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Dibella

„Wir wollen DER nachhaltige Anbieter von Bett-, Bad- und Tischwäsche in Europa sein“

Dibella gehört zu den marktstarken Partnern des Textilservice, wenn es um Flachwäsche geht. Kernidee ist, den Textilservice umfassend mit Bett-, Bad- und Tischwäsche zu beliefern. Seit 2010 unterzieht sich die Firma einem konsequenten Entwicklungsprozess zum ökologisch-sozialen Unternehmen. Dabei wächst Dibella im Markt und als Team. WRP sprach mit der Geschäftsleitung über die Geschäftsprinzipien und neue Chancen.

Ralf Hellmann
Ralf Hellmann ist seit fast 30 Jahren in der Textilindustrie tätig. Ausgebildet als Exportkaufmann bei der Garnhandelsfirma ATAK GmbH & Co. KG, befasste er sich schon früh mit Garnen. Später wurde er Prokurist bei der Bellanet GmbH und steuerte den Vertrieb von Handstickgarnen der Firma in Europa. Seit 1995 ist Ralf Hellmann Geschäftsführender Gesellschafter bei der Dibella GmbH/Dibella b.v. Trotz seiner bis dahin gesammelten einschlägigen Erfahrung ließ er sich noch zum „Textiltechniker für Kaufleute“ ausbilden. Hellmann ist 50 Jahre alt, verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. Zu seinen Hobbys zählen Spinning, Musik und Fußball. Seine Leidenschaft sind Schnee, Gletscher und nordische Länder wie Island, Grönland und Alaska.
Frank Neumann
Frank Neumann ist seit fast 20 Jahren in der Branche tätig. Bevor er 1999 zu Dibella ging, war Frank Neumann fünf Jahre bei der Nobilis Textil GmbH in Stadtlohn tätig. Er ist in der Geschäftsleitung von Dibella und dort für den Vertrieb zuständig. Frank Neumann ist 1968 geboren, verheiratet und hat zwei Kinder. Seine Hobbys sind Fußball und Jogging.
Klaus Baur
Klaus Baur ist in der Textilindustrie ausgebildet worden. Nach seinem Fachabitur mit der Fachrichtung Wirtschaft machte Klaus Baur eine Lehre als Industriekaufmann bei der Weberei Langheinrich in Schlitz, die auf Tischwäsche spezialisiert ist. Nach der Lehre wurde er zuerst Gebietsleiter und anschließend Verkaufsleiter für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Seit 2001 ist Klaus Baur bei Dibella als Verkaufsleiter tätig. Er ist 40 Jahre alt und Vater von zwei Kindern. Seine Hobbys sind Tischtennis und italienisch essen gehen.
WRP: Seit etwa zwei Jahren wird im Markt wahrgenommen, dass sich Dibella als ökosoziales Unternehmen entwickelt und positioniert. Sie sind dem UN Global Compact beigetreten, haben sich nach GOTS und Fairtrade zertifizieren lassen und einen Nachhaltigkeitsbericht nach ISO 26000 veröffentlicht. Will Dibella der ökologisch-soziale Anbieter von Bett-, Tisch-, und Badwäsche für den Textilservice schlechthin sein ?

Ralf Hellmann: Ja.

WRP: Das Ja ist klar und knapp, aber was heißt das konkret, wie kam es dazu, warum ?

Ralf Hellmann: Dibella steht schon seit sehr langer Zeit für langlebige Textilien. „Longlife Textiles“ ist seit vielen Jahren Zielsetzung unserer Produktpolitik und Teil unseres Logos. Wir bieten darüber hinaus jetzt langlebige Produkte an, die ökologisch sinnvoll produziert und fair gehandelt werden. D. h. wir geben unseren Partnern im Textilservice und deren Kunden, z. B. in der Hotellerie, die Möglichkeit, von normalen Produkten auf nachhaltige Produkte umzusteigen. Noch ist das aber ein Nischenprodukt.

WRP: Mit einem Nischenprodukt können Sie ja nicht das Schiff Dibella umsteuern. Da ist möglicherweise nicht genügend Wasser unter dem Kiel.

Ralf Hellmann: Das stimmt derzeit. Das Produktangebot allein macht aber auch kein nachhaltiges Unternehmen aus. Dibella hat sich als Unternehmen gewandelt und nachhaltiges Wirtschaften in den Vordergrund gestellt. Das beinhaltete 2012 mehr als 30 verschiedene Punkte in der täglichen Praxis unseres Unternehmens, von der Mülltrennung bis zur alternativen Heizenergie. Und wir arbeiten daran weiter, denn das ist ein ständiger Prozess.

Frank Neumann: Als einziger Anbieter am Markt haben wir ein Sortiment aus bio-fairen Produkten im Angebot namens „Breeze“. Das ist zwar heute noch eine Nische, aber sie ist ein rundes Produktkonzept, und wer „bio-faire“ Wäsche im Hotel einsetzen will, der ist bei uns genau richtig. Das bietet zusätzliche Chancen für den Textilservice, und wir sind davon überzeugt, dass es ein Produktkonzept der Zukunft ist.

WRP: Was heißt denn „bio-fair“ ? Und wie ist die Reaktion am Markt ?

Frank Neumann: Die Reaktionen im Markt sind durchweg positiv. Jeder kann sich damit identifizieren. Das ist ja auch naheliegend. Viele Textilserviceunternehmen bemühen sich um Nachhaltigkeit, und auch viele Hotels positionieren sich als „grüne Hotels“ oder „Eco Hotels“. Da kann es ja nicht immer nur um die Einsparung von Energiekosten oder Ähnliches gehen. Mancher Gast will auch direkt erleben, dass er in einem nachhaltigen Hotel übernachtet. Diese Dimension stellen wir bei Bett-, Bad- und Tischwäsche bereit. Wir haben seit 2012 auch schöne Erfolge z. B. bei Greif oder Salesianer Miettex. Es gibt den Textilservice-Unternehmen Chancen, neue Kunden zu gewinnen und aus dem üblichen Konkurrenzschema herauszukommen. Und das gilt auch für Hotels. Aktuell testet das bekannte Hotel Rogner Bad Blumau die Reaktion seiner Gäste auf unsere Bett- und Badwäsche.

Ralf Hellmann: Aber an den Kos­ten arbeiten wir hart, und es sind auch schon erste Stellschrauben bei den NGOs (Non-Governmental Organisations Nichtregierungsorganisationen, d. Red.) gedreht worden. Wir werden das verbessern können.

Klaus Baur: Die Produkte unserer Linie „Breeze“ sind seit 2011 sowohl nach GOTS bezüglich ihrer Nachhaltigkeit zertifiziert wie auch nach „Fairtrade Max Havelaar“ bezüglich der Grundsätze des fairen Handels. Das nennen wir intern etwas salopp zusammengefasst „bio-fair“. (Über die bei Dibella erworbenen Zertifikate und Gütezeichen wird im Kasten „Dibella: Transparenz durch Gütesiegel und Selbstverpflichtungen“ informiert, d. Red.)

WRP: Nun sagen Sie selbst, die „bio-faire“ Linie ist nur ein Nischenprodukt. Was ist das zentrale Angebot von Dibella ?

Ralf Hellmann: Die Dibella hat sich von Anfang an auf den Textilservice als Kundengruppe und auf die Flachwäsche, also Bett-, Bad- und Tischwäsche, als Produktgruppe konzentriert. Damit machen wir 95 % unserer Umsätze. Langlebige Textilien waren immer ein Kernthema in der Produktentwicklung. Und wir haben dabei stets versucht, eine proaktive Position einzunehmen. Das heißt, dass wir mit Entwicklungsideen aktiv auf die Textilservice-Unternehmen zugegangen sind und nicht darauf gewartet haben, dass uns bestimmte Entwicklungen abverlangt wurden. Dabei haben wir einige Prinzipien entwickelt. Beispielswiese bieten wir wegen der Haltbarkeit keine Artikel auf der Basis von OE-Garnen (Open-End-Garne, d. Red.) an, und wir haben stets die „cost per use“ (Kosten pro erneutem Gebrauch; Kosten pro Wechsel, d. Red.) im Blick.

Frank Neumann: Unsere Kernkompetenz ist die Bettwäsche. Da haben wir sicherlich das umfangreichste Sortiment am Markt. Wir decken da die klassischen Gewebe mit 100 % Baumwolle wie auch 50/50-Mischungen ab. Das von uns entwickelte 80/20 ist inzwischen ein Hauptartikel geworden – nicht nur bei uns, sondern im gesamten Objektmarkt. Und wir bieten das in sämtlichen Breiten und Überbreiten. Wir sind Komplettanbieter von Flachwäsche mit besonderer Stärke in der Bettwäsche.

Ralf Hellmann: Eine andere, wichtige Stärke ist, dass wir mit dem Textilservice sehr viele individuelle Lösungen erarbeiten oder Produkt-anpassungen machen. D. h. wir sind sehr stark im Projektgeschäft.

WRP: Wie ist das Verhältnis von Projektgeschäft zu Kollektionsgeschäft ?

Klaus Baur: Das individuelle Geschäft ist immer mehr geworden. Es kommt aber darauf an, wie man das genau definiert.

Frank Neumann: Das Geschäft, welches von unseren Kollektionsstandards abweicht, dürfte inzwischen bei etwa 70 % liegen. Wir haben mal begonnen mit 100 % Standardware, aber es ist sicher eine unserer großen Stärken, individuelle Programme mit den Kunden zu entwickeln. Das hat erheblich zu unserem rasanten Wachstum beigetragen. Wir sind dabei flexibel und schnell.

Dibella macht das auch bei kleineren Mengen. Mindestmenge sind 50 Bettwäschegarnituren, aber für gute Kunden oder bei einem hohen Bestellwert liefern wir auch noch geringere Stückzahlen. Unsere Lieferfähigkeit ist also nicht nur sehr gut bezogen auf individuelle Programme und kurze Fristen, sondern auch bezogen auf kleine Auftragsgrößen.

WRP: Was ist eigentlich das wichtigste Produkt in ihrem Markt ? In welchem Produkt sollten Sie besonders stark sein, damit Sie über Cross-Selling auch andere Produkte verkaufen können ?

Ralf Hellmann: Sowohl im Hotel wie auch im Krankenhaus ist der zentrale Aspekt die Bettausstattung. Unter unseren Produkten ist deshalb die Bettwäsche das wichtigste Produkt. Und dann kommt die Frottierware für das Bad.

Klaus Baur: Wir müssen sehen, dass die Textilservice-Unternehmen in Deutschland gern mehrere Lieferanten haben. In anderen europäischen Ländern haben wir dagegen andere Erfahrungen gemacht; hier wird versucht, möglichst viele Artikel bei einem Lieferanten einzukaufen. Wenn Dibella z. B. für ein größeres Budget bei einem Kunden geplant ist, dann wird das nächste größere Budget an ein anderes Unternehmen gehen. Unser Bestreben ist es, über unsere Kernkompetenzen Bett und Frottier hinaus die weiteren Bereiche kontinuierlich zu entwickeln und auch dort der erste Ansprechpartner für den Textilservice zu werden.

WRP: Was wird denn eigentlich hier in der Firmenzentrale in Bocholt gemacht ?

Ralf Hellmann: Hier in der Zentrale arbeiten 23 von 25 Mitarbeitern. Wir organisieren von hier aus den Vertrieb, die Beschaffung der Textilien bei unseren Produktionsstätten, Lagerhaltung und Versand sowie die Produktentwicklung. Und dann haben wir in der Zentrale noch die gesamte kaufmännische Verwaltung. Daneben arbeiten Klaus Baur und Wilfried Schmidt von unserem Büro in Fulda aus.

Frank Neumann: Dibella ist sehr stark vertriebsorientiert. Wir kommen mit einem Kundenprojekt und suchen dafür eine Lösung. Die Kollektion wird praktisch aus den Erfahrungen im Projektgeschäft abgeleitet. Beispielsweise wurde die 80/20 Mischung zunächst mit einem Kunden entwickelt und hat unsere Kunden überzeugt, sodass wir sie in das Standardprogramm übernommen und im Markt etabliert haben.

WRP: Welche Trends haben Sie in der Produktentwicklung festgestellt ?

Klaus Baur: Für uns ist es erfolgreich gewesen, auf höherwertige Garne zu setzen. Grob gesagt, bieten wir kein OE-Garn an und forcieren feineres, höherwertiges Garn. Außerdem haben wir, wie schon genannt, im Markt die 80/20-Baumwoll- Polyestermischung eingeführt und zu einem Standard geführt. Ein anderer Trend ist, dass die Endkunden mehr Einfluss nehmen. Die Hotels beispielsweise entscheiden stärker mit. Sie haben oft eigene Vorstellungen und individuelle Wünsche. In der Produktentwicklung fungieren wir dann wie ein Bindeglied zwischen den Anforderungen der Hotels und denen der Textilservice-Unternehmen. Der Markt wandelt sich hier etwas, weil die Kunden unserer Kunden genauere Vorstellungen haben als früher.

Ralf Hellmann: Gerade beim Thema Nachhaltigkeit gibt es Hotels, die auf uns zukommen und die wir dann mit dem Textilservice in Verbindung bringen. Generell sehen wir es als unsere Rolle an, die Anforderungen von Hotels und Textilservice auszubalancieren. Dabei muss die Funktionalität für unseren Kunden, das Textilservice-Unternehmen, vorrangig im Blick sein. Wir machen so gesehen die Produktentwicklung für den Textilservice.

Frank Neumann: Mit der gestiegenen Wertigkeit unserer Artikel war auch eine Verschiebung des Geschäfts von Krankenhaustextilien zu Hoteltextilien verbunden. Heute machen wir etwa 70 % des Umsatzes mit Hotelwäsche und 30 % mit Krankenhauswäsche. Dabei ist der Krankenhausbereich eigentlich über lange Zeit gleich geblieben. Der Hotelbereich ist gewachsen.

Ralf Hellmann: Die qualitativen Anforderungen haben sich auch auseinanderentwickelt. Bei den Krankenhaustextilien sind die Ansprüche klar nach unten gegangen, bei den Hoteltextilien klar nach oben. Krankenhäuser bedienen wir heute mit Nm 34er Garn, Hotels mit Nm 68er Garn, Pool-Ware spielt bei Krankenhäusern eine viel stärkere Rolle als individuelle Sortimente. Bei Krankenhäusern steht der Einkaufspreis im Mittelpunkt der Entscheidung.

Frank Neumann: Wenn wir den Health&Care-Markt nochmal unterteilen, dann haben wir auch im Pflegebereich Zuwächse, z. B. mit dessinierten und farbigen Produkten. Aber im Krankenhausmarkt zählt heute nur der Preis.

WRP: Das Ganze wird ja vom Dibella-Team bewegt und bewältigt. In Ihrem Nachhaltigkeitsbericht steht, dass eine Reihe von Mitarbeitern am Unternehmen beteiligt sind.

Ralf Hellmann: Ja, 32 % der Unternehmensanteile liegen in der Hand der leitenden Angestellten im Unternehmen, drei Teilhaber sind direkt in der Geschäftsleitung. Wir haben eine sehr geringe Fluktuation und arbeiten bei grundlegenden Weichenstellungen auf der Basis von gemeinsamen Entscheidungen. Dabei werden auch Führungskräfte, die nicht am Unternehmen beteiligt sind, eingebunden. Die wichtigen Entscheidungen werden im Team getroffen.

Frank Neumann: Das Team ist auch dadurch entstanden, dass wir alle lang dabei sind und viele wichtige Entscheidungen für das Unternehmen gemeinsam gefällt haben. Der Motivationsgrad in unserem Unternehmen ist deshalb hoch, und wir sehen dies auch als ein wichtiges Moment für unsere kontinuierlich gute Unternehmens- und Umsatzentwicklung.

WRP: Wie hoch ist denn Ihr Umsatz ?

Frank Neumann: Dieses Jahr werden wir über 20 Mio. Euro liegen. Das ist wieder eine Steigerung gegenüber dem letzten Geschäftsjahr und ungefähr eine Verdoppelung verglichen mit dem Umsatz vor 10–12 Jahren.

WRP: Was ist denn die Kernidee, mit der Sie diese Entwicklung geschafft haben ?

Ralf Hellmann: Die Fokussierung auf den Textilservice.

Klaus Baur: Früher hat Dibella in Deutschland zu 95 % an Händler geliefert, und dann wurde die klare Entscheidung getroffen, nur noch den Textilservice zu beliefern. Diese eindeutige Ausrichtung hatten wir vorher schon in Holland.

Frank Neumann: Und die Fokussierung auf Kunden und ihre Projekte, das hat Dibella wirklich vorangebracht. Dabei haben wir die Produkte vollständig auf die Anforderungen des Textilservice konzentriert. Unsere Produkte werden so konzipiert, dass sie dem Textilservice einen besonderen Vorteil bringen.

WRP: Wie kann ich mir das im Detail vorstellen ? Wie weit gehen Sie in der textilen Kette ?

Ralf Hellmann: Im Grunde gehen wir bis zur Faser. Bezogen auf den Einsatzzweck müssen wir Entscheidungen treffen, aus welcher Provenienz die Rohstoffe für Garne kommen, welche Stapellänge sie haben sollten, wie das Mischungsverhältnis sein soll. Immer mit Blick auf das Projekt des Kunden. Auch das Spinnverfahren spielt eine Rolle. Wir bieten keine Artikel mit OE-Garn an. Auf der anderen Seite haben wir inzwischen Artikel mit Kompaktgarn bei einigen Textilservice-Unternehmen im Einsatz. Das reduziert die Haarigkeit und die Flusenbildung und verlängert damit die Lebensdauer, ist aber auch teurer. Die weitere Kunst ist dann, den Griff dieser glatten Garne durch geeignete Gewebekonstruktionen angenehm zu gestalten.

WRP: Ein interessantes Thema ist die Baumwolle/Polyester-Mischung. Wie sehen Sie da die Idee, dem Gast ein reines Baumwollgefühl zu geben, weil die Polyestereigenschaften als Seele eines Core-Garns von der Baumwolle umhüllt sind ?

Frank Neumann: Das ist nicht unser Weg. Wir arbeiten lieber mit 80/20 Ware. Wir haben in der Kette 100 % Baumwolle und im Schuss das Mischgewebe. Da wir bei Bettwäsche hauptsächlich Satingewebe anbieten, liegt der Baumwollfaden immer oben. Der Gast oder Patient kommt also nur mit reiner Baumwolle in Berührung. Und weil das Gewebe intim gemischt ist, bleibt das Baumwollgefühl bis zum Ende erhalten.

Ralf Hellmann: Wir bieten dem Textilservice aber auch noch eine Reihe weiterer Vorteile. Wir übernehmen zum Beispiel die Lagerhaltung. Und zwar auch für Kunden im Projektgeschäft, d. h. für Kunden, die ein spezielles Programm mit uns entwickelt haben. Wir haben also aus Servicegründen einen ziemlich hohen Lagerbestand.

WRP: Wie häufig schlägt sich denn Ihr Lager um ?

Ralf Hellmann: Das ist pro Artikel sehr unterschiedlich. Insgesamt etwa dreimal im Jahr.

Klaus Baur: Unser großer Vorteil ist, dass wir auch individuelle Kundenartikel just in time liefern. Das kann nicht jeder. Wenn wir eine Bestellung für z. B. einen vorproduzierten Kundenartikel bekommen, dann ist der in 24 Stunden beim Kunden. Ich behaupte, dass das in Europa keiner kann.

WRP: Wie sind denn Ihre Lieferzeiten sonst ?

Frank Neumann: Die Zeiten, dass wir sechs Wochen für die Konfektion hatten, sind vorbei. Als Regelzeit geben wir drei Wochen für Sonderkonfektion an, wenn die Gewebe vorhanden sind. In Ausnahmefällen geht es auch schneller. Der Vertrieb will immer schnell liefern, und wir können das auch.

WRP: Lagern Sie auch farbige und dessinierte Ware ?

Frank Neumann: Die Lagerware ist weit überwiegend gebleicht bzw. weiß. Dessins beschränken sich auf Streifen, Blockdesigns, Buntgewebe und Drucke.

Ralf Hellmann: Die Textilservice-Kunden sollten sich auch die Bonität ihrer Lieferanten anschauen. Kann ich ein Millionenprojekt mit jemandem abwickeln, der ein Eigenkapital von 25.000 Euro hat ? Wir haben jedenfalls die Möglichkeit, Lager für Kundenartikel, fertige Gewebe und Rohgewebe zu finanzieren, was einen schnellen Lieferservice in vielen Produkten möglich macht.

WRP: Sind Ihre Kunden denn mit Dibella zufrieden ? Werden Ihnen Lieferantenbewertungen von Kunden mitgeteilt ?

Frank Neumann: Wir stehen gut da. Einerseits haben wir selbst im Mai eine Kundenzufriedenheitsanalyse durchgeführt. Wir hatten ungefähr 30 Fragen im Schulnotensystem gestellt und haben bei etwa 90 % der Antworten Benotungen zwischen 1 und 2 bekommen. Das führt zu einer Grundzufriedenheit, ist aber gleichzeitig auch Ansporn. Und an einzelnen Punkten muss sowieso immer was verbessert werden.

Ralf Hellmann: Dann machen unsere Kunden von sich aus Lieferantenbewertungen, die uns manchmal zur Kenntnis gebracht werden. Vor kurzem bekamen wir die eines wichtigen Kunden, und die fiel recht gut aus.

Klaus Baur: Die war hervorragend!

WRP: Wie sieht eine gängige Lieferantenbewertung für Dibella denn aus ?

Ralf Hellmann: Die Lieferantenbewertungen werden häufig in drei Bereiche aufgeteilt: Unternehmen, Personal, und Produkte. In diesen drei Bereichen haben wir, verglichen mit anderen Lieferanten, etwas recht Positives zu bieten. Bei der Unternehmensbewertung spielt z. B. die Bonität eine wichtige Rolle. Schon aufgrund unserer sehr hohen Eigenkapitalquote, die wir in den letzten zehn Jahren erarbeitet haben, ist unsere finanzielle Robustheit sehr gut bewertet. Beim Personal schneiden wir ebenfalls in der Regel gut bis sehr gut ab. Verlässlichkeit, schnelle Reaktionszeit und flache Hierarchie spielen dabei eine große Rolle. Und bei den Produkten stehen wir sehr gut da, weil das Thema Langlebigkeit unser Fokus ist und weil wir mit eigenen Vorschlägen für Produktvarianten kommen, die dem Textilservice noch mal einen anderen Angang beim Kunden, noch mal eine andere Chance ermöglichen. Von zunehmender Bedeutung ist dabei auch, dass wir die textile Kette von der Faser bis zum konfektionierten Teil fest im Griff haben und genau wissen, was läuft. Das ist nicht selbstverständlich und wird positiv gesehen. Insgesamt bekommen wir in aller Regel ein gutes bis sehr gutes Feedback. Und das ist für uns Motivation, weiter an der Kundenzufriedenheit zu arbeiten.

WRP: Ist Ihre Entwicklung zum nachhaltigen Unternehmen eine Entwicklung für Ihre Kunden ? Sie positionieren Dibella so deutlich als ökosoziales Vorzeigeunternehmen, dass dies in einer Marktwirtschaft am Ende vom Kunden honoriert werden muss.

Ralf Hellmann: Nicht nur vom Kunden, sondern auch von den Mitarbeitern und der Gesellschaft. Aber wir sind so in die Lage gekommen, unseren Kunden einen zusätzlichen Horizont und Angebotsbereich in ihrer Marktbearbeitung zur Verfügung zu stellen. Und dieser Angebotsbereich hat Zukunft, hat gesellschaftlichen Zuspruch.

WRP: Macht Ihnen das auch persönlich Freude und Spaß, in ihrem Beruf für eine gute Sache zu arbeiten ?

Ralf Hellmann: Ja, allerdings, ich bin persönlich überzeugt davon.

Klaus Baur: Man kann sich so dem Markt ganz anders nähern. Es geht nicht nur um Preis und Effizienz, sondern darum, positive Werte der Gesellschaft umzusetzen. Es gibt Hotels, die auf Ökologie und ökologisch orientierte Gäste setzen und ihre ganze Gestaltung darauf ausrichten. Und dann fehlen die textilen Produkte. Und wir haben sie und können sie über ein Textilservice-Unternehmen liefern.

Ralf Hellmann: Dabei reicht es nicht aus, die ökologischen Produkte zu haben. Wir kommen von Firma zu Firma ins Gespräch, und die andere Seite möchte die ökologischen Produkte von einer nachhaltig arbeitenden Firma, einem Anbieter, der mit vergleichbaren gesellschaftlichen Werten arbeitet.

WRP: Können Sie das bitte mal konkretisieren ?

Ralf Hellmann: Wir machen uns bei Dibella wie beschrieben schon darüber Gedanken, welche Fasern wir einsetzen. Dabei geht es nicht nur darum, ein optimales Verhältnis von mittellangen zu langen Baumwollfasern unter Technik- und Kostengründen zusammenzustellen. Es geht auch darum, die Bedingungen von Anbau und Arbeit auf den Feldern zu reflektieren. Mit unserem nachhaltigen Programm unterstützen wir einen ökologisch sinnvollen Baumwollanbau und die Bauern, die sich damit beschäftigen. Der normale indische Bauer besitzt weniger als 1 Hektar Land und erlöst daraus grob geschätzt etwa 700 Euro pro Jahr. Das ist sehr wenig. Wir setzen uns für faire Preise und Löhne ein. Der konventionelle Anbau von Baumwolle ist umweltschädigend. Wir setzen uns für den kontrollierten biologischen Anbau ein. (Ein Vergleich von kontrolliertem biologischem und konventionellem Anbau von Baumwolle findet sich im Kasten „Baumwolle – Vergleich der Anbauarten“.)Der konventionelle Anbau hat so negative ökologische und soziale Effekte, dass wir daran arbeiten, den Textilservice zu überzeugen, konventionelle Flachwäsche durch bio-faire Flachwäsche zu substituieren. Wir gehen sogar so weit, dass wir momentan planen, im bio-fairen Produktbereich selber Fasern einzukaufen.

WRP: Das ist ungewöhnlich. Warum ?

Ralf Hellmann: Wir wollen sicher nachweisen können, wo unsere Ware herkommt. Und wir wollen den Weg unserer Fasern durch die Wertschöpfungskette belegen können.

WRP: Wie geht das ?

Ralf Hellmann: Das geht über eine Kombination von Zertifikaten für Produktionsstätten und sogenannten Transaktionszertifikaten. Die Transaktionszertifikate sind wie ein Laufzettel, der für jeden Wertschöpfungsschritt belegt, aus welcher bio-fairen Produktionsstätte die Ware kommt. Dabei wird zusätzlich sichergestellt, dass die Ware nur in zertifizierten Betrieben einer weiteren Wertschöpfung zugeführt wird. Also praktisch sollte z. B. der Weber nach GOTS zertifiziert sein, der mit dem Transaktionszertifikat versehene Garne vom GOTS zertifizierten Spinner bekommt. Ist ein Unternehmen in der Wertschöpfungskette, sagen wir der Konfektionär, nicht zertifiziert, dann helfen alle Transaktionszertifikate nicht: Die Qualität
als bio-faires Produkt geht verloren, obwohl alles bis zur Konfektion bio-fair dokumentiert war. Der Konfektionär könnte ja z. B. unzureichende soziale Arbeitsbedingungen haben. Deshalb ist auch unser tschechischer Konfektionär zertifiziert.

WRP: Für Ihre Linie „Breeze“ kann Dibella für jede Bettwäschegarnitur also lückenlos zeigen, dass alle an der Entstehung dieser Bettwäsche beteiligten Produktionsstätten GOTS- und Fairtrade-zertifiziert waren und dass sie nur Materialien verwendet haben, die ökologisch zertifiziert produziert wurden ?

Ralf Hellmann: So ist es. Und da gibt es nichts Besseres als GOTS und Fairtrade. Alle anderen Zertifikate sind schwächer – bis hin zum Green Washing.

WRP: Das bezieht sich alles auf Baumwolle. Was machen Sie nun mit dem 80/20-Mischgewebe? Gibt es das nicht bio-fair ?

Ralf Hellmann: Polyester gibt es nicht bio-fair nach GOTS und Fairtrade. Aber wir verwenden dafür Polyester, welches recycelt ist. Das haben wir über einen amerikanischen Hersteller, die Firma Unifi gelöst, die Polyester aus PET-Flaschen gewinnt. Unifi erbringt auch den Nachweis über die Wertschöpfungsstufen hinweg, ob es sich um ihr recyceltes Polyester handelt oder um etwas anderes. Auch das wird zertifiziert, und zwar nach dem „Global Recycle Standard“.

Frank Neumann: Hier ist ja noch etwas bemerkenswert: Mit dem Polyesterrecycling bei Unifi realisieren wir ein höherwertiges Produkt als die geschredderte PET-Flasche. Es ist kein Recycling nach unten, d. h. in minderwertige Produkte wie etwa Füllmaterialien für Polstermöbel, sondern es ist ein Recycling nach oben, in ein höherwertiges Produkt.

WRP: Sie sagen, die Preise sind noch zu hoch, um ihre bio-fairen Produkte breit absetzen zu können. Wie sieht denn da die Zukunft aus ? Wie hoch ist die Preisdifferenz ?

Ralf Hellmann: Die Preisdifferenz liegt bei etwa 20 bis 25 %, aber da wird sich was bewegen. Hier gibt es zwei Aspekte, die wichtig sind. Erst mal arbeiten GOTS und Fairtrade gerade daran, ihr Konzept so zu verändern, dass mehr Bauern davon profitieren können. GOTS und Fairtrade sind eine Art Rolls Royce, und die Frage ist, ob mit gewissen Konzeptveränderungen auch ein Mittelklassewagen entstehen kann. Möglicherweise werden Mischungsverhältnisse von streng bio-fairen Produkten und anderen Quellen zugelassen. Ziel wäre, dass dadurch die Preise sinken und der Fairtrade-Umsatz erhöht werden kann.

WRP: Also GOTS und Fairtrade light.

Ralf Hellmann: Ja und nein. Der Prozess zur Substitution konventioneller Ware kann dadurch gefördert werden, und es können schnell mehr Bauern von den Fairtrade-Mechanismen profitieren. Dibella wird hier an einem Pilotprojekt mitwirken. Entschieden ist aber noch nichts.

WRP: Und wie sieht es mit den traditionellen Kostendegressionen bei erhöhter Menge aus ?

Ralf Hellmann: Das ist der andere Aspekt. Klar führt eine erhöhte Produktionsmenge zu geringeren Kosten. Deshalb müssen wir den Markt entwickeln. Beim recycelten Polyester haben wir aufgrund hoher Aufträge schon den Preisabstand zu konventionellem Polyester deutlich reduzieren können. Eine zusätzliche Kostenentlastung wird aber kommen, wenn eine Produktion ganz, zu 100 %, auf ökologische Verfahren umstellen kann.

WRP: Wie verhält sich denn Ihre bio-faire Linie in der Wäscherei ?

Frank Neumann: Gut. Bio-Baumwolle ist ja sehr hochwertig. Wir haben noch nicht von Problemen in den Wäschereien gehört.

WRP: Lassen Sie uns noch mal nach innen schauen. Was musste im Unternehmen geändert werden, um nachhaltig zu wirtschaften ?


Ralf Hellmann: Wir haben das in unserem Nachhaltigkeitsbericht nach ISO 26000 dokumentiert. Es fängt beispielsweise dabei an, dass wir keine konventionellen Energieträger mehr zum Heizen verwenden, dass wir den Spediteur mit dem niedrigsten CO2-Ausstoß der Fahrzeugflotte ausgewählt haben, und es geht bis hin zum ökologischen Umgang mit Büromaterial. Hier sind wir übrigens auch gerade vom B.A.U.M. mit einem Preis für Nachhaltigkeit im Büro ausgezeichnet worden. Es ist wirklich eine Vielzahl von Einzelpunkten, die aber den Charakter unseres Unternehmens verändert haben. Sehr viele Anregungen sind von den Mitarbeitern gekommen.

Frank Neumann: Wir sollten nicht unerwähnt lassen, dass der Geschäftsführer ein Elektroauto fährt. Das steht hinter dem Haus.

WRP: Warum dahinter ?

Ralf Hellmann: Weil da die Aufladestation ist.

WRP: Sie haben von den Mitarbeitern und ihren Beiträgen zur Veränderung gesprochen. Wirkt sich der Veränderungsprozess positiv auf das Team aus ?

Ralf Hellmann: Die Fluktuation ist extrem niedrig. Die durchschnittliche Beschäftigungsdauer ist kontinuierlich gestiegen. Das sind positive Zeichen. Noch ein paar andere Punkte sind: 68 % der Mitarbeiter sind Frauen, wir setzen nur noch Ökostrom ein, der CO2-Ausstoß unserer Fahrzeuge liegt bei 111 Gramm, das ist ganz wenig. Postversand erfolgt klimaneutral „go green“, die Abwärme des Serverraumes wird in das Gebäude geleitet, wir haben ein Belohnungssystem für Mitarbeiter, die mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, wir kompensieren alle unsere Flugreisen klimaneutral, wir haben unsere Leuchtmittel auf LED umgestellt, trinken Fairtrade-Kaffee und Fairtrade-Tee …

WRP: Danke, noch mehr Details finden wir bestimmt, wenn wir Ihren Nachhaltigkeitsbericht gründlich lesen.

Ralf Hellmann: Den können Sie von unserer Website unter dem Menüpunkt CSR herunterladen.

WRP: Sagen Sie mal, das ist alles so perfekt, wie viel Aufwand hat die Umgestaltung von Dibella gekostet ? Haben Sie dafür jemanden einstellen müssen ?

Ralf Hellmann: Nein. Das hat das Team gemacht. Das war ein Prozess von etwa 2 Jahren, und wir sind ja auch noch nicht am Ende.

WRP: Wie oft haben Sie sich gefragt, ob Ihre Anstrengungen lohnen ?

Ralf Hellmann: Wenn wir anfingen zu zweifeln, kam immer ein interessantes Projekt, und inzwischen sind wir in der Phase, dass die Projekte häufiger kommen als die Zweifel.

WRP: Lassen Sie mich abschließend fragen: Wo steht Dibella in fünf Jahren ?

Frank Neumann: Das Nachhaltigkeitskonzept wird uns wesentlich helfen. Wir werden viel positiver wahrgenommen. Wir gewinnen neue Kunden, die uns auch lange treu bleiben werden.

Ralf Hellmann: Wichtig für uns ist, dass es ein ganzheitlicher Ansatz ist. Eine nachhaltige Produktlinie allein reicht nicht. Und es geht nicht nur um Kunden, sondern auch um die Mitarbeiter, die Region, die Kunden unserer Kunden und die ganze Lieferantenkette. Wir übernehmen sichtbar und kontrollierbar Verantwortung, und das stärkt uns für die Zukunft. Davon sind wir überzeugt, dafür arbeiten wir.


WRP: Danke für das Gespräch.



Dibella


Die Dibella Gruppe besteht aus der deutschen Dibella GmbH, der niederländischen Dibella b.v. und der niederländischen Prolinnen b.v. Physisch liegt Dibella in Bocholt/NRW bzw. in Aalten/NL, genau auf der Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden. Die Dibella Gruppe liefert europaweit haltbare und industriell bear-beitbare Objekttextilien, die für die Hotellerie, Gastronomie und das Gesundheitswesen optimiert sind. Dibella b.v. wurde 1986 von Gesellschaftern der BIMECO Garnhandel GmbH & Co. KG als eigenständiges Handelsunternehmen für Objekttextilien gegründet. Um den deutschsprachigen Raum besser bedienen zu können, wurde 1995 die Dibella GmbH in Bocholt gegründet. Die im Jahre 2007 als 100%ige Tochter der Dibella b.v. gegründete Prolinnnen b.v. organisiert die Konfektion der Hoteltextilien, die ausschließlich in Europa stattfindet. Geschäftsführer der Gruppe ist Ralf Hellmann. Die Anzahl der Mitarbeiter liegt derzeit bei 25 Personen. Der Umsatz liegt über 20 Mio. Euro. Er stieg in den letzten 10 Jahren kontinuierlich.

Der Umsatzstruktur 2013 wird wie folgt umrissen:

– 50 % Umsatz in Deutschland, 50 % Auslandsumsatz mit Österreich, Niederlanden und Frankreich als den wichtigsten Märkten
– 70 % Objekttextilien für den Hotel- und Gastronomiemarkt und 30 % für den Gesundheitsbereich
– 95 % der Umsätze werden mit Unternehmen des Textilservice gemacht, 5 % mit verschiedenen anderen Kunden
– 30 % der Umsätze aus der Standardkollektion und 70 % aus firmenindividuellem Projektgeschäft.

Dibella arbeitet als Handelsunternehmen langfristig mit ausgewählten Produzenten. Die Fokussierung auf langlebige Objekttextilien bringt es mit sich, dass die Produktparameter durch die Wertschöpfungskette hindurch genau spezifiziert werden. Dibella ist regelmäßig in den Produktionsstätten der Partnerbetriebe. Seit 2010 hat Dibella begonnen, sich als ökologisch und sozial verantwortungsvolles Unternehmen weiterzuentwickeln. Dibella trat dem UN Global Compact bei und ließ sich nach GOTS und Fairtrade zertifizieren. Um die nachhaltige Wäschelinie „Breeze“ herausbringen zu können, mussten sich auch die dabei involvierten Partnerbetriebe nach GOTS und Fairtrade zertifizieren lassen. Gemäß ISO 26000 hat Dibella einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht und seine Aktivitäten in folgenden Bereichen dokumentiert: Strategie, Organisation, Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Umwelt, anständige Handlungsweisen, Kunden/Konsumenten, Regionale Entwicklung und Einbindung des Umfeldes.

Dibella GmbH
Hamalandstr. 111
D-46399 Bocholt
Tel. 02871 2198-0
Fax 02871 2198-20
info@dibella.de
www.dibella.de


Interview aus WRP 12-2013