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Pellerin Milnor, New Orleans

Wir wollen die Marke Milnor wieder mehr ins Branchenbewusstsein rücken

Das neue zentrale Milnor Maschinenlager für Europa bei Ott Wäschereitechnik in Heede wird im 12. Juni 2015 offiziell eröffnet. Sehr schnelle Lieferzeiten und die Möglichkeit, die Waschtechnik des US-amerikanischen Herstellers genau unter die Lupe nehmen zu können, sind die wichtigsten Vorzüge des neuen Lagers. Gleichzeitig nimmt Milnor mit dem neuen Angebot den hiesigen Markt wieder mehr in den Fokus. Darüber sprachen wir mit James W. Pellerin, Präsident und Inhaber der Pellerin Milnor Coperation, Yves Dabrowiecki, Milnor International in Brüssel und Florian Ott, Ott Wäschereitechnik, im Interview des Monats.

James W. Pellerin
James W. Pellerin ist seit 1983 Präsident der Pellerin Milnor Corporation. Die Firma wurde 1947 von Wilis A. und Norwin Pellerin gegründet. James W. Pellerin führt das Familienunternehmen in dritter Generation. Er studierte an der Universität Virginia und hat einen Abschluss in Maschinenbau. James W. Pellerin ist Vorstandsmitglied im nordamerikanischen Branchenverband Textile Rental Services Association (TRSA). Er ist das erste Mitglied, das zum zweiten Mal in den Vorstand gewählt wurde.
Yves Dabrowiecki
Yves Dabrowiecki studierte Sozial- und Militärwissenschaften an der Royal Military Academy in Brüssel, 2002 machte er seinen Master. Nach drei Jahren bei der Belgischen Luftwaffe wechselte er in die Wirtschaft. 2009 beendete er sein Studium der Betriebswirtschaft an der Universität in Brüssel. Anschließend arbeitete er als Abteilungsleiter der Luftfrachtabwicklung der Belgischen Luftwaffe. Yves Dabrowiecki verstärkt das Team von Milnor International seit 2012. Hier ist er für die Koordination des Milnor Dealer Networks in Europa zuständig.
WRP: In gut zwei Monaten wird das neue europäische Zentrallager für Milnor Maschinen eröffnet. Warum hat man dieses Lager eingerichtet?

Yves Dabrowiecki: In erster Linie schaffen wir durch unser Zentrallager für Milnor Maschinen ein attraktives Angebot für unsere Kunden in Deutschland und in ganz Europa. Wir können damit nicht nur die Lieferzeiten für unsere Maschinen drastisch reduzieren. In der Regel sind es jetzt ein bis zwei Tage nach Bestelleingang. Außerdem besitzen wir jetzt eine ausgezeichnete Basis, um am Standort in Heede zukünftig Schulungen für unsere Kunden und Partner direkt an den Maschinen anzubieten und durchzuführen. Wir sind sozusagen nicht mehr beschränkt auf die Theorie, sondern können in der Praxis aktuelle Themen an den Maschinen schulen. Und nicht zuletzt bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, sich die Maschinen vor Ort in Heede anzuschauen. Nach wie vor steht der Name Milnor für eine überragende Qualität. Wir laden jeden interessierten Kunden zu uns ins Zentrallager bei der Ott Wäschereitechnik ein, sich davon zu überzeugen.

James W. Pellerin: Es ist wichtig für uns zu unterstreichen, dass dieses Projekt langfristig angelegt ist. Wir haben in dieses europäische Zentrallager investiert, weil wir damit unseren Kunden und Partnern zeigen können, dass Milnor nach wie vor Maschinentechnik mit einer herausragenden Qualität und Zuverlässigkeit entwickelt und produziert. Das neue Zentrallager ist auch ein Ausrufezeichen, dass wir die Marke Milnor wieder mehr in das Bewusstsein der europäischen Textilpflegebranche rücken wollen.

WRP: Welche Maschinen sind in dem Zentrallager untergebracht?

Yves Dabrowiecki: Im Zentrallager ist die neue Milnor MWF-Serie komplett in allen Beladegrößen mit 27, 45, 63 und 77 Kilogramm verfügbar und damit sofort lieferbar. Außerdem die Milnor 48040F7D mit einer Kapazität von 125 Kilogramm.

Florian Ott: Die Maschinenauswahl im neuen europäischen Zentrallager deckt nach unserer Meinung alle Kundenanforderungen ab, die man als Hersteller und Lieferant kurzfristig bedienen können muss. Maschinen mit größeren Kapazitäten sind in der Regel an Projekte geknüpft, die langfristig geplant werden. Deshalb fallen die längeren Lieferzeiten für diese Größen in den meisten Fällen nicht so sehr ins Gewicht.

WRP: Welche Bedeutung hat dieses europäische Zentrallager von Milnor für die Firma Ott? Wird sich damit auch das Leistungs-/Serviceangebot der Firma erweitern?

Florian Ott: Natürlich hat das Lager für die Firma Ott eine große Bedeutung. Wie alle anderen Milnor Händler in Europa profitieren wir von der schnellen Verfügbarkeit der Maschinen und damit kurzen Lieferzeiten für unsere Kunden. Bisher hat Milnor seine Maschinen auf Bestellung in den USA beziehungsweise im Werk in China gebaut und von dort weltweit ausgeliefert. Deshalb hatte zum Beispiel eine 27 Kilogramm Waschschleudermaschine, es ist die kleinste Maschine im Milnor-Sortiment, eine Lieferzeit von 10 bis 12 Wochen. Jetzt sind es ein bis zwei Tage für alle im Zentrallager verfügbaren Größen. Das ist für uns wie für alle anderen europäischen Milnor Händler ein sehr wichtiges Argument im Wettbewerb.

Milnor Kunden können sich bei uns in Heede die Maschinen bis ins kleinste Detail anschauen und sich selbst ein Bild von der hohen Qualität machen. Möglich ist es auch, die Technik auf unserem Prüfstand in Betrieb vorzuführen. Und wir wollen das Zentrallager möglichst schnell für Schulungen für unsere Kunden und Partner nutzen. Zum Beispiel, um sie mit der Maschinensteuerung oder der optimalen Wartung der Technik vertraut zu machen. Milnor wird diese Angebote mit qualifizierten Mitarbeitern aus den USA begleiten.

Das Schulungsangebot richtet sich natürlich auch an Waschmitteltechniker. Sie können sich in aller Ruhe mit der Milnor-Steuerung beschäftigen. Es wird auch möglich sein, dass sie die Maschinen vor ihrer Auslieferung für ihre Verfahren und Produkte entsprechend anpassen können.

Seit drei Jahren hat sich die Firma Ott Wäschereitechnik intensiv um dieses Zentrallager bemüht und dafür geworben. Dabei wurden wir maßgeblich von Milnor International unterstützt. Jetzt sind wir froh, dass es nach vielen intensiven Diskussionen endlich geklappt hat. Für uns ist es eine Bestätigung, dass Milnor und die Firma Ott wie bisher auch in Zukunft eng und vertrauensvoll zusammen arbeiten werden.

WRP: Seit Jahren ist die Firma Ott Partner von Milnor. Warum hat man sich für diesen Maschinenhersteller entschieden? Was zeichnet ihn und seine Produkte aus?

Florian Ott: Mein Vater Volker Ott arbeitet seit 1976 mit Mil­nor zusammen. Man kann sagen, dass mit den Jahren zwischen den beiden Firmen eine Verbundenheit, eine enge Partnerschaft entstanden ist. Aber genauso wichtig ist: Wir sind von den Maschinen von Milnor absolut überzeugt. Wir arbeiten mit einem Partner zusammen, dessen Produkte aus dem Marktangebot herausragen. Höchste Qualitätsstandard bei der Fertigung und strenge Qualitätskontrollen gewährleis-ten, dass diese Maschinen über viele Jahre zuverlässig arbeiten und eine hohe Verfügbarkeit garantieren. Wenn wir Maschinen zum Beispiel aus Wäschereiauflösungen aufkaufen, haben sie oft Einsatzzeiten von mehreren Jahrzehnten hinter sich. Für uns gelten Milnor Maschinen aus Anfang der 1990er Jahre als jung. Mit entsprechender Wartung kann man mit dieser Technik sicherlich weitere 20 Jahre problemlos arbeiten.

Sicherlich gibt es Wäschereien, die bei ihrer Waschtechnik zuallererst auf den Preis schauen. Für sie sind Technikanforderungen wie Langlebigkeit nur ein nebensächlicher Aspekt, weil sie ihre Maschinen alle fünf Jahre austauschen lassen. Ich finde, das ist ein bisschen kurz gedacht: Denn billige Technik bedeutet ein höheres Risiko für Störungen im Alltag, wenn zum Beispiel die Elektronik aussetzt oder Ventile sich nicht öffnen. Heute ist eine stehende Maschine bei den immer enger werdenden Produktionszeiten ein gravierendes Problem. Letztendlich ist die teuerste Maschine immer noch die Maschine die nicht funktioniert – unabhängig vom Anschaffungspreis.

WRP: Milnor konzentriert sich auf die Entwicklung und Herstellung von Wasch- und Trockentechnik. Andere Hersteller in diesem Markt sind heute so aufgestellt, dass sie als Gesamtausrüs-ter eine Wäscherei komplett ausstatten können. Sie folgen damit dem Wunsch vieler Wäschereien, die einen Betrieb aus einer Hand favorisieren. Warum ist Milnor weiterhin ausschließlich auf die Wasch- und Trockentechnik fokussiert?

James W. Pellerin: Die Pellerin Milnor Corporation hat seit 1947 die Philosophie, dass wir zu 100 Prozent hinter unserem Produkt stehen. Wir konzentrieren uns deshalb auf den Bereich, den wir besonders gut können. Das betrifft nicht nur die Konstruktion, Fertigung und Steuerungstechnik unserer Maschinen. Unsere Kunden und Partner können vor allem auf unsere volle Unterstützung zählen, wenn es um den After Sales Service geht. Das betrifft alle Milnor Modelle, auch wenn die Maschine 40 Jahre alt ist. Milnor ist mit weltweit mehr als 700 Mitarbeitern eines der größten Unternehmen der Branche. In unserer Unternehmenstradition ist es uns immer das Wichtigste gewesen, dass Kunden sich auf Milnor verlassen können.

Yves Dabrowiecki: Den Wunsch im Markt nach dem allumfassenden Gesamtausrüster merken wir natürlich auch. Es gibt Unternehmen, die auf diese Entwicklung aufspringen, sich dann als Lieferant für die gesamte Maschinenpalette etablieren wollen. Nur muss man aus unserer Sicht für dieses ganze Paket auch den Service und Unterstützung leisten können. Als Unternehmen eine umfangreiche Produktpalette anzubieten ist eine Sache. Interessant ist dabei die Frage, ob dieses Unternehmen die volle Kontrolle über sein Maschinenangebot hat und auch nach Jahren einen professionellen Service leisten kann. Die Pellerin Milnor Corporation erweitert seit 68 Jahren stetig ihr Produktportfolio. Wir haben dabei immer im Auge, dass die Technik an unseren Maschinen vollständig unter unserer Kontrolle ist. Nur so können wir die Zuverlässigkeit gewährleisten, für die Milnor steht.

Florian Ott: Auch wenn sich Milnor auf den Bereich Wasch- und Trockentechnik konzentriert, machen wir uns trotzdem Gedanken, wie unsere Maschinen als Bausteine im System Wäscherei effizient arbeiten können. Zum Beispiel ist bei unserem Kunden DBL Ahrens in Elmshorn ein so genanntes Milnor Hands-Off-System realisiert. Das System besteht aus einem Hubkipper für Container, Waschschleudermaschine, Beladeband, Trockner und Entladebändern. Der Vorteil dieser Lösung ist, dass der Warenfluss für die Waschschleudermaschine sehr automatisiert ist und dieser Prozess deshalb wenig Personaleinsatz erfordert. Hier ist ein sehr hoher Automatisierungsgrad realisiert – ähnlich wie bei einer Waschstraße –, ohne dass auf die Flexibilität und die Waschqualität von einer Waschschleudermaschine verzichtet werden muss.

WRP: Die Vorzüge der Lösung aus einer Hand sind nur ein einziger Ansprechpartner sowie das Versprechen, dass all die verschiedenen Teile im System Wäscherei problemlos miteinander harmonieren. Wie kompatibel beziehungsweise kommunikativ ist die Milnor Technik in einem solchen System? Wie wird dies gewährleistet?

Yves Dabrowiecki: Milnor Maschinen wurden schon immer auch in großen Installationen eingesetzt. Der so genannte Hand-shake zwischen verschiedenen Herstellern muss einfach funktionieren, wenn es beispielsweise um Waschstraßen, Entwässerungs- oder Trockentechnik geht. Unsere Milnor Waschstraßen, Zentrifugen, Trockner und Shuttle­bänder lassen sich problemlos mit den Steuerungen anderer Hersteller verknüpfen. Wir haben zahlreiche aktuelle Installationen wie beispielsweise Schmid Textilrewashing in der Schweiz, bei denen unsere Technik hersteller-übergreifend im Verbundsystem integriert ist.

James W. Pellerin: Wir sind einer der wenigen Hersteller, der den Bereich Steuerungstechnik nicht an externe Firmen abgegeben hat. Für uns ist die Steuerung einer Maschine eine Schlüsselkomponente. Deshalb kommen Elektronik und Software für unsere Maschinen ausschließlich aus unserem Haus. Wir haben dadurch alle Möglichkeiten, auch auf spezielle Anforderungen sehr schnell und ohne Umwege zu reagieren.

WRP: Die neueste Entwicklung von Milnor ist die Serie MWF Open Pocket mit der so genannten MilTouch Steuerung. Welche Bedeutung hat diese Serie für Milnor beziehungsweise für die Firma Ott?

Florian Ott: Die Milnor MWF-Serie ist seit Ende letzten Jahres für Europa verfügbar. Für Milnor ist es eine wichtige und schon jetzt erfolgreiche Maschinenserie. Wir hoffen deshalb auf eine gelungene Einführung auch in Deutschland. Mit der neuen Steuerung und Maschinenkapazitäten von 27 bis 77 Kilogramm ist die WMF für viele Kundenbereiche interessant. Zum Beispiel als Beistellmaschine in Großwäschereien, die kleinere Posten oder die Nachwäsche separat waschen wollen. Wir beobachten auch, dass einige Betriebe diskutieren, statt einer großen Waschstraße eine Reihe von Einzelmaschinen aufzustellen. So kann jeder Kunde separat gewaschen werden. Berendsen hat dieses Konzept schon als so genannte 2000er Linie realisiert. Auch für diese Anforderung ist die neue Serie sehr gut geeignet.

Neben der neuen Steuerung zeichnen sich die Maschinen der Serie unter anderem weiter dadurch aus, dass Milnor viele wartungsfreie Komponenten verbaut hat, um die Wartungskosten weiter zu senken. Dabei hat man auch Konstruktionsmerkmale der großen Serien von Milnor berücksichtigt. Zum Beispiel stammen die robusten Gummidämpfer an der Aufhängung der WMF Maschinen ursprünglich vom Design der großen Maschinen jenseits einer Beladekapazität von 125 Kilogramm ab.

James W. Pellerin: Wir entwickeln unsere Produktionslinie ständig weiter. Neben der regelmäßigen Schulung unserer Mitarbeiter sorgt unser moderner Maschinenpark mit Schweißrobotern und Laserschneidmaschinen für effiziente Produktionsabläufe. Gerade die Fertigung der kleineren MWF Serie konnten wir deshalb optimieren. Wir können dadurch preislich attraktiver werden und bieten unseren Kunden dabei die bewerte Milnor Qualität.

WRP: Neben einem breiten Angebot an Waschschleudermaschinen und Trocknertechnik hat Milnor auch Waschstraßen im Sortiment. Diese zeichnen sich nach Herstellerangaben unter anderem durch die PulseFlow Technologie aus. Was ist das Besondere daran?

Yves Dabrowiecki: Für Milnor stellen die PulseFlow Waschstraßen einen anhaltend großen Erfolg dar. Wir haben aktuell weltweit über 200 Installationen. Die PulseFlow Technologie zeichnet sich grundlegend durch zwei Funktionen aus: Zum einen baut Milnor seit 1979 seine Waschstraßen ausschließlich im Top Transfer Design, das sich grundlegend von Bottom Transfer Waschstraßen unterscheidet. Das bedeutet, dass die Maschine durchgehend mit einer Doppeltrommel ausgestattet ist. Die Waschbäder in den einzelnen Kammern sind durch die geschweißten Partitionen komplett voneinander getrennt. Deshalb sind zwischen den Kammern keine Dichtungen notwendig. Am Ende eines Taktes wird der Wäscheposten über eine perforierte Umladeschaufel in die nächste Kammer mit saubereren Wasser geladen. Es findet dadurch eine wirkliche Verdünnung der Schmutzkonzentration statt.

Die zweite Funktion ist der eigentliche PulseFlow. Die Waschstraße wäscht 75 Prozent der Zeit im stehenden Bad. Durch die durchgehende Doppeltrommel erzielen wir dabei eine Waschqualität wie in einer Waschschleudermaschine. In den letzten 25 Prozent des Taktes starten die frequenzgesteuerten PulseFlow Hochdruckpumpen und erzeugen für eine kurze Zeit einen starken Gegenstrom, der Schmutz und verbrauchte Waschchemie abspült. Wir kombinieren damit das effiziente Waschen im stehenden Bad mit dem bewährten Gegenstromverfahren.

WRP: Seit wann ist Milnor im deutschen Markt? Welche Bedeutung hat er für das Unternehmen?

James W. Pellerin: Milnor ist seit den 1960er Jahren auf dem deutschen Markt aktiv. Die Kunden in Deutschland haben für die Pellerin Milnor Corporation einen besonders großen Stellenwert. Einmal bedingt durch die Größe des Landes und dem damit einhergehenden Potential für uns als Hersteller. Zum anderen durch die hohen Ansprüche der deutschen Kunden an Innovation, Flexibilität, Qualität und Zuverlässigkeit. Das sind Anforderungen, die mit der Philosophie und dem Selbstverständnis der Pellerin Milnor Corporation im Einklang stehen.

WRP: Milnor steuert seinen europäischen Markt über Milnor International in Brüssel. Welche Aufgaben hat das Büro?

Yves Dabrowiecki: Wir von Milnor International sind für die Unterstützung der Milnor Händler in Europa zuständig. Wir helfen unseren Partnern bei der Planung, Angebotserstellung und vor allem auch bei technischen Herausforderungen. Unsere Serviceingenieure unterstützen unsere Milnor Händler bei Installationen oder auch bei der Lösung von technischen Problemen. In enger Zusammenarbeit mit unseren Kollegen aus den USA bilden wir damit die Grundlage für unser europäisches Milnor Händler Netzwerk.

WRP: Welche Perspektiven sieht Milnor im europäischen Markt?

Yves Dabrowiecki: Wir verfolgen sehr klar das Ziel, unser langjähriges Milnor Händler Netzwerk weiter zu stärken und unsere Präsenz neu aufzubauen. Bei der Auswahl der Händler hat für uns ein loyales und vertrauensvolles Verhältnis höchsten Stellenwert. Milnor International wird dabei in Zukunft eine noch größerer Rolle spielen, um die Unterstützung für unsere Kunden noch besser und zentraler zu entwickeln. Wir alle sind sehr realistisch und wissen, dass die Marke Milnor auf dem europäischen Markt an Bekanntheit verloren hat. Das liegt aber aus unserer Sicht keineswegs an unseren Maschinen. Wir sind in der Vergangenheit für Kunden einfach nicht präsent genug gewesen. Das zu ändern ist unser Ziel. Denn der Bedarf an hoher Qualität und zuverlässiger Maschinentechnik ist definitiv vorhanden.

WRP: Mit dem neuen Zentrallager im Rücken: Welche Ziele hat die Firma Ott?

Florian Ott: Für uns als Händler gilt in erster Linie auch in Zukunft, Maschinen zu verkaufen, um in diesem Markt bestehen zu können. Für uns es deshalb wichtig, dass die Marke Milnor wieder als Alternative zu den großen und marktbeherrschenden Herstellern wahrgenommen wird. Mein Eindruck in den letzten Jahren ist, dass es immer mehr Kunden gibt, die vom Denken in Gesamtlösungen abkommen und auch eine Marke wie Milnor in ihre Überlegungen einbeziehen: Weil sie wissen, dass dieser Hersteller nicht nur sehr gute Lösungen anbietet, sondern auch den sehr wichtigen After-Sales-Service leisten wird.

Auch für mich besaß Milnor in der jüngeren Vergangenheit nie ein Produkt- sondern eher ein Kommunikationsproblem. Sowohl Milnor als auch wir Händler hatten dieses Thema einfach beiseite geschoben. Mit der Folge, dass die Marke ein bisschen aus dem Branchenbewusstsein rückte. Unsere Ziele als Ott Wäschereitechnik für die Zukunft manifestieren sich deshalb nicht in Wachstumsraten. Unser Wunsch ist, dass die Marke Milnor im deutschen Markt wieder mehr Präsenz erlangt. Milnor soll als Alternative zu den etablierten Herstellern und für die Wäschereien wieder eine Überlegung sein.


Die Pellerin Milnor Corporation


Die Pellerin Milnor Corporation wurde im Jahre 1947 von Wilis und Norwin Pellerin in New Orleans gegründet. Jim Pellerin führt das traditionsreiche Familienunternehmen in der dritten Generation. Der Hersteller konzentriert sich auf die Entwicklung von Wasch- und Trockentechnik. Neben Waschstraßen, Entwässerungseinheiten, Trocknern und Transportsystemen bietet Milnor eine große Bandbreite von Waschschleudermaschinen in den Beladegrößen von 27 bis 350 Kilogramm.

In der Entwicklungsabteilung des Unternehmens (Milnor R&D) mit angeschlossener Versuchswerkstatt werden die Steuerungstechnik entwickelt, Großprojekte geplant und neue Maschinen getestet. Der Service und die Unterstützung von Milnor Maschinen wird von Milnor USA, Milnor International und dem weltweiten Milnor Dealer Network geleistet.


Die Firma Ott Wäschereitechnik


Ott Wäschereitechnik ist seit 1995 Lieferant und Servicepartner für gewerbliche Wäschereien in Deutschland und Skandinavien. Das zehnköpfige Team der Ott Wäschereitechnik plant neue Installationen, vertreibt die Maschinentechnik und bietet den dazugehörigen Afte-Sales-Service. Zum weiteren Dienstleistungsangebot gehört die Überholung und Vertrieb von gebrauchten Milnor Waschschleudermaschinen.

Ott Wäschereitechnik
Eichenkehre 5
25355 Heede
Tel.: 04123/683230
www.ottwt.de
info@ottwt.de

Geschäftsführer: Florian Ott

Interview aus WRP 04-2015