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Electrolux Professional

Die Firma Brinkmann und Electrolux Professional haben uns bestens unterstützt

Seit einem Jahr arbeitet das Team der Wäscherei „Die Brücke“ in Bad Lippspringe in einer neuen Halle und mit neuem Wäscherei-Equipment von Electrolux Professional. Beim Neubau-Projekt des Integrationsbetriebes war Ralf Brinkmann, Servicepartner von Electrolux Professional in Deutschland, maßgeblich involviert. Wir sprachen mit ihm und Adelheid Hoffbauer, Geschäftsführerin der Brücke, sowie Christoph Hennefeld und Sebastian Hupe, beide Electrolux Professional, über die neue Wäscherei und die Anforderungen, die die Waschtechnik in diesem Betrieb leisten muss.

Ralf Brinkmann
Ralf Brinkmann ist Inhaber der Firma Ralf Brinkmann Maschinenhandel und Elektro-Service in Vlotho. Brinkmann machte seine Lehre als Elektromechaniker bei Kannegiesser und hat einen Meisterbrief in Elektrotechnik. Seit 1992 arbeitet er mit Electrolux Professional zusammen. Er ist einer von bundesweit neun Excellence-Servicepartnern des Unternehmens.
Christoph Hennefeld
Christoph Hennefeld ist seit 1. Januar 2013 Regionalleiter Deutschland/Österreich/ Schweiz (DACH) für Electrolux Professional Wäschereisysteme. Hennefeld studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Basel. Nach dem Studium arbeitete er 12 Jahre lang im Vertrieb, Marketing und Business Development in Asien und in Europa im Konsum- und Industriegüterbereich. Ab 2008 war Hennefeld bei Electrolux Professional als Produkt- und später Globaler Segmentmanager Hotellerie in Asien (Singapore) und Europa (Italien) tätig.
Sebastian Hupe
Sebastian Hupe ist seit 1. Dezember 2011 für die Gesamt-Marketingleitung für Zentraleuropa bei Electrolux Professional zuständig. Zuvor war der studierte Diplom-Ökonom bereits mehrere Jahre für das Marketing der Sparte Wäschereitechnik (Laundry Systems) bei Electrolux Professional verantwortlich.
Adelheid Hoffbauer
Adelheid Hoffbauer ist Geschäftsführerin der Brücke. Sie und ihr schon verstorbener Mann Dirk Hoffbauer gründeten zusammen mit dem Kolping Bildungswerk Diözesanverband Paderborn im August 1996 die Brücke als Beschäftigungs gemeinnützige GmbH. Junge Menschen aus einem Lehrgang beim Kolping Berufsförderungszentrum für schwer lernbehinderte Jugendliche sollten sozialversicherungspflichtig beschäftigt werden.
WRP: „Die Brücke“ bedient heute als Wäscherei erfolgreich genauso gewerbliche Kunden wie zum Bei-spiel Altenheime als auch Privatkunden. Was ist das Besondere an der Wäscherei die Brücke ?

Adelheid Hoffbauer: Unsere Wäscherei ist ein Integrationsbetrieb. Hier arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung Hand in Hand. Alle unsere Mitarbeiter haben ganz normale Arbeitsverträge, alle sind sozialversichert. In einem Integrationsbetrieb wird neben der fachlichen Anleitung, die in der Brücke durch unsere Betriebsleiterin Anja Knaup stattfindet, auch eine psychosoziale Betreuung vorausgesetzt. Dies gewährleistet Christiane Hoffbauer als Diplom-Pädagogin.

WRP: Wie groß ist das Wäschereiteam der Brücke ?

Adelheid Hoffbauer: Zur Zeit haben wir 38 Mitarbeiter. Davon sind 18 mit Behinderung, hauptsächlich mit Lernbehinderungen.

WRP: Die Brücke ist als Dienstleis-ter auf einen reibungslosen Betrieb in der Wäscherei angewiesen, um Kunden pünktlich beliefern zu können. Wie sind die Mitarbeiter mit Behinderungen in die Prozesse integriert ?

Adelheid Hoffbauer: Grundsätzlich muss man bei jedem Mitarbeiter schauen: Passt die Arbeit zu ihm, passt der Mensch zur Arbeit ? Auch bei unseren Mitarbeitern mit Behinderungen schauen wir zuallererst nach Fähigkeiten und Kompetenzen. Die Art der Behinderung spielt keine Rolle, sondern es zählen nur die Stärken des Einzelnen. Entsprechend dieser Stärken wird er an einem Arbeitsplatz in der Wäscherei eingesetzt.

Leider können nicht alle unsere Mitarbeiter immer beliebig von einem Arbeitsplatz auf den nächsten wechseln. Um eine einseitige Spezialisierung auf nur einen Arbeitsplatz zu verhindern, versuchen wir auch unsere Mitarbeiter mit Lernbehinderung für weitere Aufgaben zu qualifizieren. Dabei setzen uns manchmal ihre Ängste, manchmal auch ihre Motivation, Grenzen.

WRP: Seit einem Jahr produzieren ihre Mitarbeiter in einer neuen Wäscherei. Nicht nur die Halle ist neu, auch in den Maschinenpark wurde kräftig investiert.

Adelheid Hoffbauer: Richtig. Der alte Betrieb am gleichen Standort platzte aus allen Nähten, für die dringend benötigte neue und größere Technik gab es einfach keinen Platz mehr. Deshalb wurde eine neue Halle geplant. Sie bietet nicht nur viel Raum für die neuen Maschinen, sondern bedeutet auch bessere Bedingungen für unsere Mitarbeiter.

WRP: Einer der wichtigsten Partner bei der Beratung, Planung und Realisierung des Neubaus sowie für die neue Wäschereitechnik war die Firma Brinkmann Maschinenhandel und Elektro-Service aus Vlotho. Die Firma ist Servicepartner von Electrolux Professional. Wie kam es zu der Zusammenarbeit ?

Adelheid Hoffbauer: Seit der Gründung der Wäscherei im Jahr 1997 waschen und trocknen wir mit Maschinen von Electrolux Professional, seit 1999 betreut uns die Firma Brinkmann als Händler und Servicepartner der Marke. Solche großen Projekte wie der Neubau einer Wäscherei macht man am besten zusammen mit Partnern, die man gut kennt und mit denen man gute Erfahrungen gemacht hat. Herr Brinkmann und die Firma Electrolux Professional haben uns über all die Jahre bestens unterstützt.

WRP: Welche Aufgaben hatte die Firma Brinkmann beim Wäscherei-Projekt der Brücke ?

Ralf Brinkmann: Die Brücke musste in neue Wäschereimaschinen investieren. Nicht nur, weil die Kapazitäten nicht mehr ausreichten, sondern die alte Technik war in die Jahre gekommen. Ganz am Anfang standen Überlegungen, mit welchen neuen Maschinen die Wäscherei ausgestattet werden muss. Dabei saßen wir mit Frau Hoffbauer und ihrem Team am Tisch, natürlich war auch Electrolux Professional beteiligt. Nachdem der neue Maschinenpark fixiert war, wurde anschließend die neue Halle für die Wäscherei sozusagen um die Technik geplant.

Die Stellflächen sowie die notwendige Infrastruktur wie Trassen, Versorgungsleitungen, Abflüsse etc. für die neuen Maschinen wurden vom Architekten des Projektes sofort in seinen Planungen umgesetzt. So konnten wir das Grundkonzept der neuen Wäscherei schnell realisieren. Berücksichtigt wurden dabei auch zukünftige Kapazitätserweiterungen. Beispielsweise sind Versorgungs- und Abflussleitungen für neue Technik schon eingerichtet. Eine neue Waschmaschine ist innerhalb von wenigen Stunden installiert und einsatzbereit.

WRP: Welche Anforderungen muss die neue Wäschereitechnik erfüllen ?

Ralf Brinkmann: Einer der wichtigsten Parameter ist natürlich die Kapazität der Maschinen. Der Betrieb ist in den letzten Jahren stetig gewachsen, das soll auch in Zukunft weitergehen. Deshalb ist in der neuen Wäscherei die Gesamtmaschinenkapazität mit neuen Waschmaschinen und Trocknern, ergänzt mit einigen Maschinen aus dem alten Betrieb, verdoppelt worden.

Weil die Brücke neben Hotels und Gastronomie überwiegend Altenheimkunden bedient, ist die Wäscherei mit reiner und unreiner Seite konzipiert. Deshalb kamen für die Waschmaschinentechnik ausschließlich Trennwandmaschinen aus dem Electrolux Professional-Sortiment in Frage. Angeschafft wurden vier Maschinen mit den Kapazitäten 110, 50, 35 und 25 Kilogramm.

Außerdem investierte die Brücke in neue Trockner. Weil die neue Wäscherei auf Gas umgestellt wurde, war die Entscheidung für gasbeheizte Trockner schnell getroffen. Die neuen Trockner sind unter anderem mit einer Restfeuchtesteuerung ausgestattet und überzeugen mit einem niedrigen Energiebedarf und kurzen Laufzeiten. In ihrer Kapazität sind die Trockner komplementär zur Waschtechnik.

WRP: Welche weiteren Merkmale standen oben im Anforderungskatalog für die neue Wasch- und Trockentechnik ?

Ralf Brinkmann: Gerade in einem Integrationsbetrieb ist eine einfache und sichere Bedienung der Maschinen ganz wichtig. Die Maschinen von Electrolux Professional sind mit der frei programmierbaren Steuerung Clarus Control® ausgestattet. Sie ist einfach und schnell für unterschiedlichste Anforderungen programmierbar. Trotzdem sind auch komplexe Programme mit zum Beispiel Flüssigdosierung lediglich über ein Symbol beziehungsweise eine Ziffer abrufbar. So können die Waschmaschinen und die Trockner im Wäschereialltag von den Mitarbeitern eindeutig, sicher und leicht bedient werden. Electrolux Professional bietet Clarus Control® für Maschinen von 6,5 bis 110 Kilogramm Fassungsvermögen an.

Adelheid Hoffbauer: Außerdem sind alle unsere Electrolux Professional-Maschinen in der Bedienung identisch. Zum Beispiel sind die Programme 1 bis 5 auf jeder Maschine gleich. Auch das unterstützt eine einfache und gleichzeitig sichere Bedienung.

Sebastian Hupe: Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Ergonomie der Technik. Um die Maschinen einfach Be- und Entladen zu können, verfügt zum Beispiel die Pullman-Maschine über eine automatische Positionierung der Innentrommel in die Be- und Entladestellung. Die Außentrommeltüren werden automatisch verriegelt und geöffnet, die Maschinen besitzen sowieso die größten Türen auf dem Markt.

Alle Electrolux Professional-Maschinen werden ab Werk mit einem umfassenden Programmpaket ausgeliefert. Sie decken eine Vielzahl von Anforderungen wie zum Beispiel Hygiene-Programme ab. Für weitere spezielle Anforderungen können Programmlösungen einfach an der Maschine geschrieben oder geändert werden.

Ralf Brinkmann: Eine robuste Konstruktion und hochwertige Bauteile garantieren eine hohe Verfügbarkeit und lange Laufzeiten. Auch das ist elementar für die neue Technik. Von den ersetzten Waschmaschinen von Electrolux Professional hier im Haus hatte eine rund 50.000 Betriebsstunden auf dem Buckel. Solche hohen Laufleistungen sind möglich, weil die Produkte von Electrolux Professional bereits in der Entwicklung und Konstruktion für Verlässlichkeit und lange Lebenszeiten ausgelegt sind. Zum Beispiel besitzen die Trennwandmaschinen eine zweifache, entsprechend dimensionierte Lagerung. Pneumatische Aufhängungen sorgen für minimale Vibrationen und der frequenzgesteuerte Motor und Poly-V-Riemen bedeuten präzise, gleichbleibende und geräuscharme Rotationsgeschwindigkeiten.

Adelheid Hoffbauer: Wenn doch mal ein Problem bei einer Maschine auftritt, ist dieses innerhalb von kurzer Zeit von der Firma Brinkmann aus der Welt geschafft. Darauf können wir uns absolut verlassen.

WRP: Wie funktioniert das ?

Ralf Brinkmann: Natürlich halten wir in der Firma in Vlotho sowie in unseren Kundendienstfahrzeugen alle gängigen Ersatzteile für Electrolux Professional-Maschinen vor. Dann sind technische Schwierigkeiten in der Brücke sowieso schnell erledigt. Wenn mal ein Teil fehlen sollte, habe ich als Service-Stützpunktpartner von Electrolux Professional die Möglichkeit, die Bestellung direkt im schwedischen Produktionswerk in Ljungby auf einem Server aufzugeben. Das System fragt auch ab, wohin dieses Ersatzteil geliefert werden soll. Wenn es für die Brücke ist, wird es direkt an die Wäscherei adressiert. Am Computer kann man immer genau beobachten, wo sich das Teil aktuell befindet. Entsprechend können wir frühzeitig und exakt unseren Einsatz in der Wäscherei planen, um das Ersatzteil einzubauen. Auch das geht schnell und ohne Probleme, weil alle Teile der Maschine gut und schnell zu erreichen sind.

Wenn ich bis 16 Uhr die Bestellung in Ljungby aufgebe, ist das Ersatzteil am nächsten Tag in der Regel bis 9 Uhr in meinem Betrieb in Vlotho. Electrolux Professional garantiert grundsätzlich eine Anlieferung in Deutschland bis spätestens 12 Uhr am Folgetag.

Christoph Hennefeld: Die Hygiene- beziehungsweise Trennwandwaschmaschinen von Electrolux Professional werden in Frankreich produziert. Frankreich ist einer unserer größten Märkte in Westeuropa, besonders wichtig ist hier das Segment der Altenheimwäschereien. Anforderungen aus diesem und anderen Märkten fließen kontinuierlich in unsere Produkte und Produktionen ein. Auch deshalb ist Electrolux Professional in diesem Segment mit Maschinen mit 13 bis 110 Kilogramm Weltmarktführer.

Ralf Brinkmann: Zu Recht besitzen die Maschinen einen sehr guten Ruf in der Branche. Immer wieder rufen mich gewerbliche Wäscher an, weil sie für ihren Betrieb eine gebrauchte Hygienewaschmaschine von Electrolux Professional zum Beispiel als Kleinpostenmaschine suchen.

WRP: Neben den erläuterten Merkmalen wie unter anderem einfache Bedienung und Verlässlichkeit ist für aktuelle Wäschereitechnik der effiziente Umgang mit Energie und Wasser wichtig. Welche Bedeutung hat dieses Thema für Hygiene-waschmaschinen ?

Ralf Brinkmann: Unsere Hygienewaschmaschinen sind effizient, umweltbewusst und übererfüllen alle Anforderungen, die an diese Technik gestellt werden können. Hygienewaschmaschinen waschen mit zertifizierten Waschverfahren, zum Beispiel der Gütegemeinschaft für sachgemäße Wäschepflege. Diese Verfahren schreiben unter anderem ein Waschflottenverhältnis von 1:5 vor. Eine möglichst hohe Energieeffizienz und ein minimaler Wassereinsatz haben in diesen Prozessen nicht oberste Priorität. Vielmehr muss zum Beispiel die sichere chemothermische Desinfektion der Wäsche garantiert sein.

Um den Wassereinsatz in der Brücke zu minimieren, haben wir die neue Wäscherei mit einem Wasserrückgewinnungssystem ausgestattet. Die beiden großen Hygienewaschmaschinen führen das warme Wasser mit einer Restalkalität vom letzten Spülgang einem Speicher zu. Auf Anforderung setzen sie es zum Beispiel bei der nächsten Vorwäsche wieder ein. Der Speicher für das Grauwasser wurde speziell für diesen Betrieb und diese Maschinen angefertigt. Gesteuert wird das Rückgewinnungssystem von der Waschmaschine. Das können alle unsere Maschinen bereits in der Serienausstattung leisten.

Christoph Hennefeld: Was Herr Brinkmann gerade erläuterte, beleuchtet einen wesentlichen Aspekt der Zusammenarbeit zwischen dem Hersteller und Dienstleister Electrolux Professional und seinem Werkskundendienst beziehungsweise Servicepartnern. Wir entwickeln und produzieren Maschinen, die bereits in der Serienausstattung das Rüstzeug besitzen, um solche spezifischen Anforderungen wie die der Wäscherei Brücke erfüllen zu können. Vor Ort sorgen Servicepartner wie Herr Brinkmann für die Umsetzung der Projekte, die wir gemeinsam mit ihnen und unseren Kunden planen. So kann Electrolux Professional zusammen mit seinen 30 Servicepartnern für Deutschland auch für komplexeste Anforderungen Lösungen entwickeln, realisieren und anschließend betreuen. Das beweisen wir immer wieder. Zum Beispiel haben wir mit einem unserer Servicepartner spezielle Wasch- und Präparationsprogramme für Piepenbrock, dem größten deutschen Gebäudereinigungsunternehmen, entwickelt. Dabei haben wir in der Unternehmenszentrale in Osnabrück eng mit dessen Technischen Management zusammengearbeitet. Anschließend wurden deutschlandweit alle Piepenbrock-Maschinen über das Servicepartnernetz von Electrolux Professional aktualisiert.

WRP: Warum ist die Firma Brinkmann Servicepartner von Electrolux Professional geworden ?

Ralf Brinkmann: Ich bin seit 25 Jahren in der Branche, seit 1992 arbeite ich mit Electrolux Professional zusammen. Diese lange und erfolgreiche Zeit am Markt hat sicherlich mit den guten Produkten des Herstellers zu tun. Wir sprachen bereits über zentrale Technikmerkmale wie zum Beispiel Zuverlässigkeit und einfache Bedienung. Mich überzeugt die Wäschereitechnik auch mit ihrer Flexibilität: Bivalente Maschinen, Maschinen mit verschiedenen Beheizungsarten, Waschprogramme für Pferdedecken und Gummimanschetten, Verknüpfung der einzelnen Maschinen mit einer Zentralsteuerung – all das funktioniert nur durch den hohen konstruktiven und steuerungstechnischen Standard der Electrolux Professional-Maschinen.

Außerdem besitzt Electrolux Professional eine exzellente Kundendienststruktur. Über 30 selbstständige Vertretungen, davon neun als Excellence-Partner, kümmern sich bundesweit um Beratung und Service. Alle arbeiten nicht nur seit vielen Jahren mit Electrolux Professional zusammen, sondern sind auch untereinander gut vernetzt. So kann man andere Servicepartner zum Beispiel bei der Suche nach einer Lösung für bestimmte Projektaufgaben kontaktieren. Natürlich ist es als Servicepartner auch möglich, über die Electrolux Professional-Kundendienstleitung in Tübingen Anfragen an die Zentrale in Ljungby zu stellen.

Electrolux Professional bietet nicht nur Lösungen für jede Anforderung in einer Wäscherei, sondern offeriert für Textilreiniger zum Beispiel mit dem Nassreinigungssystem Lagoon® auch eine überzeugende Alternative zur Lösemittelreinigung. Lagoon® ist noch immer das einzige professionelle Nassreinigungssystem für die Textilpflege am Markt, das von Woolmark als Alternative für die Pflege empfindlicher Wäschestücke zugelassen wurde. Das System Lagoon® umfasst die Funktionen Reinigen, Trocknen und Finishing und ist damit ein effektives und umweltfreundliches Reinigungssystem auf Wasserbasis. Rund 95 Prozent aller Teile in der Textilreinigung können damit gepflegt werden.

WRP: Was zeichnet aktuelle Wäschereitechnik von Electrolux Professional aus ?

Christoph Hennefeld: Wir haben im letzten Jahr die Line 5000 in den Markt gebracht. Neu in dieser Linie ist zum Beispiel die weiter entwickelte Steuerung Compass Pro® Control. Sie wird sowohl in den Waschmaschinen als auch in den Trocknern der Line 5000 verbaut. Compass Pro® Control bedeutet für den Kunden unter anderem eine noch einfachere Bedienung. Sie erleichtert aber auch die Arbeit für den Kundendienst, weil es nur noch eine Steuerungstechnik für alle Maschinen der Line 5000 gibt. Ein weiteres wichtiges Merkmal der Reihe sind niedrige Verbräuche für Energie und Wasser. Im Durchschnitt konnten sie um rund 20 Prozent gesenkt werden gegenüber den Vorgängermaschinen. Seit ihrer Einführung ist die Line 5000 sehr gut im Markt angenommen worden.

Auch im letzten Jahr stellte Electrolux Professional einen Wärmepumpentrockner vor. Eine Besonderheit dieses Trockners ist, dass seine Wärmepumpe mit Wasser gekühlt wird. So kann der Wärmepumpentrockner auch unter extremen Bedingungen effizient arbeiten. Effizient und ökologisch ist dieses Produkt, weil es einen Großteil der Energie wieder dem Kreislauf zuführt, statt sie direkt in die Umluft zu entlassen. Hausinterne Wäschereien und Gemeinschaftswaschküchen können mit dem Wärmepumpentrockner kosteneffizientere Trockendurchgänge und Energieeinsparungen von bis zu 60 Prozent realisieren.
Grundsätzlich ist Electrolux Professional mit seinen Angeboten sehr lösungs- und segmentorientiert. Was braucht der gewerbliche Wäscher, der Gebäudereiniger, was benötigt die hauseigene Wäscherei eines Altenheims ? Unsere Überlegungen fangen beim Produkt an, hören hier aber nicht auf. Zum Beispiel favorisieren kleinere Gebäudereiniger für Waschtechnik Mietlösungen für mehr Kostenkontrolle. Deshalb haben wir für dieses Segment Lösungen entwickelt, mit denen Maschinen gemietet oder geleast werden können.

WRP: Wenn wir den deutschen Markt aus der Perspektive von Electrolux Professional betrachten: Welches ist das wichtigste Segment für das Unternehmen ?

Christoph Hennefeld: Wir sind in Deutschland aktuell im Bereich Gebäudereinigung noch stärker als im Altenpflegemarkt. Electrolux Professional arbeitet mit namhaften Dienstleistern für Gebäudereinigung zusammen, die stetig gewachsen sind. Auch dieser Markt konzentriert sich immer mehr. Weitere wichtige Kundensegmente sind für uns gewerbliche mittelgroße Wäschereien und Hotels.

WRP: Für Electrolux Professional gehören heute Altenheime zu den wichtigsten Kunden. Beobachten Sie, dass es bei den Betreibern dieser Häuser nach einem Trend zum outsourcen der Wäsche wieder eine Entwicklung hin zur hauseigenen Wäscherei gibt ?

Sebastian Hupe: Man muss bei dieser Frage unterscheiden zwischen Flach- und Bewohnerwäsche. Wir beobachten schon, dass Bewohnerwäsche vermehrt zurückkommt in die Häuser. Wichtige Stichwörter sind hier Verlässlichkeit, ein deutlich minimierter Wäscheschwund und geringere Umtauschzeiten. Gestützt wird dieser Trend unter anderem durch neue Wohngruppenkonzepte, die in Altenheimen immer mehr berücksichtigt werden. In diesen Einheiten leben die Bewohner in Gruppen zusammen. Man kocht gemeinsam und man wäscht die Wäsche beispielsweise in zwei kleinen Maschinen in der Wohneinheit auf der Etage. Dagegen ist die Flachwäsche aus Kostengründen weiterhin selten ein Thema für eine hauseigene Wäscherei, sie wird oft outgesourct.

Christoph Hennefeld: Aber auch bei der Flachwäsche kann eine eigene Wäscherei ab einer gewissen Größe für ein Altenheim rentabel sein. Electrolux bietet hier Wirtschaftlichkeitsberechnungen an, die Heimleitungen in dieser Frage unterstützen.

Ralf Brinkmann: Im Grunde genommen funktioniert die Brücke für seine Kunden wie eine zentrierte hauseigene Wäscherei. Hier stehen Qualität und Sorgfalt ganz oben, hier wird auch das Hemd noch mit Liebe gebügelt. Jeder Kunde durchläuft als separater Posten den ganzen Betrieb, so sind keine Fehler beziehungsweise Verluste möglich. Kurze Wege zum Kunden, schnelle und flexible Lieferzeiten sind weitere Kennzeichen der Dienstleistung. Der Betrieb unterscheidet sich wesentlich von den großen B-to-B-Wäschereien.

WRP: Electrolux Professional gehört in Deutschland zu den führenden Herstellern für Wäschereimaschinentechnik. Wie läuft das aktuelle Geschäftsjahr ?

Christoph Hennefeld: Wir sind zufrieden, der Trend ist der richtige. Gestützt wird diese positive Entwicklung unter anderem durch die Line 5000. Wir profitieren jetzt auch von unserer kontinuierlichen Arbeit in allen wichtigen Kundensegmenten, von neuen Vertriebswegen und der intensiveren Zusammenarbeit mit unseren Servicepartnern und Händlern. Es sind neue Excellence-Partnerprogramme aufgelegt, die dies weiter fördern und den Service für unsere Kunden noch besser machen.

WRP: Wo will Electrolux in zehn Jahren in Deutschland stehen ? Welche Ziele werden angepeilt ?

Christoph Hennefeld: Wir sind hierzulande die Nummer 2 im Markt. Unser Bestreben ist es, den Abstand nach oben zu verringern. Darauf stellen wir unsere Aktionen ab. Die Marke Electrolux Professional wird von unseren bestehenden Kundengruppen sehr geschätzt. Jetzt muss es die Marke über Servicepartner, Händler und andere Multiplikatoren in weitere Kundengruppen schaffen. Wir wollen noch mehr Menschen von den Stärken von Electrolux Professional begeistern.

Ralf Brinkmann Maschinenhandel & Elektro-Service


Ralf Brinkmann gründete die Firma 1989, seit 1992 arbeitet er mit Electrolux Professional zusammen. Die Firma Ralf Brinkmann Maschinenhandel & Elektro-Service ist eine von bundesweit neun Excellence-Servicepartnern von Electrolux Professional. Neben dem Vertrieb der Produkte plant, realisiert und betreut die Firma auch Projekte in Textilreinigungen und Wäschereien. Die Firma Ralf Brinkmann beschäftigt sechs Mitarbeiter.

Detmolder Straße 67
32602 Vlotho
Tel.: 05731/ 92415
info@rb-elektro.de
www.rb-elektro.de

Electrolux Professional


Electrolux Professional ist der weltweit führende Hersteller von professionellen Großküchen- und Wäschereilösungen. Mit den branchenweit höchsten Investitionen in die Forschung und Entwicklung konzentriert sich Electrolux Professional auf Innovationen, die auf einen umfassenden Dialog mit dem Verbraucher aufbauen und vor allem auf geringe Lauf- (Wasser-/Energieverbrauch) und Servicekosten abzielen. Mit einem breiten Angebot an Waschmaschinen, Trocknern und Bügelsystemen bietet Electrolux Professional kundenorientierte Lösungen für jedes Unternehmen – ob für die Waschküche eines Miethauses, hauseigene Wäschereien von Hotels und Einrichtungen im Gesundheitsweisen, Gebäude-reiniger, Münzwäschereien oder kommerzielle Wäschereien.

Electrolux Professional (EPR) Wäschereisysteme ist in Deutschland seit 1987 mit einer eigenen Vertriebsorganisation mit Sitz in Tübingen vertreten. Deutschlandweit werden etwa 30 Mitarbeiter beschäftigt. Der Service von EPR-Produkten wird durch ein bundesweites Netz gut ausgebildeter und zertifizierter Kundendienstfirmen gewährleistet.

Die Brücke


An der Weberei 1
33175 Bad Lippspringe
Tel.: 05252 / 939933
www.waescherei-diebruecke.de
info@w-db.de

Geschäftsführung: Adelheid Hoffbauer und Wolfgang Gelhard

Mitarbeiter: 38, davon 18 mit unterschiedlichen Behinderungen (z.B. Lernbehinderung, Gehörlosigkeit). Kunden: Altenpflegeheime, Hotels und Gastronomie, Bildungshäuser, Arztpraxen und Apotheken und viele Privatkunden.

Dienstleistungen: Waschen und Trocknen, Heißmangel, Bügelservice, Näharbeiten, Lieferservice, Annahmestelle für Chemische Reinigung, Leder- und 
Teppichreinigung, Gardinenservice.

Die Brücke wurde 1997 als eine Integrationsfirma mit dem Ziel der Arbeitsplatzbeschaffung für Menschen mit Lernbehinderungen gegründet. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe unterstützt die Integrationsunternehmen mit Mitteln aus der Ausgleichsabgabe. An der Finanzierung beteiligen sich auch Arbeitsagenturen und Jobcenter mit Eingliederungszuschüssen. Integrationsunternehmen sind rechtlich und wirtschaftlich selbständig und müssen sich wie jedes andere Unternehmen am freien Markt behaupten.

Die Brücke als gGmbH hat zwei Gesellschafter: Das Kolping Bildungswerk Paderborn mit 51 Prozent und Adelheid Hoffbauer mit 49 Prozent.

Interview aus WRP 09-2014