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Alliance Laundry Systems

Wäschereitechnik ist unser Leben

Vielen in der Textilpflegebranche ist die Marke Ipso mit einem Angebot an Waschschleudermaschinen und Mangeln bekannt. Weniger informiert ist man hierzulande über die Ipso-Mutter Alliance Laundry Systems, die ihren Hauptsitz in Ripon (USA) hat. Das Unternehmen entwickelt, produziert und verkauft gewerbliche Wäschereiausrüstung. Wir haben uns mit Mike Schoeb, er ist Präsident und Geschäftsführer bei Alliance Laundry Systems, im Interview des Monats über das Unternehmen, seine Produkte und die Wachstumspläne unterhalten.

Michael Schoeb
Michael Schoeb ist Präsident und Geschäftsführer bei Alliance Laundry System in Ripon, Wisconsin, USA. Schoeb ist seit 2007 im Unternehmen. Zuvor sammelte er über 20 Jahre lang Erfahrungen im Vertrieb, im Marketing sowie auf Geschäftsleitungsebene in nationalen sowie internationalen Unternehmen. In seiner heutigen Funktion ist Mike Schoeb für die kontinuierliche Verbesserung aller Alliance Produkte und Dienstleistungen sowie für die globale Expansion des Unternehmens verantwortlich.
Alliance Laundry Systems beschäftigt weltweit über 1.600 Mitarbeiter, besitzt weit über 800 internationale Vertriebspartner.
Durch die umfangreichen Qualitätstests stellen wir sicher, dass alle unsere Wäscherei­maschinen auch den extremsten Anforderungen beim Kunden jederzeit standhalten können.
Circa 30 Prozent unseres Absatzes liegt bereits außerhalb der USA. Und wir sehen enorme Wachstumsmöglichkeiten in Europa, Asien und Lateinamerika.
WRP: Herr Schoeb, eine Ihrer Marken – Ipso – ist uns und unseren Lesern in Deutschland natürlich seit Jahren gut bekannt. Wir müssen leider gestehen, dass wir weniger informiert sind über die amerikanische Konzernmutter von Ipso, nämlich über Alliance Laundry Systems. Bitte geben Sie uns einige Hintergrundinformationen zu Ihrem Unternehmen.

Mike Schoeb: Alliance Laundry Systems ist der Weltmarktführer für gewerbliche Wäschereitechnik. Wir sind kein Generalist unter den Geräteproduzenten und stellen weder Mikrowellengeräte, Kühlschränke noch Geschirrspüler her. Wäschereitechnik ist unser einziger Fokus, sie ist sozusagen unser Leben.

Wir betreiben vier Fertigungsstätten, zwei in Wevelgem, Belgien, und zwei in Ripon, Wisconsin, USA. Unsere Produktpalette besteht aus den sechs Marken Ipso, Speed Queen, UniMac, Huebsch, Cissel und D’Hooge. Damit besitzt Alliance Laundry Systems das umfangreichste Modellsortiment auf dem Markt.

Wir produzieren Geräte für alle drei Segmente der gewerblichen Wäscherei. Diese Segmente sind 1.hauseigene Wäschereien, also die so genannten On-Premise-Laundrys, kurz OPL, in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Hotels, Schiffen, Sporteinrichtungen, Justizvollzugsanstalten und natürlich gewerbliche Wäschereien und Textilreinigungen im Nassreinigungsbereich. Wir rüsten 2.Münz-Waschsalons, auch Coin-Ops genannt, mit oder ohne Selbstbedienung aus. Das dritte Segment ist dass sogenannte Multi-Unit-Housing, also z.B. Maschinen kommerziellen Gemeinschaftswaschräumen wie Appartementhäusern, Universitäten und militärischen Einrichtungen.

WRP: Wie sieht die Alliance Laundry Systems Geschichte auf dem deutschen Markt aus, und was sind Ihre Zukunftspläne?

MS: Alliance Laundry Systems ist seit den frühen 1970er Jahren fest im deutschen Markt verwurzelt. Primär sind wir hier in der Tat durch unsere Marke Ipso bekannt geworden. Seit Jahren verbindet uns eine enge und starke Partnerschaft mit der Firma Treysse Wäschereitechnik in Wangenheim, die auch seit 2006 als unser Generalimporteur für Ipso höchst erfolgreich ist. Alliance wird diese Erfolgspartnerschaft fortsetzen, intensivieren und noch deutlich ausbauen.

Wir arbeiten in Deutschland mit weiteren qualifizierten Partnern zusammen, die unsere anderen Marken seit Jahren recht erfolgreich verkaufen. Aber in Zukunft wollen wir in Deutschland noch stärker werden. Zur verwirklichung unserer ehrgeizigen Ziele beabsichtigen wir, unsere Marktpräsenz gewaltig zu steigern. Wir wollen die Aufmerksamkeit aller Entscheider in der Branche noch deutlicher auf die Qualität und die Zuverlässigkeit unserer Produkte lenken.

Deshalb haben wir bereits Ende letzten Jahres Stefan Horn als Country Manager Deutschland eingesetzt. Stefan Horn verfügt über eine mehr als 20-jährige Erfahrung im servicepartnergesteuerten Vertrieb. Besonders über die Bereiche Vertriebspartnergewinnung, Coaching, Training und Motivation versprechen wir uns kurz- und mittelfristig eine deutliche Steigerung unserer Marktanteile.

Außerdem wird sich Stefan Horn um die Gewinnung und Betreuung von Key Accounts der Hauptsegmente kümmern. Diese Kunden können durch unser bundesweites Partnernetz bestens betreut werden.

WRP: Warum leistet sich Alliance Laundry Systems derart umfangreiche Investitionen in Deutschland?

Mike Schoeb: Deutschland wurde nach langen und intensiven internen Studien und dem Abgleich unserer Ziele und ­Strategien von Alliance Laundry Systems als eines von neun Ländern identifiziert, von dem wir signifikante Umsatzzuwächse erwarten können. Unsere bisherige internationale Expansion war sehr erfolgreich. Wir sind von den Möglichkeiten in Deutschland so überzeugt, dass wir uns in diesem Markt in den kommenden drei Jahren eine Verdoppelung unserer Umsätze sehr gut vorstellen können.

Dabei sehen wir die besten Chancen in den Segmenten Gebäudereinigung, Alten- und Pflegeheime, Waschsalons und Multi-Unit-Housing. Unserer Meinung nach sind die Erfolgsfaktoren für unsere Produkte in Deutschland das steigende Pro-Kopf-Einkommen, die immer älter werdende Bevölkerung, die weiter zunehmende Urbanisierung und das wachsende Energiebewusstsein. Alliance Laundry Systems besitzt einzigartige Vorteile: Wir offerieren eine branchenführende Produktpalette, haben ein hochmotiviertes Händlernetz und eine große Marketingerfahrung. Wir können auf jede Anforderung die richtige Antwort liefern.

Einfach gesagt ist unser Ziel für Deutschland die Fortsetzung unserer weltweiten Erfolgsstrategie: Nämlich eine starke lokale Präsenz durch ein flächendeckendes Händlernetzwerk in Kombination mit einer riesigen internationalen Erfahrung offerieren zu können.

WRP: Sie erwähnten gerade Waschsalons als ein potentielles Wachstumssegment. Der klassische Waschsalon spielt aber in Deutschland verglichen mit anderen europäischen Ländern eher eine unbedeutende Rolle. Warum sollte daher ein Unternehmer zum Beispiel aus der Textilpflege­branche Ihrer Meinung nach in dieses Marktsegment investieren?

Stefan Horn: Alliance Laundry Systems hat kürzlich eine Waschsalon-Initiative ins Leben gerufen, um potentiellen Investoren dieses Erfolgssegment näher zu bringen. Viele der langfristig erfolgreichsten Geschäftsideen sind die, die Grundbedürfnisse befriedigen wie zum Beispiel Restaurants, Tankstellen und Lebensmittelläden. Wir betrachten Waschsalons als eine absolut gleichwertige Geschäftsidee: Auch Waschen ist ein Grundbedürfnis, das sich durch alle Einkommensschichten zieht, immer gegenwärtig ist, sich permanent wiederholt und übersaisonal ist.

Jeder Investor hat hier die Möglichkeit, eine traditionell hohe Wirtschaftlichkeit mit geringstem bis hin zu gar keinem Personalaufwand zu realisieren. Ein guter Waschsalon hat das Potential, bereits im ersten Jahr eine Kapitalrendite von 15 bis 20 Prozent zu erwirtschaften und kann ohne weiteres bereits innerhalb eines Jahres kostendeckend, also break-even, sein. Wir meinen, dies ist für eine Existenzgründung äußerst untypisch und bemerkenswert.

John Balman: Hinzu kommt, dass Waschsalons absolut krisensicher sind, nur mit Bargeld und Vorkasse arbeiten und wenig Betreuungszeit beanspruchen. Im Allgemeinen haben Waschsalons auch keine Außenstände, kein Betreiber muss auf sein Geld warten. Die Kunden leisten durchweg Vorkasse und erledigen noch selbst die Arbeit. Unsere anspruchsvollen Technologien mit modernsten Steuerungsmöglichkeiten ermöglichen es jedem Betreiber noch effizienter, effektiver und sogar aus der Ferne heraus zu agieren. Mit unseren Steuerungen kann der Betreiber zum Beispiel sämtliche Bewegungen der Machine verfolgen und überwachen. Er kann einzelne Maschinen ansteuern und abfragen, Programme verfeinern, verändern und abspeichern sowie Störungen empfangen, bewerten und den Kundendienst entsprechend beauftragen. Das alles von jedem Computer auf der ganzen Welt.

Das Managen einer solchen Einrichtung kann unserer Erfahrung nach in maximal fünf Wochenstunden erledigt werden, da der Arbeitsaufwand gering ist. Ein Waschsalon bietet ideale Voraussetzungen, um sich entweder als Unternehmer ein zweites Standbein zu schaffen oder als interessanter Zugewinn im Ruhestand.

Mike Schoeb: Alliance Laundry Systems bietet übrigens weitaus mehr als nur die Geräte für einen Waschsalon. Wir bieten Waschsalon-Betreibern und unseren Vertriebspartnern weiterführende Unterstützungen an. Zum Beispiel helfen wir bei der Standortsuche und -analyse und beim Ladendesign und bieten auch entsprechendes Schulungen sowie Marketingmaterial an.

Natürlich wissen wir ganz genau, dass in Deutschland Wasch­salons nicht so populär sind wie in anderen Ländern. Wir sind aber überzeugt, dass ein gut geplanter Waschsalon mit moderner technischer Ausstattung, gepflegten Geräten und entsprechend hygienischen Vor-Spüloptionen gerade im Kostenvergleich zur Textilreinigung sehr wohl punkten kann und wird. Nicht zu unterschätzen ist zum Beispiel auch die Zeitersparnis für den Waschsalon-Kunden, wenn er seine wöchentliche Wäsche in mehreren Maschinen gleichzeitig erledigen kann.

WRP: Welche Produkte bietet Alliance Laundy Systems in Deutschland an?

Stefan Horn: In Deutschland können Kunden aus dem ganzen Wäschereimaschinen-ProduktPortfolio von Alliance Laundy Systems wählen. Wir zeichnen uns durch Produktvielfalt und innovative Technik aus und haben alle Produkte im Sortiment, um auf unterschiedlichste Anforderungen aus den verschiedensten Märkten antworten zu können. Und das in allen Maschinengrößen. Des weiteren bieten wir Speziallösungen wie zum Beispiel Mopp-Waschmaschinen für Gebäudereiniger, Hygienegeräte mit Trennung zwischen der reinen und der unreinen Seite für Krankenhäuser und Pflegeheime und auch Trockenkammern für die Feuerwehr an. In diesen werden zum Beispiel die Atemschutzmasken nach der Waschmaschinen-Wäsche getrocknet.

Das Alliance Laundry Systems Waschmaschinen-Sortiment umfasst Maschinen von 5,5 bis 90 Kilogramm Fassungsvermögen, bei den Hygienemaschinen von 16,5 bis 67 Kilogramm. Bei unseren Trocknern reicht das Fassungsvermögen von 8,5 bis 70 Kilogramm. Sie sind durchweg sehr energiesparend, äußerst bedienungsfreundlich, sehr zuverlässig und – davon bin ich überzeugt – die besten Trockner, die man kaufen kann.

John Balman: Natürlich bieten wir auch platzsparende Lösungen wie stapelbare Trocknerkombinationen zum Beispiel unter der Marke Huebsch an. Diese Lösung bietet auf kleiner Fläche viel Maschinenkapazität. Außerdem gibt es zum Beispiel die Ipso CWDS Serie. Diese semiprofessionellen Geräte wurden in Hinblick auf Zuverlässigkeit, Haltbarkeit, einfachste Bedienung, Energiebewusstsein und Wartungsfreudigkeit konzipiert. Die Modellreihe beinhaltet Front- und Top-Lader-Waschmaschinen und Trockner mit jeweils acht Kilogramm Fassungsvermögen. Diese Modelle sind messerscharf kalkuliert, absolut wettbewerbsfähig und somit bestens für den Waschsalon oder das Segment Multi-Unit-Housing geeignet.

Es werden bei Alliance Laundry Systems auch verschieden große Zylinder- und Muldenmangeln hergestellt. Diese kann man durch Eingabe-, Falt- und Stapelfunktionen erweitern. Die optionale Faltfunktion gibt es natürlich für Quer- und Längsfaltung.

WRP: Was zeichnet die Produkte von Alliance Laundry Systems aus?

Mike Schoeb: Wir bauen ganz einfach die zuverlässigste, haltbarste und beste Wäschereitechnik. Die Qualitätssicherung findet bei uns in Testlabors in den Produktionsstandorten in Wevelgem und in Ripon statt. ­Ingenieurteams überwachen und optimieren diesen Prozess. Kontinuierlich wird die Belastbarkeit jeder einzelnen Komponente und der fertigen Geräte geprüft. Dabei erfolgen Belastungsprüfungen bis hin zur Zerstörung der Teile. Aus Erfahrungen lernen und verbessern wir und erreichen somit immer ehrgeizigere Ziele.

Über die Versuche in unseren Testlabors haben wir vor kurzem auch ein Video gedreht. Es dokumentiert die harten Prüfbedingungen des Materials, zeigt aber auch die Kreativität und den Einfallsreichtum unserer Ingenieure, die immer neue Testkriterien entwickeln. Durch die umfangreichen Qualitätstests stellen wir sicher, dass alle unsere Wäschereimaschinen auch den extremsten Anforderungen beim Kunden jederzeit standhalten können.

John Balman: Natürlich sind wir auch stolz darauf, stets die neuesten und effizientesten Beiträge zur Energieeinsparung liefern zu können. Alle unsere Waschmaschinen können mit den unterschiedlichsten Wasserfüllmengen, Waschprogrammen und Wassertemperaturen programmiert werden.

Stefan Horn: Unsere Maschinen zeichnen sich auch durch branchenweisende und technologieführende Steuerungen aus. Zum Beispiel vereint unsere Speed Queen Quantum Steuerung eine höchst flexible Gerätesteuerung inklusive volle Programmierbarkeit aller Zyklen mit modernstem Store-Management.

Die Steuerung Huebsch Galaxy 600 ermöglicht es jedem Waschsalonbetreiber, sein Geschäft individuell gegen jeden Wettbewerb zu positionieren. Es können Tages-Preise, ja sogar Tageszeit-Preise hinterlegt werden. Man kann die Steuerung ganz einfach per PDA programmieren und über diesen kleinen tragbaren Computer auch die Maschinen-Daten auslesen lassen. Es stehen 30 freiprogrammierbare Wasserfüllmengen zur Verfügung. Die Schleudergeschwindigkeit liegt bei 140 G. 24 verschiedene Zyklenkombinationen helfen das optimale Waschergebnis zu erzielen.

Ipsos Steuerung Cygnus Professional ist ein ausgefeiltes Management-Tool für alle Betreiber, die bessere Bedienmöglichkeiten bei noch genuerer Kostenkontrolle wünschen. Schließlich eröffnet UniMacs revolutionäre Steuerung UniLinc bei unseren Waschmaschinen der UW-Serie eine Vielzahl von Möglichkeiten. Damit sind diese Maschinen zum Beispiel ideal für den OPL-Betrieb geeignet. Die bedienungsfreundliche Steuerung UniLinc ist quasi der verlängerte Arm des Betreibers zur Maschine und regelt optimal und vollautomatisch Verbräuche, Zyklen und Funktionen.

Weitere Vorzüge von Alliance Laundry Systems sind die kundenfreundlichen Garantieleistungen, die ausgezeichnete Ersatzteilversorgung sowie unsere extrem kurzen Lieferzeiten von fünf bis maximal zehn Tagen. Wir arbeiten nur mit den zuverlässigsten Partnern zusammen und das merken die Kunden ganz einfach.

WRP: Welche Innovationen kann man von Alliance Laundry Systems in nächster Zeit erwarten?

Mike Schoeb: Erst kürzlich haben wir drei weitere Ipso Cygnus-Steuerungsoptionen vorgestellt. Zuerst war die Variante Professional erhältlich, aber nun bieten wir auch die Steuerungsausführungen Standard, Commercial und Premium an. Alle Varianten basieren auf derselben Hauptplatine und arbeiten mit derselben Programmiersoftware. Dies eröffnet eine Vielzahl von Gestaltungsvariationen und macht auch ein effizientes Aufrüsten sehr einfach. Die Basissteuerung Standard besitzt festgeschriebene Standardwaschprogramme. Dagegen kann man bei der Topvariante Professional zum Beispiel alle Parameter – selbst im laufenden Betrieb – verändern. Und mit dem Cygnus Softwarewerkzeug Cygnus Assist kann der Betreiber ganz einfach individuelle Programme am PC oder PDA auf einer Windows-Oberfläche kreieren.

Das Ipso-Programm haben wir ebenfalls durch Muldenmangeln mit und ohne Einzug-, Falt- und Stapelautomatik der Serien CL und CFFS ergänzt. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, dass wir unsere Produktpalette je nach Markt- und Kundenbedürfnissen ständig überdenken und komplettieren. Besucher der Clean Show, die in diesem Jahr in Las Vegas stattfindet, können sich auf weitere Neuerungen von Alliance Laundry Systems freuen. Vielleicht besucht uns ja der eine oder andere Ihrer Leser.

WRP: Sie haben Ihr Vertriebspartnernetz mehrfach erwähnt. Was können Sie uns über Ihre Händler sagen?

Mike Schoeb: Wir verstehen uns nicht nur als Hersteller von Wäschereitechnik, sondern als Dienstleister. Wir versprechen unseren Kunden, sie durch ihren gesamten Beschaffungsprozess partnerschaftlich zu begleiten – von der Auswahl über den Einkauf, von der Installation und der Inbetriebnahme bis hin zu Nachbeschaffungen. Dabei ist unser weltweites Team von Vertriebspartnern der Schlüssel zum Erfolg und der Garant für unser Versprechen. Deshalb sind es für uns keine Händler, sondern Partner, denen wir auf Augenhöhe begegnen. Alle sind Wäschereiexperten, die weit mehr leisten als nur Aufträge aufzunehmen und Geräte zu liefern. Jeder von ihnen ist ein ausgebildeter Profi in unserer Branche. Bei unseren Partnern bedeutet ein kompetenter Komplettservice genau das, was es heißt. Gemeinsam liefern wir die besten Geräte mit dem besten Service an unsere Kunden, die Anwender. Wir fühlen uns unseren Partnern verpflichtet und unterstützen sie auch dabei, ihr Geschäft sukzessive auszubauen.

Wir bieten unseren Händlern zum Beispiel die Initiative Customer One an. Customer One ist ein Kunden-Zufriedenheitsprogramm. Jeder Mitarbeiter und Partner muss sich daran messen lassen. Hinter unserer Initiative Customer One steht unsere Philosophie, den Kunden in den Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns zu stellen. Dies treibt nicht nur unsere Entwicklungsabteilung sondern auch die Kollegen im Marketing sowie die Serviceteams an. Jeder Kunde soll sich gerne an Alliance Laundry Systems wenden. Wir verpflichten uns zu diesem Service, der letztendlich eine ganz enge Kundenbindung bedeutet.

Ein weiterer Vorteil für unsere Partner ist unsere Alliance Laundry System Seminar. Auch sie ist Bestandteil der Customer One Initiative. Das Alliance Laundry System Seminar ist eine Einrichtung, die die kontinuierliche, professionelle Weiterbildung unserer Mitarbeiter, unserer autorisierten Fachhändler sowie von ausgewählten Endkunden gewährleistet. Schwerpunktmäßig sind die Lehrgänge auf die Optimierung der Verkaufskenntnisse beziehungsweise auf die technische Aus- beziehungsweise Weiterbildung ausgerichtet. Die Trainingsprogramme sind kostenlos und sollen zum Beispiel den Verkäufern helfen, mit den ständig wechselnden und wachsenden Aufgaben und Herausforderungen ihrer Tätigkeit besser umzugehen.

Unseren internen und externen Technikern hilft das Alliance Laundry System Seminar nicht nur beim Aktualiesieren ihres Produktwissen. Geschult wird weiterhin ihre Fähigkeit, schnell und akkurat eine Fehlerdiagnose zu treffen, damit sie unserem Kunden bei Problemen unverzüglich Hilfe leisten können. Mehr als 900 Teilnehmer haben bereits weltweit von diesen Programm profitiert.

WRP: Vielen Firmen haben stark unter der Finanzkrise gelitten. Wie hat Alliance Laundry Systems die Krise überstanden und wie sieht die Zukunft aus?

Mike Schoeb: Alliance Laundry Systems hat die weltweite Rezession bislang recht gut verkraftet. In 2009 hatten wir einen Umsatz von 392,2 Million US-Dollar und einen Gewinn von 16,6 Millionen US-Dollar. Im Jahr zuvor waren es 460,3 Millionen Umsatz bei einem Gewinn 15,5 Millionen US-Dollar. Sie sehen, wenn man den Gewinn betrachtet, war 2009 sogar ein sehr gutes Geschäftsjahr für uns. Natürlich haben wir uns auch von überflüssigem Ballast getrennt, in Krisenzeiten ist dies ein ganz selbstverständlicher Prozess.

Unsere Wachstumsfaktoren für eine erfolgreiche Zukunft sind die weitere Verbesserung der Produktionseffizienz, noch kürzere Produktions- und Lieferzeiten, Lösungen zur weltweiten Wasserverknappung, neue strategische Akquisitionen und Partnerschaften sowie die Fortsetzung der internationaler Firmenexpansion allgemein. Circa 30 Prozent unseres Absatzes liegt bereits außerhalb der USA. Und wir sehen, wie schon erwähnt, enorme Wachstumsmöglichkeiten in Europa, Asien und Lateinamerika.

Wir werden auch zukünftig in unser Vertriebsnetzwerk investieren. Es wird sich auch nichts daran ändern, dass wir jeden Dollar stets in die Verbesserung der Zuverlässigkeit, der Haltbarkeit, der Bedienfreundlichkeit, der Effizienz und der Wirtschaftlichkeit unserer Produkte stecken. Wir überlassen es anderen, Produkte als reine Designobjekte allein mit schöner Ästhetik zu vermarkten. Ich sage: Wenn jemand in eine Maschine investieren will, die heute, morgen und übermorgen zuverlässig funktioniert, dann ist er bei Alliance Laundry Systems richtig.

Interview aus WRP 02-2011