen unserer Hauptpartner vertreten, um das Komplettangebot optimal präsentieren zu können. Jeder unserer Hersteller konnte mit neuen innovativen Maschinen aufwarten, die von den Messebesuchern mit sehr großem Interesse begutachtet wurden.

Pony konnte beispielsweise mit dem neu entwickelten Hemdenfinisher EAGLE, der neuen Vertikal-Kragen-Manschetten-Presse SMART oder der Hosenpresse PANTAMASTER voll überzeugen. Diese Maschinen waren ein absoluter Besuchermagnet und wurden auf der Messe mehrfach verkauft.

Union präsentierte seine neue und einzigartige Reinigungsmaschine CLOUD. Sie überzeugte die Besucher mit einem Verbrauch pro Charge von etwa 3,5 kW/h und mit Chargenzeiten von etwa 30 Minuten. Außerdem verfügt Union jetzt über eine freistehende Reinigungsmaschine, die das Gesamtangebot ergänzt.

Bei Ipso konnten neue Entwicklungen bei Design und Steuerungen vorgestellt werden. Sie stießen auf sehr großes Interesse und positive Feedbacks bei der Kundschaft.
Für uns und unsere Partner war es eine extrem erfolgreiche Messe.

WRP:Welche Ziele hat das Unternehmen Treysse? Wo will man in zehn Jahren stehen?

Alexander Kesselring: Auf das stete Wachstum des Unternehmens sind wir natürlich stolz, wir werden uns aber nicht darauf ausruhen. Wir wollen in Zukunft weiterhin mit unseren Leistungen und mit unserem Produktportfolio immer attraktiver werden.

Für die Marken Pony, Union und Ipso übernimmt Treysse deutschlandweit die Betreuung – von der Planung bis hin zum After-Sales-Service.

Grundsätzlich wollen wir die Stellung, die wir uns in den letzten 25 Jahren erarbeitet haben, weiter ausbauen. Wir werden unsere stetige und nachhaltige Wachstumsstrategie weiter verfolgen und dabei weiterhin die Zufriedenheit unserer Kunden in den Mittelpunkt stellen. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, hat sich die Firma Treysse bereits in vielen Bereichen verstärkt.

Für uns gilt auch in Zukunft das Motto: Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein. Unsere Ziele ergeben sich schon aus den Investitionen, die wir in den letzten Jahren getätigt haben. Wir haben unser Firmengebäude vergrößert, zusätzliche Ausstellungs- und Lagerflächen geschaffen sowie in Personal investiert. Natürlich müssen solche Investitionen in einer Marktfestigung und in einer entsprechenden Umsatzentwicklung sichtbar werden.


Interview aus WRP 07-2016